Podcasts

SWR: Krise in der Landwirtschaft (10.09.2022)
Seit Jahren ist die Situation in der Landwirtschaft angespannt, aber so schlimm war es noch nie. Schon vor dem Ukraine-Krieg sind die Energie- und Düngerpreise gestiegen, jetzt explodieren die Kosten. Die Erlöse können das bei weitem nicht ausgleichen. Doch die Probleme der Landwirte sind auch hausgemacht.

DLF: Was sagt uns die Ölkrise von 1973 heute? (08.09.2022)

SWR: Amazon – Wie der Online-Riese die Preise diktiert (06.09.2022)
Wer online shoppt, sucht meist bei Amazon und wird schnell bedient. Doch Wettbewerbshüter weltweit werfen dem Konzern vor, Händler unter Druck zu setzen und fairen Handel zu verhindern.

DLF: Daten, Chips, freies Internet – Wie sich USA, China und EU in der digitalen Geopolitik positionieren(06.09.2022)
China, die USA und Europa stehen nicht nur politisch in einem globalen Wettbewerb, sondern auch digital: Wer modernste Chips produzieren kann, wer die Regeln des Internets bestimmt, ist im strategischen Vorteil. Die Zeit der westlichen Vorherrschaft scheint dabei zu Ende zu gehen.

SWR: Das Büro der Zukunft: Wie arbeiten wir künftig? (03.09.2022)
Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt kräftig durcheinandergewirbelt, doch noch immer wird in der Wirtschaft darüber diskutiert, was die effizientesten Arbeitsweisen sind – Stichworte sind New Work, mobiles Arbeiten, Homeoffice oder das klassische Arbeiten in Präsenz. Wie das Büro der Zukunft aussehen könnte, darüber berichten wir in dieser Sendung.

Deutschlandfunk Kultur: Gaskrise – Lange Unterhosen oder Arbeitslosigkeit (01.09.2022)
Das Chemiewerk Wacker im bayerischen Burghausen ist wichtig für Energiewende und smarte Revolution, denn hier wird reines Silizium hergestellt. Dafür benötigt es sehr viel Strom. Doch Wohnungsheizungen brauchen das eben auch. Was ist wichtiger?

DLF: Personal- und Lieferengpässe – Unternehmen unter Druck (01.09.2022)
Dem Hotelier in Euskirchen fehlt Personal, ein Maschinenbauer wartet sehnsüchtig auf Bauteile und dem Optiker aus Düsseldorf bleibt Kundschaft aus: Viele Unternehmen in Nordrhein-Westfalen arbeiten seit Jahren im Krisenmodus. Lösungen sind rar.

IMF: Nicholas Mulder on Sanctions as a Weapon (31.08.2022)
Sanctions are not new, but they deliver bigger global shocks and are easier to avoid than at any time in history. Nicholas Mulder’s latest book, The Economic Weapon, the Rise of Sanctions as a Tool of Modern War, looks at sanctions regimes of the past to better understand the implications of today’s sweeping sanctions against Russia. In this podcast, Mulder says we need to think more carefully about crafting macroeconomic policy at a global level to offset the negative effects that the sanctions are having on third countries.

NDR: Russisches Gas – wie Deutschland sich abhängig machte (28.08.2022)
Das Gas wird knapp, und die Preise schießen nach oben – noch ist unklar, wie Deutschland durch den Winter kommt. Die Folgen der Abhängigkeit von russischem Gas werden jedenfalls deutlich zu spüren sein. Wie konnte es dazu kommen? Warum wurden Warnungen überhört? Und: Wie kann ein sicheres Energiesystem in der Zukunft aussehen? Welche Aufgaben muss dabei der Markt, welche der Staat übernehmen?

DLF: Wertanlage, Rohstoff, Schmuck – Von schmutzigem und sauberem Gold (26.08.2022)
Zentralbanken, aber auch viele Privatleute besitzen Gold, ob als Barren, Münzen oder Schmuck. Allerdings wirft das mitunter ethische Fragen auf. Denn oft wird Gold in kleinen Minen unter sehr schlechten Arbeits- und Umweltbedingungen abgebaut.

SWR: Bauer sucht Hoffnung – Landwirte zwischen Dürre und Anfeindung (23.08.2022)
Die Dürre bedroht ihre Ernte und der Umweltschutz, so fürchten sie, ihre Zukunft. Die Bauern im Land sind mittlerweile eine kleine Minderheit in der Gesellschaft und fühlen sich durch die Mehrheitserwartungen bedroht. Nach dem Willen der EU sollen sie den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln halbieren, die Düngung drastisch zurückfahren und für den Klimaschutz die Moorweiden aufgeben. Gleichzeitig bleiben sie auf Erdbeeren, Spargel und Kartoffeln sitzen, weil der Handel lieber ausländische Ware anbietet. Gibt es da noch eine Zukunft für die Landwirtschaft in Deutschland – und wie sieht sie aus? Werner Eckert diskutiert mit Anne Körkel – Agraringenieurin und eine der „Zukunftsbauern“ des Deutschen Bauernverbandes, Matthias Schulze Steinmann – Chefredakteur des Magazins „top agrar, Prof. Oliver Stengel – Hochschule Bochum

DLF: Sanktionen gegen Russland – Was rechtlich möglich ist und welche Schlupflöcher es gibt (22.08.2022)
Russlands Krieg gegen die Ukraine hat sehr schnell schwere Sanktionen nach sich gezogen. Deren Wirkung und Durchsetzungsmöglichkeit läßt sich erst nach und nach bewerten. Es stellt sich die Frage nach Schlupflöchern, aber auch nach den Rechtsgrundlagen.

DLF: Ökonom Philipp Lepenies – „Es gibt eine Pflicht zum Verzicht wegen des Klimawandels“ (21.08.2022)
Hitze, Dürre, Klimawandel verlangen Verhaltensänderung. Verzicht und Verbot spielen dabei eine wesentliche Rolle, sagt der Ökonom Philipp Lepenies im Dlf. Es brauche mehr aktive Politik der Verhaltenssteuerung und weniger Romantisierung des Marktes

BR: Putins deutsche Spezlwirtschaft – Wie die kritische Energie-Infrastruktur in Gefahr geriet (19.08.2022)
Deutsche Türöffner wie Ex-SPD-Bundeskanzler Schröder, Ministerpräsidenten und ehemalige Stasi-Spitzel haben Putin zum Zugriff auf kritische Energie-Infrastruktur verholfen: Raffinerien, Gasspeicher, Pipelines. Er setzt sie jetzt wie Kriegswaffen ein.

HR: Zwischen Geschäft und Gefahren: Die Exportnation und der globale Umbruch 18.08.2022)
Jahrelang wurde Deutschland als Exportweltmeister tituliert. Vor einigen Jahren musste das Land jedoch den „Titel“ an China abgeben. Dennoch beruht Deutschlands Wirtschaftsstärke auf seinen Exporten. Kein anderes großes Industrieland ist so stark in die Weltwirtschaft eingebunden. Gut 30 Prozent der gesamten Wertschöpfung stammen aus dem Export. In der Industrie sind es sogar 60 Prozent. Ist dieses Wirtschaftsmodell, angesichts der weltweiten Krisen, noch tragfähig?

IMF: Eric Hanushek on the Basic Skills Gap (18.08.2022)
Economic growth depends on several factors, but a new study (forthcoming) by Eric Hanushek and Ludger Woessmann shows nothing is more important for development than equitable education. Hanushek is a senior fellow at the Hoover Institution at Stanford University, and in this podcast, he says skill differences account for three-quarters of cross-country variations in long-term growth. Hanushek also says the global skills deficit is immense, with two-thirds or more of the world’s youth never reaching even basic skill levels. Hanushek and Woessmann are coauthors of The Basic Skills Gap published in Finance and Development where they say reaching the goal of global universal basic skills would raise future world GDP by $700 trillion over the remainder of the century.

IMF: Women in Economics: Sabina Alkire: Tackling Poverty Beyond the Idea of Material Wealth (16.08.2022)
Mahatma Gandhi once said, „Live simply so that others may simply live.” In this podcast, we hear from an economist who believes there is more to poverty reduction than just money. Sabina Alkire began her long career helping the poor doing volunteer work alongside the likes of Mother Teresa- then studying theology before turning to economics. Today, Alkire heads the Oxford Poverty and Human Development Initiative (OPHI) and is one of the creators of the Multidimensional Poverty Index (MPI), which the United Nations uses to identify and help the most vulnerable people in the world. Journalist, Rhoda Metcalfe spoke with Sabina Alkire to discuss her work for our special series on extraordinary Women in Economics.

Deutschlandfunk Kultur: Vergesellschaftung von Unternehmen – Legitime Alternative oder neue Planwirtschaft? (09.08.2022)
Die Unantastbarkeit von Privateigentum war in der Bundesrepublik jahrzehntelang politischer Konsens. Doch Wohnungsnot, wachsende Ungleichheit und Klimakrise lassen Rufe nach Vergesellschaftung von Betrieben lauter werden. Wie könnte und sollte das aussehen?

DLF: Die Suche nach der Energie in Krisenzeiten – Die Nordseeküste im Umbruch (06.08.2022)
Windpark an der Nordseeküste Ausbau der Offshore-Windenergie, unterirdische Speicherung, Bau eines Terminals für Flüssig-Erdgas – nirgendwo sind die Bemühungen Deutschlands, die Energiewende voranzutreiben und von russischem Gas unabhängig zu werden, sichtbarer als an der Nordseeküste.

DLF: Energieversorgung in Deutschland – Warum vier Unternehmen den Markt beherrschen (04.08.2022)
Im deutschen Energiesektor liegen große Marktanteile immer noch in den Händen von vier Konzernen: E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall. Die verschliefen lange die Energiewende – und schafften es trotzdem, ihr Oligopol weitgehend aufrecht zu erhalten.

WDR: Die Abo-isierung der Gesellschaft (04.08.2022)
Befeuert durch die Digitalisierung kehren Abonnements zurück. Von Streaming-Diensten über Windel-Abos bis zu Bio-Gemüsekisten und Überraschungs-Kochboxen – wir treffen auf Abos in jedem Lebensbereich. Und es werden immer mehr

DLF: Sanieren statt neu bauen – Mit „grauer Energie“ gegen den Klimawandel (03.08.2022)
In Deutschland entsteht weniger Wohnraum, als sich die Politik vorgenommen hat. Mehr Neubauten sind aber nicht unbedingt die einzige oder beste Lösung. Architekten fordern seit Längerem, lieber bestehende Bauten zu sanieren und die darin gebundene „graue Energie“ weiterzunutzen.

SWR: Energiepreisanstieg ohne Ende (01.08.2022)
Strom- und Gaspreise steigen zum 1. August weiter an. Manche Versorger verlangen jetzt bis zu 50 Prozent mehr. Bei den Verbraucherzentralen häufen sich verzweifelte Anrufe. Ende des Monats wird durch den Wegfall des Tankrabatts und des 9-Euro-Tickets auch Tanken und Bahnfahren wieder teurer. Viele Verbraucher treten offenbar schon jetzt kürzer. Die Konsumlaune ist auf ein Rekordtief gesunken.

SWR: Sommer, Sonne, Erderwärmung – die deutschen Baustellen beim Klimaschutz (01.08.2022)
Jetzt auch deutlich sichtbar in Deutschland: Der Klimawandel trifft uns mit voller Wucht. Flüsse versickern, Wälder brennen, Tiere und Pflanzen sterben. Der Bundesregierung steht eine Mammutaufgabe bevor. Wie gut und schnell lässt sich Klimaschutz umsetzen? Was muss im Verkehrs-, Bau-, Landwirtschafts- und Energiesektor passieren? Und wo liegen die größten Probleme?

SWR: Long Covid – schleichender Schaden für die Wirtschaft? (30.07.2022)
Andauernde Atemnot, neurologische Störungen, Fatigue-Syndrom, – das Krankheitsbild von „Long Covid“ ist diffus. Klar dagegen: die Zahl der Menschen, die noch lange nach ihrer Corona-Infektion unter Beschwerden leiden, wächst. Von einer „neuen Volkskrankheit“ ist bereits die Rede, denn die Betroffenen fallen oft monatelang oder dauerhaft für den Arbeitsmarkt aus. Manchen droht der soziale Abstieg.

SWR: Volkswirt Ralph Henger zur Energiearmut: Knapp ein Viertel der Haushalte gefährdet (29.07.2022)
Sein Arbeitgeber, das Institut der deutschen Wirtschaft, hat errechnet, dass 2022 rund ein Viertel der Haushalte mehr als 10% ihres Einkommens für Energie ausgeben. Das betreffe, so Henger, vor allem die untere Mittelschicht. Die Belastung komme bis Oktober, bis dann müsse das Entlastungspaket spätestens geschnürt sein.

DLF: Europas Güterverkehr – Verwirrende Kleinstaaterei auf der Schiene (29.07.2022)
Für einen emissionsärmeren Gütertransport in der EU müsste mehr Last von der Straße auf die Schiene verlegt werden. Doch der europäische Güterzugverkehr weist einige Hürden auf: unterschiedliche Regeln in den Ländern, abweichende technische Standards und sprachliche Anforderungen an die Lokführer.

Deutschlandfunk Kultur: Kreislaufwirtschaft Frankreich – Zerstören von Neuware verboten (28.07.2022)
Kein Land in der EU kämpft so konsequent gegen die Verschwendung von Waren und Produkten wie Frankreich. Dort ist es verboten, unverkaufte Ware – Lebensmittel und bestimmte Konsumgüter – zu vernichten. Hilfsvereine profitieren von dem Gesetz.

IMF: Maximo Torero Cullen on the Looming Food Crisis (28.07.2022)
Inflation has pushed up prices for almost everything, but rising food prices could mean life or death for people in countries already struggling with conflict, economic downturns, and the effects of climate change. Maximo Torero Cullen is Chief Economist for the UN’s Food and Agriculture Organization, which tracks global food security. In this podcast, Torero says wheat and fertilizer supply shortages have driven up prices and increased food import bills for the most vulnerable countries by more than 25 billion dollars, putting 1.7 billion people at risk of going hungry.

DLF: Russland und China – Keine Partnerschaft auf Augenhöhe (27.07.2022)
Seit der Annexion der Krim hat Russland seine Beziehungen zu China intensiviert. Und auch nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine profitieren Russland und das Reich der Mitte politisch sowie wirtschaftlich voneinander. Allerdings handelt es sich um eine Zweckehe, die vor allem China nützt.

DLF: Unternehmen und Ethik – Das Ringen um Moral in der Wirtschaft (26.07.2022)
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben sich reihenweise westliche Konzerne aus Russland zurückgezogen. Bekommt die alte Frage nach der moralischen Verantwortung von Unternehmen ein neues Momentum?

WDR: Hallen leer – Wie Messen nach Corona ums Überleben kämpfen (24.07.2022)
Messen leben von Kontakten – möglichst vielen und möglichst direkten. Genau diese Stärke ist aber jetzt ein Problem – wegen Corona. Eine komplette Branche muss sich neu erfinden. Mit Folgen für Besucherinnen und Besucher, Beschäftigte und ganze Regionen.

Deutschlandfunk Kultur: Cannabis-Legalisierung – Ein lukrativer Markt mit Hindernissen (19.07.2022)
Die Bundesregierung will Cannabis bald für den privaten Konsum freigeben. Damit dürfte sich legal viel Geld verdienen lassen: Geschätzt 700 Tonnen werden jährlich schwarz gehandelt. Doch der Anwalt Peter Homberg verweist auf viele rechtliche Hürden.

Deutschlandfunk Kultur: Bhutans Bruttonationalglück – Ein buddhistischer Weg aus dem Kapitalismus?(17.07.2022)
Der König des buddhistischen geprägten Staats Bhutan hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Bevölkerung glücklicher zu machen. Um das zu messen, wird regelmäßig das sogenannte „Bruttonationalglück“ erhoben. Sorgt das für bessere Politik?

BR: Das Start-up als moderner Mythos (15.07.2022)
Die richtige Idee zur richtigen Zeit, eine kleine Garage, ein Investor – und ZACK werden wir reich und verändern die Welt. So geht der Mythos „Start-up“, geprägt von Firmen wie Apple, Amazon, Google oder Hewlett Packard. 100.000ende folgen diesem Mythos jedes Jahr und gründen neue Firmen. Doch fast 80 Prozent von ihnen scheitern.

BR: Bretton Woods – Der Traum von einer stabilen Weltwährung (15.07.2022)
Sommer 1944: Während des Zweiten Weltkriegs treffen sich in einem US-amerikanischen Dorf 800 Ökonomen und Politiker aus 44 Ländern. Thema: die Weltwirtschaft nach dem Krieg. Kompromiss: Bretton Woods. (Sendung aus dem Jahr 2013).

DLF: Lieferlogistik im Zeichen des Klimaschutzes – Wie wir in Zukunft Pakete bekommen werden (14.07.2022)
Straßenbahnen, die Pakete transportieren, ein Dienstleister, der die Sendungen aller Paketdienstleister zustellt und E- Lastenräder, die herkömmliche Transporter ersetzen – unter dem Druck der Klimaziele und der nachhaltigen Stadtentwicklung steht die Paketlogistik vor einem großen Umbruch.

IMF: Daniel Yergin on Energy’s New Map (14.07.2022)
The energy crises of the early 70s, the 80s, and the early 2000s all had their challenges, but none were so intertwined with other emergencies like a war in Europe, climate change, and a global pandemic. Daniel Yergin won the Pulitzer Prize and many other accolades for his writing on the political economy of global energy. His latest book The New Map: Energy, Climate and the Clash of Nations looks at where today’s energy markets are headed and the geopolitics of an energy transition from hydrocarbons to renewable energy. In this podcast, Yergin says renewables use a lot more minerals than people realize and will move us from the world of big oil to a world of big shovels.

HR: Nichts ist gut im Ahrtal! – Vom Wiederaufbau eines normalen Lebens (14.07.2022)
Manches ist noch immer nicht richtig trocken, ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal. Kirchengemäuer zum Beispiel. Und das, was weggerissen wurde von den Fluten, Häuser, Brücken, die Stromversorgung, Straßen, das ist noch längst nicht wieder aufgebaut. Im Ahrtal kann auch ein Jahr danach noch nicht von Normalität gesprochen werden. Was da in einer Nacht zerstört wurde, das hält man kaum für möglich, wenn man das Flüsschen Ahr heute in seinem Flussbett fließen sieht. Zerstörte Leben, weggeschwemmte Existenzen. Was lässt sich wieder herstellen, welche Fehler können wir in Zukunft vermeiden, was haben wir gelernt aus dieser Katastrophe?

Deutschlandfunk Kultur: Messewirtschaft – Eine Branche kämpft ums Überleben (12.07.2022)
Deutschland zählte vor der Coronapandemie zu den größten Messestandorten weltweit. Die Messewirtschaft setzte Milliarden um. Mit der Pandemie wurde ein Wandel beschleunigt. Jetzt steht die Branche vor enormen Veränderungen.

detektor.fm: Lisa Marie Ranisch: Wann ist ein Preis fair? (01.07.2022)
Wann ist ein Preis fair? Gibt es faire Preise überhaupt? Und können Unternehmen mit gerechten Preisen erfolgreich sein? Das besprechen wir in dieser Folge mit Lisa Marie Ranisch, Professorin für Nachhaltige Unternehmensführung.

Deutschlandfunk Kultur: MiCA-Gesetz – Wie die EU Kryptowährungen regulieren will (09.07.2022)
Seit Langem gelten sie als der Wilde Westen des Finanzmarktes: Unregulierte Kryptowährungen sorgten bei Anlegern für hohe Gewinne und massive Verluste. Doch die Zeiten ohne staatliche Aufsicht könnten in der EU bald vorbei sein – zumindest zum Teil.

BR: Wachstum: Hat das Mehrwert oder kann das weg? (07.07.2022)
Alles wächst. Vom kleinsten Samenkorn, bis zur größten Volkswirtschaft der Welt – Alles scheint auf Wachstum hinauszulaufen. Gleichzeitig aber wird auch alles knapp: Die Böden, die fossilen Ressourcen, ja sogar Sand. Und es wird knapp, weil die Menschheit über einen langen Zeitraum immer nur gewachsen ist.

SWR: Ein Jahr nach der Flutkatastrophe – was haben wir gelernt? (02.07.2022)
Ein Jahr nach der Flutkatstrophe im Ahrtal beginnt so langsam der Wiederaufbau – aber ist es sinnvoll, dort wieder zu bauen? Fließen die versprochenen Hilfsgelder und was wird das Ganze kosten? Nutzen wir wenigstens die Chance und machen aus dem Ahrtal eine Modellregion für den Klimaschutz – das fordert die Initiative SolAHRtal.

DLF: Sklavenfischer – Ausbeutung in Thailands Fischereiwirtschaft (27.06.2022)
Auf vielen Booten schuften Arbeitssklaven – wer aufbegehrt, verschwindet auf hoher See. Schon 2015 drohte Thailand ein Exportverbot. Der weltgrößte Hersteller von Thunfischkonserven versprach Reformen. Geändert hat sich seitdem wenig.

DLF: Geplante Nachhaltigkeitsrichtlinie der EU – Markt mit Moral (24.06.2022)
Das deutsche Lieferkettengesetz tritt Anfang nächsten Jahres in Kraft. Unternehmen sollen dann gewährleisten, dass auch ihre Zulieferer die Umwelt schützen und Menschenrechte achten. Nun plant die EU eine Richtlinie, die darüber noch hinaus geht. Manche Unternehmer sind alarmiert.

detektor.fm: Sind Lebensmittel zu billig? (24.06.2022)
Die Inflation ist auf einem Rekordhoch und die Preise für Lebensmittel sind in den vergangenen Monaten besonders stark gestiegen. Die Agrarwissenschaftlerin Regina Birner von der Universität Hohenheim sagt trotzdem: Lebensmittel sind in Deutschland immer noch zu billig.

Deutschlandfunk Nova: Wie sich Profit und Nachhaltigkeit vereinbaren lassen (24.06.2022)
Ein Unternehmen muss Gewinn machen. Das ist einer der Grundsätze der Betriebswirtschaftslehre. Doch lässt sich diese Maxime mit dem Gebot der Nachhaltigkeit vereinbaren? Ja, meint die Wirtschaftswissenschaftlerin Barbara E. Weißenberger in ihrem Vortrag.

Deutschlandfunk Kultur: Daten, Prozente und Dunkelziffern – Warum wir zu wenig über falsche Zahlen wissen(23.06.2022)
Ob Corona-Inzidenz, Konjunkturdaten oder CO2-Werte – Zahlen haben eine enorme Macht. Sie sollen die Welt messbar und damit auch kalkulierbar machen. Aber wie verlässlich sind diese Daten überhaupt?

Deutschlandfunk Kultur: Hackerangriffe auf Unternehmen und Kommunen – „Hier funktioniert nichts mehr“(20.06.2022)
Immer häufiger sind Kommunen und Unternehmen das Ziel von Cyber-Kriminellen. 146.000 Delikte verzeichnete das BKA im vergangenen Jahr. Der Schaden geht in die Milliarden. Es geht um Datenklau, Lösegelderpressung und Wirtschaftsspionage.

Deutschlandfunk Kultur: Cyberkriminalität – „Uns hat es erwischt!“ (19.06.2022)
Rund 600 Millionen US-Dollar haben kriminelle Hacker 2021 weltweit erpresst. Für die verbrecherische Dienstleistungsindustrie sind deutsche Unternehmen und Kommunen besonders begehrte Ziele.

DLF: Hafen mit Hirn – Warenströme im Datenmeer (19.06.2022)
Wie intelligent kann ein Warenverkehr sein? Im Hamburger Hafen, Deutschlands größtem, arbeiten Forscher, Firmen und Behörden daran, die gewaltigen Warenströme noch schneller und effizienter zu machen – mit immer mehr Sensoren, Kameras, Drohnen, raffinierterer Software und Quanten-Rechenpower.

SWR: Großkonzerne in der Tiermedizin: Retter oder Ausbeuter? (18.06.2022)
Deutschland gilt als tiermedizinisches Billigland: Immer mehr Kliniken und Praxen werden von Mars und Nestlé aufgekauft. Kritiker fürchten steigende Preise. Ohne Investoren scheint aber der Notdienst gefährdet.

BR: Mehr Autarkie wagen (13.06.2022)
Kann sich ein Land wie Deutschland, das selbst kaum über Rohstoffe verfügt, unabhängiger machen von globalen Risiken und damit gleichzeitig Arbeitsplätze schaffen oder zumindest sichern? Die radioReportage zeigt einige Beispiele: Der Autokonzern BMW, der an einem Fahrzeug arbeitet, das komplett aus Recycling-Materialien hergestellt werden kann. Firmen, die Weggeworfenes nach wertvollen Rohstoffen durchsucht, Wissenschaftler, die an heimischen Alternativen zu Import-Rohstoffen arbeiten. Und nicht zuletzt Unternehmen, die Produktion aus dem Ausland zurück nach Deutschland holen.

HR: Künstliche Intelligenz – die Antwort auf fast alles? (13.06.2022)
Bildung, Mobilität, Gesundheit oder Klima – die Zukunft bietet sehr unterschiedliche Herausforderungen und Probleme. Eines aber haben sie gemeinsam: wir erwarten Lösungen nicht zuletzt von künstlicher Intelligenz. Nicht zu Unrecht, wie es scheint. Autonom fahrende Autos, Diagnose- und Pflegeroboter, automatische Übersetzungen und Sprachprogramme nutzen wir schon, oder werden sie in absehbarer Zeit nutzen. Maschinen nehmen uns nicht nur das Rechnen und Sortieren von Daten ab, sie lernen und treffen Entscheidungen. Aber sind es die richtigen? Mit den Hoffnungen in die Künstliche Intelligenz wächst die Skepsis. Algorithmen, die entscheiden sollen, wer ein guter Bewerber ist oder wer sich verdächtig bewegt, versagen schlicht oder diskriminieren Menschen. Künstliche Intelligenz scheint vor allem von komplexen politischen und sozialen Problemen überfordert. Aber vielleicht kennen wir sie nur nicht gut genug?

DLF: Angeschlagener Welthandel – Die Grenzen der Globalisierung (12.06.2022)
Die Idee von endlosem Wachstum und Frieden stößt in Krisen- und Kriegszeiten immer mehr an ihre Grenzen – und so wird die Globalisierung inzwischen auch von denen hinterfragt, die bislang zu ihren Verfechtern gehörten. Die Suche nach neuen Formen der internationalen Zusammenarbeit hat gerade erst begonnen.

WDR: Milliardengrab Atomkraft – Doku über unkalkulierbare Kosten der Atomenergie (12.06.2022)
Ende 2022 sollen die letzten deutschen Atomkraftwerke vom Netz gehen. Doch weltweit tüfteln Startups an neuen Formen von AKWs. Wie teuer ist Atomkraft wirklich und welche Kosten müssen die nachfolgenden Generationen tragen?

NDR: Digitaler Wilder Westen – Die mühsame Zähmung der Tech-Riesen (31.05.2022)
Wie weit dürfen Datenkraken gehen? Diese Frage treibt auch die Politiker im EU-Parlament um. Vor ein paar Wochen haben sie sich gemeinsam mit dem EU-Rat auf neue Regeln für online Dienste geeinigt. Der „Digital Services Act“ könnte das Grundgesetz fürs Internet werden. Das Ringen um den digitalen Wilden Westen soll damit ein Ende haben. Doch einfach ist der Weg dorthin nicht: Es geht um Meinungsfreiheit, Verantwortung, Daten, aber vor allem geht es um Geld. Viel Geld.

WDR: Reshoring – Rückabwicklung der Globalisierung? (20.05.2022)
Kommt die Industrie zurück? Deutsche Unternehmen kämpfen mit stockenden Lieferungen, steigenden Transportkosten und zunehmenden Handelsstreitigkeiten. In Deutschland zu produzieren, wird für manche wieder attraktiv – mit überraschenden Folgen.

BR: Umdenken in der Wirtschaft – 50 Jahre nach den „Grenzen des Wachstums“ (19.05.2022)
Vor 50 Jahren ist ein Buch erschienen, in dem Gedanken entwickelt wurden, die heute für viele Menschen geradezu banal klingen – nämlich, dass die Menschheit nicht mehr Ressourcen verbrauchen kann, als da sind. Ein halbes Jahrhundert nach Erscheinen des Buches „Die Grenzen des Wachstums“ hat sich am Verbrauch von Energie, Ackerflächen, Rohstoffen aber nichts Grundlegendes geändert.

detektor.fm: Wie effizient ist der CO2-Preis für den Klimaschutz? (10.06.2022)
Wer Emissionen ausstößt, muss dafür zahlen. Das Konzept des CO2-Preises ist einfach. Wie effizient ist der CO2-Preis aus ökonomischer Sicht für den Klimaschutz? Und ist ein globaler CO2-Preis realistisch? Das fragen wir Karen Pittel vom ifo Institut

DLF: Das Ende der Globalisierung? Wie Wirtschaftsräume und Einflusszonen neue Bedeutung gewinnen (09.06.2022)
Mit seinem Angriff auf die Ukraine attackiert Wladimir Putin mehr als nur sein Nachbarland. Er will die liberale Weltordnung umkrempeln und die Globalisierung zumindest teilweise zurückdrehen. Dafür findet er offene und heimliche Verbündete. Kommt die Zeit der Hegemonialmächte zurück?

SWP-Podcast Klimaaußenpolitik: Neue Ansätze für die internationale Klimakooperation (08.06.2022)
»In einer Themenreihe zur Klimaaußenpolitik erklären Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im SWP-Podcast, wie der globale Klimawandel außen- und sicherheitspolitische Entwicklungen beeinflusst. Im ersten Teil der Reihe diskutieren Susanne Dröge und Marian Feist, welche Rolle internationale Foren und Organisationen wie die G7 bei der internationalen Klimakooperation spielen.«

DLF: Inflation: Was tun gegen steigende Preise? (08.06.2022)
Butter, Milch, Mehl – viele Grundnahrungsmittel sind teurer geworden. Wie kann die Politik darauf reagieren? Braucht es Steuererhöhungen und wie kann einkommensschwachen Haushalten geholfen werden. Darüber diskutieren Verena Bentele (Sozialverband VdK), Markus Herbrand (FDP), der Ökonom Hans Peter Grüner und Philippa Sigl-Glöckner von der Denkwerkstatt Dezernat Zukunft.

DLF: Preis-Lohn-Spirale – Inflation nährt Inflation (07.06.2022)
In Deutschland herrscht Tarifautonomie, staatlicher Einfluss auf Tarifverträge ist untersagt. Und doch plädiert Kanzler Olaf Scholz für eine „konzertierte Aktion“ von Politik, Gewerkschaften und Arbeitgebern gegen die grassierende Inflation. Dahinter steht die Furcht vor der Preis-Lohn-Spirale.

DLF: Spanien – Ein Vorreiter der Digitalisierung (05.06.2022)
Verwaltung, Gesundheitssystem oder Kriminalitätsbekämpfung: Die Digitalisierung ist in Spanien weit fortgeschritten. Als nächstes sollen die unzähligen Kleinstunternehmen im Land davon profitieren. Doch es gibt auch Schattenseiten. Manche sehen sich abgehängt und beklagen eine zunehmende digitale Kluft.

DLF: LNG-Terminals – Verflüssigtes Erdgas für mehr Energieunabhängigkeit (30.05.2022)
In Europa setzt nun auch Deutschland auf verflüssigtes Erdgas. Auf Schiffen gelangt der Rohstoff zu sogenannten LNG-Terminals, wo er weiterverarbeitet wird. Mehrere solcher Anlagen entstehen gerade im Land. Deutschland will so von russischem Gas unabhängig werden – mit unklaren Auswirkungen für Umwelt und Klima.

Deutschlandfunk Kultur: Digitaler Euro – „Bargeld ist und bleibt wichtig“ (28.05.2022)
Seit der Pandemie zahlen weniger Menschen mit Bargeld. Um unabhängig von Unternehmen und deren digitalen Zahlungskonzepten zu sein, will die EZB den digitalen Euro einführen. Eine Gute Idee, findet Finanzexperte Ernst Stahl.

SWR: Amazon: Markt. Macht. Monopol? (28.05.2022)
Der US-Konzern Amazon gilt als einer der großen Gewinner der Corona-Krise: Mehr als die Hälfte des Online-Handels in Deutschland läuft mittlerweile über die Plattformen des Weltkonzerns. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, der Onlinehändler gilt als kunden- und serviceorientiert. Doch es mehren sich die Zeichen, dass Amazon diese dominierende Marktposition ausnutzen könnte, zum Schaden der Konkurrenz, der Kunden und des freien Handels. Und auch als Arbeitgeber genießt der Konzern weiterhin einen zweifelhaften Ruf. Wie soll man sich als mündiger Verbraucher verhalten?

Deutschlandfunk Kultur: Alltag von Influencern – Haferflocken im Kerzenschein (26.05.2022)
In Deutschland gibt es mehr als 250.000 registrierte Influencer. Für Unternehmen sind sie zu einer lukrativen Werbefläche geworden. Müsli oder Videospiele bewerben kann mitunter aber ganz schön anstrengend sein.

HR: „Haben die einen Koffer voller Geld?“ Die Krisen treffen vor allem ärmere Menschen (25.05.2022)
Seit Monaten gehen die Preise nach oben. Immer mehr Menschen können sich Strom oder Tomaten kaum noch leisten. Viele sind auf Hilfe angewiesen. Was kann helfen?

Deutschlandfunk Kultur: Klimakrise in Science-Fiction-Literatur – Gehen wir unter oder bleiben wir am Leben? (20.05.2022)
Die Klimakrise wird als Thema nicht nur in Sachbüchern, Thrillern oder Gegenwartsromanen verhandelt, sondern auch in der Science-Fiction-Literatur. Inzwischen gibt es dafür sogar einen eigenen Gattungsbegriff: Climate-Fiction.

HR: Krieg, Preisexplosion, Hunger: Warum Millionen Menschen bedroht sind (19.05.2022)
Die Preise für Getreide explodieren, durch Russlands Krieg in der Ukraine liegen dort Felder brach und große Mengen Weizen liegen in den Häfen fest. Vielen Menschen im Nahen Osten und in Afrika droht eine extreme Hungerkrise. Denn der Krieg in der Ukraine verschärft ihre durch den Klimawandel und die Corona-Pandemie ohnehin schon schwierige Situation.

Deutschlandfunk Kultur: Investor-Staat-Schiedsgerichte – Wie internationale Unternehmen nationales Recht aushebeln (17.05.2022)
Private Investor-Staat-Schiedsgerichte sollen Investoren vor staatlicher Willkür schützen. Doch in der Praxis hat sich eine milliardenschwere Schiedsgerichtsindustrie etabliert, die meist zulasten der Staaten geht. Warum ist das so.

DLF: Der Europäische Data Act – Daten teilen als Innovationsmotor? (16.05.2022)
Nutzer sogenannter smarter Geräte und Maschinen generieren Unmengen von Daten. Zugriff auf die Daten haben meist nicht die Nutzer sondern die Hersteller. Die EU will das ändern. Daten sollen häufiger geteilt, die Monopolstellung der Hersteller gebrochen werden. Doch der Vorschlag der Kommission trifft auf Kritik.

Deutschlandfunk Kultur: Besuch beim Landwirt – Was Kuhmilch wirklich kostet (16.05.2022)
Die Preise im Supermarkt für Milchprodukte sind viel zu niedrig und ruinieren die Bauern. Stimmt diese Behauptung? Unsere Reporterin beschließt, den „Heimat-Milchbauern“ zu suchen, dessen fröhliches Gesicht auf ihrer Milchpackung abgebildet ist.

HR: E-Autos und die Verkehrswende: Wo steuert Deutschland hin? (13.05.2022)
Die Zeit tickt für das Bundesverkehrsministerium. Der Verkehrssektor hinkt seinen Klima-Zielen hinterher. Ein Teil der Lösung: E-Autos. Helfen die aber wirklich Emissionen ausreichend zu verringern?

Deutschlandfunk Kultur: Modern Monetary Theory – Schulden machen, bis es quietscht (10.05.2022)
Die schwarze Null ist seit vielen Jahren das Mantra der Politik: Was der Staat nicht hat, kann er auch nicht unbegrenzt ausgeben. Immer mehr Ökonomen halten aber mit der Modern Monetary Theory dagegen. Demnach dürfe und müsse der Staat sogar Schulden machen.

DLF: Kritische Metalle für die Energiewende – Der neue Rohstoffrausch (08.05.2022)
Zum Ausbau von Wind- und Sonnenenergie werden verschiedene Metalle in gigantischen Mengen gebraucht. Recycling kann dem Rohstoffhunger entgegenwirken, aber ohne neue Quellen wird es nicht gehen. Soll die grüne Wende keine neuen Abhängigkeiten schaffen, muss es ein radikales Umdenken geben.

BR: Landraub in Deutschland – Doku über die Spekulation mit Boden (06.05.2022)
Jüngsten Schätzungen zufolge sind fast zwei Drittel der gesamten Agrarfläche in der Hand von branchenfremden Investoren. Die Bodenpreise explodieren. Was für die einen ein lukratives Geschäft ist, nennen die anderen Landgrabbing.

BR: Das Jahr 1000 – Als die Globalisierung begann? (06.05.2022)
Große Veränderungen passierten um das Jahr 1000: Die Wikinger kamen in Neufundland an, der Welthandel begann sich vor allem in Asien und Afrika zu entwickeln, in Europa brachten mildes Klima und Erfindungen Agrarüberschuss, die Städte wuchsen. Die Epoche war aber auch von Endzeitstimmung geprägt.

Deutschlandfunk Kultur: Zwerg gegen Riese – Internet-Händler Buch7 trotzt Amazon (05.05.2022)

DLF: Klimaforscher Rahmstorf: Hitzerekorde nehmen durch Erderwärmung zu (02.05.2022)
Indien und Pakistan leiden derzeit unter einer Hitzewelle mit Temperaturen deutlich über 40 Grad. Aufgrund von Klimawandel und Erderwärmung träten heutzutage achtmal so viele monatliche Hitzerekorde auf, wie es bei einem stabilen Klima zu erwarten wäre

DLF: Schweden will Importwaren in Emissionen einrechnen (02.05.2022)
Bisher kommen importierte Produkte wie Fahrzeuge und Kleidung in den Emissionsbilanzen der Länder nicht vor. Schweden will das ändern. Laut Klimaforscherin Katarina Axelsson erhöht sich dadurch der CO2-Fußabdruck jedes Schweden deutlich. Der Schritt sei aber eine Chance, Druck auf die Hersteller-Länder aufzubauen

SWR: Entwertete Lira – Währungsverfall in der Türkei (03.05.2022)
In der Türkei droht die Mittelschicht abzurutschen. Der Grund: Der Kurs der türkischen Lira ist in den vergangenen Monaten abgestürzt. Es gibt hohe zweistellige Inflationsraten. Die Preise steigen deutlich schneller als die Einkommen. Nun sind viele auf öffentlich geförderte Brotverkaufsstellen angewiesen und auch die Wirtschaft leidet. Denn Importgüter müssen meist in Euro oder Dollar bezahlt werden. Die Hauptursache der Misere sehen viele in der Politik von Präsident Erdogan. Droht ihm die Abwahl?

DLF: Temperaturen in Indien – Klimaforscher Rahmstorf: Hitezerekorde nehmen durch Erderwärmung zu (02.05.2022)
Indien und Pakistan leiden derzeit unter einer Hitzewelle mit Temperaturen deutlich über 40 Grad. Aufgrund von Klimawandel und Erderwärmung träten heutzutage achtmal so viele monatliche Hitzerekorde auf, wie es bei einem stabilen Klima zu erwarten wäre.

DLF: Unterschätzte Abhängigkeit – Auch Europas Nuklearindustrie kann nicht ohne Russland (28.04.2022)
Angesichts der Energiekrise, die Krieg in der Ukraine ausgelöst hat, werden wieder Stimmen lauter, die den Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie kritisieren. Dabei sei Europa bei der Nukleartechnologie noch stärker abhängig von Russland als bei Gas oder Öl, sagt die Energieexpertin Anke Herold.

SWR: Angriff auf den US-Dollar – Leitwährung unter Druck (27.04.2022)
Weltweit machen Unternehmen Geschäfte, bezahlt wird in Dollar. Das sichert den USA neben wirtschaftlicher auch großer politischer Macht. Mehrere Staaten wollen das ändern. Und die EU.

SWR: Arbeit bis ins hohe Alter – Wie Japan auf die demografische Wende reagiert (26.04.2022)
In Japan ist jeder vierte Rentner erwerbstätig, unter 69 Jahren sogar jeder zweite. Viele suchen darin einen Sinn für die letzte Lebensphase, manche brauchen den Zusatzverdienst.

Deutschlandfunk Nova: KI: Wenn Algorithmen über deinen Job entscheiden – Psychologe Martin Kersting (22.04.2022)
Künstliche Intelligenz ist längst auch im Personalwesen angekommen: Sie präsentiert uns individuelle Jobanzeigen, wählt zwischen Bewerberinnen und Bewerbern aus und analysiert unsere Performance zum Beispiel. Wir sollten uns dringend die Frage stellen, welche KI-Tools im Arbeitsleben sinnvoll, ethisch und legal sind, und über ihre Folgen nachdenken, sagt der Personalpsychologe Martin Kersting.

BR: Im Fokus der Investoren – Wird die Tiermedizin zum reinen Geschäft? (21.04.2022)
Medikamente für das Meerschweinchen, künstliche Hüfte für den Hund – die medizinische Versorgung von Haustieren wird immer aufwändiger, professioneller und teurer. Die meisten Tierärzte in Deutschland arbeiten noch in eher klassischen, kleinen Praxen, aber die Tendenz geht zu Tierarzt-Ketten betrieben von großen Konzernen wie zum Beispiel Mars oder Nestlé. Eine Branche im Umbruch.

Deutschlandfunk Kultur: Regionale Fleischproduktion – Das Sterben der kleinen Schlachthöfe (19.04.2022)
Hunderte Kilometer muss Fleisch heute zurücklegen, bevor es auf den Tellern landet, denn regionale Schlachthöfe sterben aus. Alleine in Hessen mussten innerhalb von zehn Jahren 20 Prozent der Betriebe schließen.

DLF: Ausverkauf der Häfen – Wie China durch Terminal-Beteiligungen in Europa profitiert (12.04.2022)
Vogelperspektive auf einen Hafen mit ContainerschiffenSeit Jahren baut China seine maritime Seidenstraße in Europa aus. Die Staatsrederei Cosco besitzt fast vollständig den Hafen von Piräus und hält Beteiligungen in 13 weiteren Häfen, seit kurzem auch in Hamburg. Mit welchen Konsequenzen?

BR: Halbgötter im Blaumann – ein Tag beim Handwerker (09.03.2022)
Sie malern, meißeln und montieren. Ohne Handwerker wären viele Wohnungen dunkel, kalt, ohne fließend Strom und Wasser. Und sie werden immer begehrter, die Halbgötter im Blaumann. Für die Kunden heißt das oft warten und hohe Preise zahlen. Doch viele Meister leiden selbst. Sie finden keine Fachkräfte, müssen Verzögerungen wegen Lieferengpässen beim Material hinnehmen und dann ist da auch noch Corona, was die Arbeit nicht unbedingt leichter macht. Und was viele nicht sehen – die Büroarbeit, die viele am Abend noch selbst erledigen. Was viele auch nicht sehen ist, dass ein erheblicher Teil des Stundenlohnes nicht auf dem Konto der Beschäftigten landet, sondern für Lohnneben- und laufende Kosten aufgewendet werden muss. Wir sind mit einem Handwerker unterwegs und sprechen mit ihm über seine Sorgen und Nöte und fragen, wie golden er denn ist in der heutigen Zeit, der Boden des Handwerks.

DLF: Vor 50 Jahren – Als der globale Süden eine Neue Weltwirtschaftsordnung forderte (12.04.2022)
Die Unterschiede zwischen armen und reichen Ländern sind bis heute enorm. Dabei hat es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Initiativen und Konzepte gegeben, um das zu ändern. Die Forderung nach einer neuen „Weltwirtschaftsordnung“ wurde nicht erfüllt, bestimmte Länder haben es trotzdem geschafft, sich zu entwickeln.

Deutschlandfunk Kultur: Die neue Lust am Traden – Zockerei oder seriöse Geldanlage? (12.04.2022)
Hin und Her macht Taschen leer, lautet eine Anlegerweisheit. Doch auf dem Trading-Markt bewegen sich auch immer mehr junge Menschen, die risikofreudiger agieren. Worauf kommt es beim Handel mit Wertpapieren heute vor allem an?

DLF: Energiekrise der 70er-Jahre – Als das Öl knapp wurde (07.04.2022)
Tempolimits, autofreie Sonntage, weniger Heizen und alternative Energiequellen – Debatten ähnlich wie heute haben die Menschen in den 70er-Jahren schon einmal geführt. Anlässe waren seinerzeit der Nahostkonflikt, die Ölpreiskrise – und sogar auch damals schon die Sorge um Nachhaltigkeit.

DLF: „Aus“ für Cookies? – Brüssel und die personalisierte Werbung im Internet (06.04.2022)
Die EU will den „Digital Services Act“ verabschieden, das „Gesetz über digitale Dienste“. Doch die Verantwortlichen können sich bei der Regulierung von personalisierter Werbung nicht einigen. Befürworter halten sie für einen neuen, visionären Wirtschaftszweig. Gegner warnen vor „Überwachungskapitalismus“.

Deutschlandfunk Kultur: Nachhaltige Geldanlage – Mit dem Aktienkauf die Welt retten? (05.04.2022)
Rendite machen und gleichzeitig Gutes tun: Ökologische Investments, etwa in nachhaltige Börsenfonds, stehen seit Jahren hoch im Kurs. Doch wie nachhaltig sind sie wirklich? Und gehen kapitalistisches Gewinnstreben und Nachhaltigkeit überhaupt zusammen?

DLF: Spiel mir das Lied vom Lithium – Von kritischen Rohstoffen, grünen Kapitalisten und Widerstand in Spanien(05.04.2022)
Die Europäische Kommission hat eine Liste kritischer Rohstoffe erstellt, die man für Energiewende und Digitalisierung braucht. Fieberhaft wird in Europa nach Lagerstätten gesucht, um die Versorgung zu sichern.

Deutschlandfunk Kultur: Deutscher Müll in Polen – Einfach abgeladen (03.04.2022)
Jedes Jahr werden Hunderttausende Tonnen Abfälle von Deutschland nach Polen exportiert. Ein Teil davon landet auf illegalen Mülldeponien. Es ist ein Millionengeschäft auf Kosten von Anwohnern und der Umwelt, dessen wahres Ausmaß selbst die Behörden nicht kennen.

DLF: Lieferdienste in New York – Der harte Kampf um minutenschnelle Lieferungen (02.04.2022)
Äpfel, Eier, Müllbeutel – auf App-Klick in zehn Minuten an der Tür: Am harten Wettbewerb der Just-in-Time-Lieferdienste im Big Apple nehmen auch zwei deutsche Startups teil: „Gorillas“ aus Berlin und „Jokr“, das Startup von Ex-Foodpanda-CEO Ralf Wenzel. Investoren wittern hohe Renditen für den Einsatz ihres Risiko-Kapitals. Ladenbesitzer fürchten um ihre Existenz und App-Arbeiter kämpfen um ihre Rechte.

Deutschlandfunk Kultur: Wirtschaftsethiker zu Russland-Sanktionen – Augenmaß statt Koste-es-was-es-wolle(02.04.2022)
Muss Russland wegen des Kriegs gegen die Ukraine härter sanktioniert werden, gar mit einem Energie-Embargo? Das ist auch eine moralische Frage. Der Wirtschaftsethiker Dominik Enste rät, bei aller berechtigten Empörung einen kühlen Kopf zu bewahren.

Deutschlandfunk Kultur. Kryptotechnologie – Das Problem mit dem Hype (02.04.2022)
Der Krypto-Hype ist vorbei, sagen renommierte Tech-Expertinnen und -Experten. Gegenstimmen glauben, dass NFTs, Krypto-Währung, Metaverse und Co. Zukunftstechnologien sind. Wer hat Recht? Und warum sind solche Technologie-Hypes problematisch?

Deutschlandfunk Kultur: Cannabis aus Uganda – Wirtschaftsboom nach Legalisierung? (31.03.2022)
Die Bundesregierung hat sich für die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel ausgesprochen. Und auch in anderen EU-Ländern wird der Besitz inzwischen geduldet und soll legalisiert werden. Länder wie Uganda könnten von einer steigenden Nachfrage profitieren.

DLF: Gas, Öl und Kohle – Wie kann Deutschland ohne russische Energie wirtschaften? (30.03.2022)
Hans-Josef Fell von der Energy Watch Group findet, vor allem privates Kapital sollte schnell in den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen. Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hält auch eine Solidaritätsabgabe für denkbar. Jörg Rothermel vom Verband der chemischen Industrie befürchtet, dass bei Gasengpässen, Unternehmen runterfahren müssen. Doch der Ökonom Rüdiger Bachmann meint, das könne die deutsche Volkswirtschaft aushalten.

DLF: Geopolitische Macht durch technische Normen – Wie China versucht, eigene Standards durchzusetzen(30.03.2022)
Vom DIN-A-4-Papier bis zum Schiffscontainer: Technische Normen sind wichtig für den Welthandel. Bei der internationalen Standardisierung hat Europa eine Vorreiterrolle. Doch China will sich das nicht mehr gefallen lassen – und setzt auf eigene, nationale Normen. Es geht um Märkte und um Macht.

DLF: Zwei Jahre Corona-Soforthilfe – Wie Selbstständige durch die Pandemie gekommen sind (29.03.2022)
Mit schnellen Zuschüssen sollten die Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmer im März 2020 vor der Pleite und Geschäftsaufgabe geschützt werden. Auch wenn die Corona-Soforthilfen einiges abgemildert haben, teilweise gingen sie an den Bedürfnissen vorbei.

DLF: Personalisierung und Politik – Der Aufstieg von Xi Jingping in China (24.03.2022)
Seit zehn Jahren bestimmt Xi Jingping die Geschicke der Volksrepublik China. Zunächst als Generalsekretär der Kommunistischen Partei, seit 2013 auch als Präsident. Im eigenen Land wird er zumeist als Vater wahrgenommen, der sich um sein Volk kümmert. Um seinen Aufstieg zu verstehen, darf man Xi Jingping jedoch nicht nur auf das Bild des starken Mannes reduzieren, warnen Experten.

DLF: DIW-Ökonom Marcel Fratzscher – „Der Tankrabatt ist teuer, schädlich und unsozial“ (19.03.2022)
Durch den Ukraine-Krieg ist Deutschland unter Reformdruck geraten. DIW-Chef Marcel Fratzscher über hohe Spritpreise, die Entlastung von Geringverdienern und eine grundlegende Neuausrichtung der globalen Handels- und Wirtschaftspolitik.

BR: Kreislaufwirtschaft – Wirtschaften ohne Ressourcenverschwendung (03.03.2022)
Abfälle sortieren ist lästig – aber die entscheidende Voraussetzung, damit sie ressourcenschonend zu Sekundärrohstoffen verarbeitet werden können. Bei vielen Materialien klappt schon das gut, bei manchen Kunststoffen ist es schwierig. Noch besser als selbst das beste Recycling ist es aber, Abfälle gar nicht erst entstehen zu lassen.

BR: Wohlstand oder Wachstum? Auf der Suche nach dem rechten Maß (03.03.2022)
Das Wirtschaftswachstum eines Landes gilt immer noch als Indikator für den Wohlstand der Bürger. Wächst die Wirtschaft, schafft das Arbeitsplätze, steigen Steuereinnahmen und Konsum, so die landläufige Meinung. Der Indikator dafür ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Allerdings gibt es zunehmend Kritik an diesem Konzept.

DLF: Vor 50 Jahren erschien „Die Grenzen des Wachstums“ – Szenarien für die Entwicklung der Welt (01.03.2022)
Vom Wissen zum Handeln kommen – das wollten die Forschenden, die die Studie über „Die Grenzen des Wachstums“ im Auftrag des Club of Rome erarbeiteten und 1972 veröffentlichten. Die Resonanz reichte weit über die wissenschaftliche Fachwelt hinaus – und erschütterte den Glauben an die Allmacht der Technologie. Doch die von den Autoren geforderte Gleichgewichtswirtschaft setzte niemand um.

IMF: Paolo Mauro: Adding Ethics to Public Finance (01.03.2022)
Should the rich pay more taxes than the poor? Economists and public finance practitioners have traditionally focused on economic efficiency when answering questions like that, steering clear of any moral considerations that could be seen as subjective. But recent work by evolutionary moral psychologists suggests that a more human approach to policy decisions can lead to better policies that muster broader support. Paolo Mauro is Deputy Director in the IMF Fiscal Affairs Department. In this podcast, he says considering people’s moral perspectives makes policy choices more politically feasible and sustainable.

SWR: Letzte Warnung – Stoßen wir an die Grenzen des Wachstums? (23.02.2022)
Vor genau 50 Jahren stellte der Club of Rome seinen ersten Bericht zur Lage der Menschheit vor. Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, Raubbau der natürlichen Ressourcen – die Aussichten waren düster. Wo stehen wir heute, fünf Jahrzehnte später? Was hat der Bericht bewirkt? Und wo liegen Handlungsoptionen für eine nachhaltige Zukunft? Axel Weiß diskutiert mit Dr. Michael Kopatz, -Umweltwissenschaftler, Prof. Dr. Hartmut Rosa – Soziologe, Prof. Dr. Angelika Zahrnt – Wirtschaftswissenschaftlerin

BR: Bitcoin: Echte Alternative zum Finanzsystem oder verschrobene Weltanschauung? (23.02.2022)
Rund um Bitcoins ranken sich viele Mythen und Ideen, wie ein alternatives Finanzsystem aussehen könnte. Und es gibt eine kleine Gruppe Eingeschworener, für die Bitcoin eine eigene Weltanschauung ist. Sie treffen sich in engen Zirkeln bei Stammtischen und Sommercamps, sie diskutieren, wie die Welt mit dieser Kryptowährung gerechter und nachhaltiger gestaltet werden könnte und sie lehnen das auf Aktien basierende Sparen rundweg ab. Was ist dran an dieser Einstellung? Kann eine technologiebasierte Währung das jetzige Geldsystem ablösen – und wer sind die Leute, die so fest an den Umsturz glauben?

DLF: Ex-Steueroase Liechtenstein? – Neue Regeln, alte Lasten, gute Geschäfte (22.02.2022)
Nach starkem internationalen Druck erklärte das Fürstentum im Jahr 2009, nicht länger als Fluchtburg für Schwarzgeld dienen zu wollen. Trotzdem wird weiterhin gut verdient: An alten und neuen Vermögen, die es in den Mini-Staat am Oberrhein zieht.

SWR: Mehr Schulden machen! – Wie Staaten die Klimawende finanzieren (21.02.2022)
Eine Billion Euro kostet der Klima-Umbau der europäischen Wirtschaft. Woher soll das Geld kommen? Vertreter der Modern Monetary Theory (MMT) fordern eine neue Finanzpolitik. Alte Schreckgespenster wie Staatsschulden und Inflation spielen für sie keine Rolle.

Deutschlandfunk Kultur: Währungsverfall in der Türkei – Die Lira stürzt, Erdogan auch? (21.02.2022)
Die Türkei im Krisenmodus: eine offizielle Inflation von 50 Prozent, die Lira im Absturz und ein Präsident Erdogan, der mehr Problem als Lösung ist. Leidtragende sind die Türken, die Essen und Miete bald nicht mehr bezahlen können.

HR: Im freien Fall nach oben – Die Türkei in der Super-Inflation (17.02.2022)
Alles wird teurer in der Türkei: Die Inflationsrate für Januar lag bei 48,7 Prozent. Das ist der höchste Stand seit fast 20 Jahren. Viele Ökonomen machen Staatschef Erdogan für die Misere verantwortlich. Er mischt sich immer stärker in die Geldpolitik der Zentralbank ein. Warum ist besonders in der Türkei die Inflation so hoch?

Deutschlandfunk Kultur: China gegen Litauen – Die EU laviert in der Taiwan-Frage (16.02.2022)
Eskaliert der Streit zwischen Litauen und China, nachdem die EU nun vor der WTO ein Verfahren eingeleitet hat? Und wie bereit ist die EU wirklich, ihre Mitgliedsländer gegen wirtschaftlichen und politischen Druck aus Drittstaaten zu verteidigen?

BR: Was, wenn die künstliche Intelligenz übernimmt? (16.02.2022)
KI wird in immer mehr Unternehmen eingesetzt. Manchmal um die Mitarbeiter von Routinearbeit zu entlasten, manchmal aber übernehmen die Computer auch die Entscheidungen und damit dreht sich das Verhältnis um: Der Mitarbeiter wird zum Handlanger der Maschine. Beispiel Banken. Dort übernehmen manchmal Roboter schon die Anlageentscheidung eines Investmentfonds. Und manchmal, da ersetzt die KI den Menschen sogar komplett.

IMF: Eswar Prasad on the Future of Money (15.02.2022)
When was the last time you used cash? In his latest book, Eswar Prasad looks at a world, not that far off, where using cash will no longer be an option. Prasad is a professor of economics at Cornell University, and his book, The Future of Money, describes how digital currencies and other financial technologies are reshaping everything from consumer banking to monetary policy and international payments. In this podcast, he discusses the book with Finance and Development Magazine editor Chris Wellisz

WDR: Ex-Steueroase Liechtenstein? – Neue Regeln, alte Lasten, gute Geschäfte (13.02.2022)
Nach starkem internationalem Druck erklärte das Fürstentum im Jahr 2009, nicht länger als Fluchtburg für Schwarzgeld dienen zu wollen. Trotzdem wird weiterhin gut verdient: An alten, aber auch neuen Vermögen, die es in den Mini-Staat am Oberrhein zieht.

DLF: Amazon drängt in Seefahrt-Logistik (10.02.2022)

Tagesschau: Klimawandel in Deutschland? Was dann? (10.02.2022)
Mal angenommen der Klimawandel trifft Deutschland noch stärker. Gibt’s dann Orangen aus Sachsen? Stehen unsere Keller ständig unter Wasser? Gehen ganze Städte unter? Ein Gedankenexperiment.

HR: Die neuen Bankräuber: Immer häufiger werden Geldautomaten gesprengt (09.02.2022)
Nahezu täglich werden Geldautomaten in Deutschland gesprengt., In Hessen ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Prozent gestiegen, 56 Taten wurden im Jahr 2021 registriert. Die Diebstahlsumme liegt bei rund 2,75 Millionen Euro. Hinzu kommen Sachschäden von mehr als 2,5 Millionen Euro. Die Erfahrungen der letzten Jahre belegen, dass insbesondere präventive Maßnahmen der Schlüssel sind, um dieses Phänomen nachhaltig zu bekämpfen. Nachbarstaaten wie Frankreich und den Niederlanden ist es bereits gelungen, durch abgestimmte Präventionskonzepte und intensive Maßnahmen die schwerkriminellen Banden zu verdrängen – insbesondere nach Deutschland. Wie gehen die Täter vor? Und was tun Banken und Polizei, um das Problem in den Griff zu bekommen?

Deutschlandfunk Kultur: Überwachung am Arbeitsplatz – Wenn der Chef mitliest (08.02.2022)
Seit immer mehr Menschen im Homeoffice arbeiten, ist die Nachfrage nach Überwachungssoftware gestiegen. Damit lassen sich Angestellte bis auf den Klick genau kontrollieren. Aber ist das in Deutschland auch erlaubt?

BR: Mein Wohl, Dein Wohl, Unser Wohl – Aufschwung für die Gemeinwohlökonomie (07.02.2022)
Ludwig Erhard hat die soziale Marktwirtschaft ausgerufen. Der Staat sichert den freien Wettbewerb bei gleichzeitiger Wahrung sozialen Gleichgewichts. Allerdings ist unser Wirtschaftssystem aus den Fugen geraten. Es zählt häufig nur noch Gewinnmaximierung, ethische, soziale und nachhaltige Werte sind vielfach verloren gegangen. Um die Fugen wieder zu kitten hat der österreichische Wirtschaftsreformer Christian Felber das Modell der Gemeinwohlökonomie populär gemacht – Kooperation und Solidarität statt Konkurrenz und Gewinnmaximierung. Und die neuen Werte lassen sich genau bilanzieren in der so genannten Gemeinwohlbilanz.

HR: Die heilige Nachhaltigkeit (07.02.2022)
Haltung der EU, Stand 2021: Atomenergie ist gefährlich und Erdgas ist nicht nachhaltig. Haltung der EU, Stand 2022: Investitionen in neue Gas- und Atomkraftwerke sind unter bestimmten Auflagen klimafreundlich und nachhaltig. Was ist an so einer Kehrtwende jetzt Wissenschaft und was ist Willkür? Dahinter stehen in diesem Fall wirtschaftliche und politische Interessen. Aber die alles entscheidende Frage lautet doch: Wie kann etwas mal nachhaltig sein und dann wieder nicht? Und wer entscheidet das eigentlich? Kein anderer Begriff hat in den letzten Jahrzehnten so eine Karriere hingelegt wie der der Nachhaltigkeit. Zu Recht? Können wir vielleicht aus der Vergangenheit lernen, was wirklich nachhaltig ist. Von uns Europäern im Mittelalter, vor der Industrialisierung?

DLF: Alt, aber kein Idiot – Spaniens Rentner fühlen sich von Banken im Stich gelassen (07.02.2022)

Deutschlandfunk Nova: Was passiert, wenn Big Tech ganze Märkte besitzt – Soziologe Philipp Staab (06.02.2022)
Einige Digitalunternehmen sind riesig. Sie bieten nicht nur Dienstleistungen an, sondern regelrechte Märkte. Zu denen sie dann wiederum den Zugang kontrollieren. Der Soziologe Philipp Staab erklärt diesen digitalen Kapitalismus. Er sagt, diese Art des Wirtschaftens werde zum Vorbild auch für andere Arbeitsbereiche.

Deutschlandfunk Kultur: FinTech als Entwicklungsmotor – Die Bank auf dem Smartphone (05.02.2022)
Einfach mal zur Bank gehen – was für viele im globalen Norden zum Alltag gehört, ist für über eine Milliarde Menschen fernab der Realität. Sogenannte FinTech-Startups wollen das ändern und so die Wirtschaft ankurbeln.

IMF: Ippei Shibata and Carlo Pizzinelli on the Puzzling Labor Market (03.02.2022)
When the pandemic hit two years ago, millions of people quickly found themselves unable to work because of the nature of their jobs or because of the recession that ensued. But now, as economies are picking up- why are companies having such a hard time hiring workers? In this podcast, journalist Rhoda Metcalfe asks economists Carlo Pizzinelli and Ippei Shibata what’s behind the labor shortage in many advanced economies. Shibata and Pizzinelli’s latest research looks at current trends in the US and UK and suggests there are many pieces to the labor market puzzle.

SWR: FinTechs statt Bankfiliale – Finanzgeschäfte per App (02.02.2022)
Immer mehr junge Menschen legen Geld in ETFs oder Fonds an und managen ihre Finanzen über Apps oder Online-Broker. Möglich machen das neue Player. Ihr größtes Verkaufsargument: bequemes Banking übers Smartphone. Die etablierten Banken sind jungen Menschen zu teuer, die Beratung zu schlecht.

DLF: Joachim Nagel – Welche Aufgaben auf den neuen Bundesbank-Chef zukommen (02.02.2022)
Joachim Nagel ist der neue Chef der Bundesbank. Damit ist der Ökonom für die Geldpolitik in Deutschland und in der Eurozone mitverantwortlich. Die Herausforderungen, denen sich Nagel stellen muss, sind groß: hohe Inflation, schwächelnde Wirtschaft und der Kampf gegen die Coronakrise.

Deutschlandfunk Kultur: Syrische Geflüchtete in der Türkei – Ausgebeutet in der Recyclingindustrie (01.02.2022) 
In der türkischen Recyclingindustrie landen vor allem Plastikabfälle aus Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien. Oft arbeiten dort Geflüchtete für wenig Geld mit giftigen Stoffen und Dämpfen – ohne Sozialversicherung und Arbeitsschutz.

DLF: Viren und Welthandel – Die Neue Seidenstraße im Zeitalter der Pandemie (01.02.2022)
Chinas Staatspräsident Xi Jinping sprach anfangs von einer „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit“, die dadurch näher zusammenrücken würde. Inzwischen zeigt sich: Es geht um eine neue Weltordnung, in der China die USA als dominierende Macht ablösen soll.

DLF: Panamakanal sucht Wasser – Klimawandel am Nadelöhr des Welthandels (30.01.2022)
Am Panamakanal bleibt der Regen immer häufiger aus. Für die Weltwirtschaft verheißt das nichts Gutes. Denn mit ihren globalisierten Lieferketten ist sie auf einen hocheffektiven Güterverkehr angewiesen. Doch der Klimawandel wird die Seewege nicht verschonen – und die Nadelöhre besonders hart treffen.

Deutschlandfunk Kultur: Warum deutsche Hersteller das Nachsehen haben (28.01.2022)
Erst wurden deutsche Firmen staatlich gefördert, um FFP2-Masken herzustellen. Nun sind sie im Krisenmodus: Behörden würden nur das Billigste kaufen, kritisiert Andreas Mühlberger vom Maskenverband. Das berge Risiken – auch für die Gesundheit.

SWR: Viren und Welthandel – Die neue Seidenstraße im Zeitalter der Pandemie (28.01.2022)
China nannte sein 2013 begonnenes Projekt zum Ausbau interkontinentaler Handels- und Infrastrukturnetze Belt and Road Initiative. Sie sollte die Volksrepublik mit Afrika, Asien und Europa verbinden und knüpft an die historischen Seidenstraßen an. Chinas Staatspräsident Xi Jinping sprach anfangs von einer „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit“, doch inzwischen zeigt sich: Es geht um eine neue Weltordnung, in der China die USA als dominierende Macht ablöst.

SR: Ford gegen Ford – Ein „entwürdigendes“ Duell (25.01.2022)
Das Ford-Werk im saarländischen Saarlouis tritt gegen das Ford-Werk im spanischen Valencia an. Nur eines der beiden Werke soll in Zukunft ein neues E-Autos bauen. Aktuell läuft ein „Bieterverfahren“ zwischen beiden Werken: Wer produziert günstiger?

DLF: Diebstahl auf der Ladefläche – Wie Kriminelle die Transportbranche schädigen (25.01.2022)
Jeden Tag werden auf Parkplätzen und Autohöfen Planen aufgeschnitten – und dabei Waren gestohlen, noch bevor sie in die Läden kommen. Nach Schätzungen entsteht dabei in Deutschland jährlich ein Schaden von 1,3 Milliarden Euro. Die Dunkelziffer ist hoch.

Deutschlandfunk Kultur: Lokalwährungen in Krisenzeiten – Unser Geld, hiergeblieben! (23.01.2022)
Geld, das nur in einer ganz bestimmten Region ausgegeben werden kann, stärkt die lokale Wirtschaft und mit ihr das Gemeinschaftsgefühl. In Spanien setzen Kommunen auf analoge und digitale Währungen. Sie bewähren sich vor allem in Krisenzeiten.

Deutschlandfunk Kultur: Microsoft kauft Activision Blizzard – Was hinter dem 70-Milliarden-Dollar-Deal steckt(22.01.2022)
Fast 70 Milliarden US-Dollar möchte Microsoft bezahlen, um den Games-Konzern Activision Blizzard aufzukaufen. Im Tech-Sektor gilt dieser Kauf als der größte Deal der Geschichte. Warum will Microsoft so viel Geld für Videospiele ausgeben?

DLF: Büsum, Marokko und zurück – Der lange Weg der Nordsee-Krabbe bis aufs Brötchen (21.01.2022)

HR: Swift – die Finanzwaffe (20.01.2022)
Kriegsgefahr in Europa: Erwägt Russland einen Angriff auf die Ukraine? Mit welcher Drohung kann der Westen Putin davon abhalten? Auf der Suche nach einem scharfen Schwert, mit dem man drohen könnte, kommt wieder das Banken-Transaktions-System SWIFT ins Gespräch. 99 Prozent des Internationalen Zahlungsverkehrs werden darüber abgewickelt, 11000 Banken aus 200 Ländern beteiligen sich daran. Wir alle kennen es durch die BIC Nummer auf unserer Geldkarte. Würde Russland aus diesem System ausgeschlossen, träfe es zweifellos die Wirtschaft dort hart. Keinerlei Auslandsgeschäft wäre mehr möglich. Doch es wäre ein zweischneidiges Schwert: Wie könnten wir denn dann noch unsere Gasrechnung bezahlen? Außerdem wird eine eigentlich neutrale Institution für politische Zwecke instrumentalisiert – nicht zum ersten Mal, übrigens. Die Folgen sind übersehbar: Eine „Atombombe für die Kapitalmärkte“ nennt Friedrich Merz den Ausschluss Russlands. Und am Ende könnte er sogar dazu führen, dass Russland mit China ein alternatives Zahlungssystem gründet und sich der Westen unterm Strich nur weiter schwächt.

DLF: Teure Transformation – Wer zahlt für die Rettung des Klimas? (19.01.2022)
Diskussionssendung mit Klaus Dörre, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Veronika Grimm, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Mitglied des Sachverständigenrates, Niko Paech, Universität Siegen und Carolin Schenuit, Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS)

DLF: Streifzüge durch Schleswig-Holstein – Arm, aber glücklich? (15.01.2022)
Schleswig-Holstein belegt im Glücksatlas regelmäßig einen Spitzenplatz: Hier leben die zufriedensten Deutschen. Das hat allerdings nicht unbedingt etwas mit besonderem Wohlstand zu tun, sagen die Autoren der Studie. Denn besonders reich ist das nördlichste Bundesland nicht. In Kiel wächst jedes dritte Kind in Armut auf, und auf dem Land müssen viele Menschen mit niedrigen Löhnen, langen Pendelstrecken und fehlenden Kita-Plätzen auskommen.

DLF: Wenn der Computer entscheidet – Möglichkeiten und Grenzen von künstlicher Intelligenz (15.01.2022)
Künstliche Intelligenz dringt immer mehr in den Alltag vor – in Staubsaugerrobotern, selbstfahrenden Autos oder Drohnen. Die Technik macht vieles einfacher, birgt aber auch Risiken. Regulierung gibt es bisher kaum – das soll sich jetzt ändern.

SWR: 50 Jahre „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome: Ein Mathematiker lieferte eine komplexe Computerrechnung (12.01.2022)
Die berühmte Schrift „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome ist jetzt 50 Jahre alt. Woher der enorme Erfolg des Buches von Dennis L. Meadows? Kein anderes Buch war damals wissenschaftlich so gut begründet, so der Umwelthistoriker Franz-Josef Brüggemeier von der Universität Freiburg in SWR2. Der Mathematiker Meadows habe damals eine komplexe Computerrechnung präsentiert. „Das war neu“, so Brüggemeier, „und das war auch einer der wesentlichen Gründe, weshalb das Buch damals so einschlug.“

Deutschlandfunk Kultur: Digital-Technik in der Justiz – Software im Namen des Volkes (10.01.2022)
Programme und Algorithmen könnten das Rechtssystem der Zukunft verändern. Die einen sehen darin eine Chance: Betroffene können schneller zu ihrem Recht kommen, Richterinnen vorurteilfreier entscheiden. Andere fürchten eine automatisierte Justiz.

DLF: Der Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman – Steuern, Ungleichheit und Demokratie (09.01.2022)
„Der Triumph der Steuerungerechtigkeit ist vor allem eine Absage an die Demokratie“ – so die zentrale Botschaft von Gabriel Zucman. Beispielsweise gleiche das Steuersystem der USA inzwischen weniger einer Demokratie als einer Plutokratie. „Mit Spitzensteuersätzen von gerade einmal 20 Prozent wird sich der Reichtum dort weiterhin nahezu ungehindert vermehren, und damit auch die Macht der Reichen.”

HR: Autonomes Fahren – Gefahr oder Segen? (05.01.2022)
2022 wird es einen großen Entwicklungsschritt bei der Etablierung des Autonomen Fahrens geben: So sollen Autonome Kraftfahrzeuge der Stufe 4 (die höchste Stufe ist 5) in Deutschland in diesem Jahr in den Regelbetrieb gehen, so hat es die letzte Bundesregierung beschlossen. Zur Zeit fehlt noch eine Verordnung dazu, die voraussichtlich im Februar im Bundesrat verabschiedet wird. Dann ist es soweit und Deutschland wird das erste Land sein, das diese Technologie aus dem Labor in den Alltag holt. Auch die Hersteller kommen mit großen Neu-Entwicklungen auf den Markt. Und in manchen deutschen Städten wie etwa München werden vollautonome Taxis-Shuttle-Systeme eingeführt. Wo und welchen Umfang werden uns Autonome Kraftfahrzeuge in Zukunft im Alltag begegnen? Und werden wir irgendwann voll autonom auf den Straßen unterwegs sein?

Deutschlandfunk Kultur: Verordnetes Glück in Bhutan? – Fortschritt und Glück im Himalaya-Staat (04.01.2022)
Der Himalaya-Staat Bhutan ist das einzige Land der Welt, das seine Entwicklung am Bruttonationalglück ausrichtet. Doch auch in Bhutan haben Tourismus und Digitalisierung negative Folgen. Wie geht das Land damit um?

NDR: Abschied von der D-Mark – Die Euro-Einführung vor 20 Jahren (03.01.2022)
Seit 20 Jahren zahlen wir mit Euro und nicht mit DM. Die Währungsumstellung als Mammutaufgabe glückte, die wirtschaftliche Integration nur bedingt. Am 1. Januar 2002 löste der Euro in Deutschland die D-Mark offiziell als Bargeld ab. Die Bundesbank verteilte die neuen Scheine und Münzen mit Hochsicherheitstransporten im Land – zu Banken und Sparkassen, Geldautomaten und Einzelhändlern. Die Währungsumstellung war für alle Beteiligten eine gigantische Aufgabe. Übergangsweise gab es zwei Währungen: Taxifahrer arbeiteten mit zwei Geldbeuteln, Händler mit zwei Kassen. Viele Kunden zahlten mit D-Mark und bekamen Euro heraus. Anfangs stieß der Euro auf große Skepsis, war zwischenzeitlich sogar als „Teuro“ verschrien, doch nach 20 Jahren zeigt sich: Der Euro ist mindestens genauso stabil wie die D-Mark. Auch Fälscher haben bei Euro-Münzen und -Scheinen kaum eine Chance. Mittlerweile ist der Euro für 340 Millionen Menschen in 19 europäischen Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Auch wenn sich der Euro zu einer der wichtigsten Währungen der Welt entwickelt und die europäische Identität gestärkt hat – politische Risse hat er in der Wirtschafts- und Wertegemeinschaft nur bedingt kitten können. In der Europäischen Zentralbank, der obersten Währungshüterin, wirken national sehr unterschiedliche Kräfte. Gerade Deutschland fällt es immer wieder schwer, sich mit der lockeren Zins- und Geldpolitik der EZB zu arrangieren.

SWR: 20 Jahre Euro – Garant für Stabilität und Frieden (03.01.2022)
Länder, die eine gemeinsame Währung haben, führen nie mehr gegeneinander Krieg. Das war ein Grund für die Einführung des Euro. Am 1. Januar 2002 löste er in Deutschland offiziell die D-Mark als Bargeld ab. Anfangs taten sich die Deutschen schwer mit dem „Teuro“

DLF: Start des Euro-Bargelds vor 20 Jahren – Als das Aus für Mark und Pfennig kam (02.01.2022)
Mit Euro-Scheinen und -Münzen kann mittlerweile in 19 europäischen Ländern gezahlt werden. Und 340 Millionen Menschen tun das auch – ganz selbstverständlich. Dabei war anfangs die Aufregung groß, als der Euro am 1. Januar 2002 in Deutschland die D-Mark ablöste.

HR: Happy Birthday: Euro-Scheine und -Münzen werden 20! (30.12.2021)
Vor zwanzig Jahren löste in Deutschland der Euro als Bargeld die D-Mark ab. Die Währungsumstellung war eine gigantische Aufgabe. Dazu stieß der Euro anfangs auf große Skepsis, doch mittlerweile zeigt sich: Er ist mindestens genauso stabil wie die D-Mark.

NDR: Brexit tut weh – Bilanz einer Trennung (30.12.2021)
Seit einem Jahr ist der Brexit wirtschaftliche Realität. Viele Briten spüren es schmerzlich. Auch für deutsche Unternehmen wächst die Bürokratie. Einen harten Ausstieg Großbritanniens aus der EU hat es nicht gegeben. Aber die Einigung in letzter Sekunde über ein Zollabkommen Ende Dezember 2020 hat die Brexit-Probleme nicht gelöst. Ein Jahr nach dem Brexit ist klar: Die britische Wirtschaft ist nicht stärker, sondern schwächer geworden: durch Zollbürokratie und Grenzkontrollen, durch Lizenzprobleme und neue Standards, durch Einreise- und Visa-Regelungen. Die negativen Folgen des Brexits treffen Unternehmen und Beschäftigte genauso wie Verbraucherinnen und Verbraucher. Der Brexit tut weh – auf beiden Seiten des Ärmelkanals.

SWR: 20 Jahre Euro – Eine Währung zwischen Hoffen und Bangen (29.12.2021)
Vor zwanzig Jahren löste der Euro die D-Mark ab. Mit der europäischen Währung verbanden sich große Hoffnungen und manche Ängste. Die Währungsunion ruhte auf einem wackeligen Fundament. Denn ohne eine gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik konnten die Interessen der reicheren und ärmeren Staaten kaum auf einen Nenner kommen. Trotzdem überstand der Euro die härtesten Krisen. Aber schafft er das auch in Zukunft? Thomas Ihm diskutiert mit Prof. Dr. Friedrich Heinemann – Wirtschaftsforscher am ZEW Mannheim, Prof. Dr. Bernd Lucke – Volkswirtschaftler, Universität Hamburg, Lisa Nienhaus – Wirtschaftsredakteurin der Wochenzeitung „DIE ZEIT“.

Deutschlandfunk Kultur: Großbritannien – Ein Jahr nach dem Brexit (29.12.2021)
Im Vereinigten Königreich breitet sich ein Jahr nach dem endgültigen EU-Austritt Ernüchterung aus. Alles wurde teurer und zeitaufwendiger. Doch für Premier Johnson begann mit dem „Post Brexit Britain“ ein neues Kapitel in der Geschichte des Landes.

SWR: Brexit tut weh – Bilanz einer Trennung (28.12.2021)
Ein Jahr nach dem Brexit ist klar: Die britische Wirtschaft ist nicht stärker, sondern schwächer geworden: durch Zollbürokratie und Grenzkontrollen, durch Lizenzprobleme und neue Standards, durch Einreise- und Visa-Regelungen. Das Feature zeigt, wie umständlich der Transport von Waren von Deutschland nach Großbritannien bzw. von Großbritannien in die EU geworden ist; wie bürokratisch ein längerer Arbeitsaufenthalt in Großbritannien; wie ärgerlich der Einkauf bei einem britischen Online-Shop. Der Brexit tut weh – auf beiden Seiten des Ärmelkanals.

Deutschlandfunk Kultur: Geschichte des Neoliberalismus – Ein Gespenst geht um in der Welt (28.12.2021)
Spätestens seit der Finanzkrise ist der Neoliberalismus zum Kampfbegriff geworden, mit dem wirtschaftliche und politische Fehlentwicklungen gebrandmarkt werden. Als er in den späten 1930er-Jahren entstand, sollte er totalitären Systemen entgegenwirken.

DLF: Wachstumsmarkt Luftraum – Die Drohnenindustrie hebt ab (27.12.2021)
Mit großen Erwartungen fließt viel Geld in die deutsche Drohnenindustrie. Die Welt wird sich durch Drohnen verändern, heißt es. Doch bevor Lieferdrohnen und Flugtaxis hierzulande zum Einsatz kommen, müssen noch viele Fragen geklärt werden – vor allem, ob wir sie brauchen.

Deutschlandfunk Kultur: Rückbau statt Aufbruch – Bei der Windkraft herrscht Flaute (21.12.2021)
Eigentlich müsste die Windkraft in Deutschland dringend ausgebaut werden. Stattdessen droht vielen Windkraftanlagen der Abriss: Denn nach dem Auslaufen der EEG-Förderung können sie nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Was tun?

DLF: Inflation in der Türkei – Erdogans Konjunktursorgen (21.12.2021)
Die türkische Zentralbank senkt ungeachtet der hohen Inflation seit Monaten die Zinsen – die nationale Währung Lira hat massiv an Wert verloren. Kurzzeitig hat sich dieser Trend zwar umgekehrt. Doch bleibt unklar, wie nachhaltig diese Entwicklung ist. Was steckt hinter Erdogans Wirtschaftspolitik?

IMF: Barry Eichengreen: In Defense of Public Debt (21.12.2021)
Much has been said and written about the dangers of government borrowing. In their new book, In Defense of Public Debt, economic historian Barry Eichengreen and his co-authors trace the evolution of sovereign debt from the wars of medieval Europe through the Covid-19 crisis, illustrating public debt’s many positive uses, from reacting to financial crises to building public works

BR: Ein Problem wie andere auch? Die Versicherungsbranche und Corona (20.12.2021)
Seit bald zwei Jahren hat die Corona-Pandemie Deutschland und die ganze Welt im Griff. Ein Bereich, von dem man denken könnte, dass er besonders negativ betroffen ist, sind die Versicherer – sowohl die privaten als auch die gesetzlichen. Aber dort hört man bisher: Corona ist ein Risiko wie andere auch

WDR: NRW-Corona-Soforthilfe – mehr Schaden als Nutzen? (20.12.2021)
Die kleinen Selbstständigen in NRW sollen nach Willen der Landesregierung den Löwenanteil der Corona-Soforthilfe zurückzahlen. Dagegen laufen die Betroffenen Sturm und ziehen vor die Verwaltungsgerichte des Landes

WDR: Brexit tut weh – Bilanz einer Trennung (19.12.2021)
Einen harten Ausstieg Großbritanniens aus der EU hat es nicht gegeben. Aber die Einigung in letzter Sekunde über ein Zollabkommen Ende Dezember 2020 hat die Brexit-Probleme nicht gelöst. Beide Seiten spüren die negativen Folgen.

HR: Digitales Gold? Auf der Suche nach Kryptowährungen (14.12.2021)
Kryptowährungen könnten das Zahlungsmittel der Zukunft sein. Fälschungssicher, digital, direkt. Da gibt es keine Bank, die Kontoführungsgebühren einstreicht. Man hat weltweit Zugriff. Allerdings muss man auf seine digitale Geldbörse, das „Wallet“ gut aufpassen. Wohin mit der rund 64-stelligen Zeichenkombination, die man zum Öffnen braucht? Wo kann man sie speichern und was, wenn der Speicherort verloren geht, die Festplatte ihren Geist aufgegeben hat? Und welche Kryptowährung ist für wen sinnvoll, als Zahlungsmittel oder Geldanlage? Alles ziemlich kryptisch mit den Kryptowährungen. Wir versuchen eine Entschlüsselung.

Deutschlandfunk Kultur: Gold als Anlage – Umstrittene Krisenwährung in unsicheren Zeiten (12.12.2021)
163 Tonnen Gold – so viel haben deutsche Anleger im Krisenjahr 2020 gekauft. Damit steht die Bundesrepublik auf Platz zwei nach China. Aber das edle Metall ist nicht so lukrativ und krisenresistent, wie viele glauben. Die Herkunft ist oft dubios.

SWR: P = ϕ (A, B, γ) – Ein Schuldenwiderstandsoratorium (12.12.2021)
Die Schulden der einen sind die Gewinne der anderen. Die Finanz- und die Euro-Krise haben das deutlich gemacht. Doch wer zahlt am Ende?

HR: Nicht nur zu Weihnachten: Pakete ohne Ende (11.12.2021)
Die Pandemie hat den Boom im Online-Handel noch verstärkt. Paketboten ertrinken in Arbeit, Innenstädte leiden unter dem Verkehr und der Einzelhandel kämpft ums Überleben.

SWR: Baustelle Bahn: Wohin geht die Reise? (11.12.2021)
Der Bahnverkehr in Deutschland bleibt trotz angekündigter Verkehrswende das Sorgenkind: Unpünktliche Züge, höhere Ticketpreise und eine hochverschuldete Deutsche Bahn AG sorgen bei vielen Fahrgästen und Politikern für Dauerfrust. Mit mehr Wettbewerb auf der Schiene, mehr Personal und vielen Investitionen soll der Bahnverkehr in die Zukunft geführt werden.

DLF: Polens Trucker – Harter Weg nach Westen, Konkurrenz im Osten (11.12.2021)
Die große Freiheit on the road verspüren wohl nur die wenigsten – die Transport- und Logistikbranche ist ein hartes Geschäft. Fahrerinnen und Fahrer werden zwar überall händeringend gesucht, an dem schlechten Arbeitsbedingungen ändert sich dadurch aber kaum etwas. Vor allem im Osten Europas macht sich die Preistreiberei bemerkbar.

SWR: Babys für die Welt – Das Geschäft mit ukrainischen Leihmüttern (10.12.2021)
Kinder bei einer Leihmutter zu bestellen, scheint für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch eine Alternative. In Deutschland ist es verboten, in der Ukraine ein Geschäftsmodell.

Deutschlandfunk Kultur: Verhaltensforschung in der Ökonomie – Die Grenzen der Vernunft (07.12.2021)
Über Jahrzehnte haben Forscher wie die Nobelpreisträger Daniel Kahneman und Reinhard Selten über rationales und irrationales Verhalten in der Wirtschaft geforscht. Neue Ansätze könnten gerade in der heutigen Zeit hilfreich sein.

DLF: Kohleausstieg bis 2030 – Das Mitteldeutsche Revier unter Druck (07.12.2021)
Mehr als 7.000 Beschäftigte sind vom Kohleausstieg im Mitteldeutschen Revier betroffen. Allerdings hatten sie sich aufs Enddatum 2038 eingestellt, jetzt heißt es im Koalitionsvertrag: Kohleausstieg „idealerweise bis 2030“. Kann ein so schneller Ausstieg sozialverträglich gelingen?

DLF: Klimaneutralität – Leeres Label oder echter Wandel? (05.12.2021)
Viele Firmen, Kommunen oder Staaten haben das Ziel „Klimaneutralität“ ausgerufen. Bestenfalls unternehmen sie aktiv etwas, um die klimaschädlichen Emissionen zu reduzieren. Oft genug setzen sie aber lediglich auf CO2-Kompensation. Das wird auf Dauer nicht reichen.

rbb: Gestörte Lieferketten in den USA (04.12.2021)
Öffentliche Infrastruktur ist in den USA viele Jahre vernachlässigt worden. An den Seehäfen, die denen in Asien und Europa in puncto Technik und Ausstattung hinterherhinken, stauen sich die Containerschiffe und die Ladungen. Die gesamte Lieferkette fällt wie in einem Dominospiel, das globale Just-in-Time-Handelsmodell funktioniert nicht mehr.

SWR: Legales Cannabis: Kiffen für die Konjunktur? (04.12.2021)
Die Legalisierung von Cannabis soll dem deutschen Staat 4,7 Milliarden Euro einbringen. Investoren und Geschäftsleute warten auf Regeln, die sich realistisch umsetzen lassen. Noch sind Dealer nicht arbeitslos.

HR: Cannabis-Legalisierung: Wie wird das Geschäft mit dem Gras funktionieren? (04.12.2021)
Die Ampelkoalition hat die Legalisierung von Cannabis in ihren Koalitionsvertrag geschrieben. Wie das ganze allerdings aussehen soll, davon ist noch nicht die Rede. Wie könnte eine Cannabis-Legalisierung in Deutschland funktionieren? Wer wird am neuen Markt verdienen? Und was erhoffen sich die Befürworter?

IMF: Miles Kimball on Measuring National Well-Being (02.12.2021)
For all its strengths in measuring a country’s economy, GDP falls short when it comes to gauging the well-being of its residents. For example, per capita GDP numbers today suggest people in the US are better off now than they were before the pandemic, regardless of the enduring social and economic upheaval. The recognition that GDP cannot encompass many dimensions of well-being has prompted a search for measures that reflect a more complete account of what people care about. Miles Kimball is a Professor at the University of Colorado, Boulder, and is developing the principles for a national well-being index. In this podcast, Kimball says the index would also serve to grade governments.

DLF: Die Macht der Digitalkonzerne – Gesucht: Regeln für Facebook, Google und Co. (01.12.2021)
Die Dominanz amerikanischer Konzerne wie Marc Zuckerbergs Meta, der Google-Dachfirma Alphabet oder Amazon ist vielen in der EU ein Dorn im Auge. Es geht nicht mehr darum, ob die Unternehmen systematisch reguliert werden sollen, sondern wie. Doch das passende Regelwerk zu finden, ist keinesfalls einfach.

HR: Herausforderung Corona – über wirtschaftliche Gewinner und Verlierer (30.11.2021)
Bislang ist die große Job-Krise ausgeblieben. Ist die Wirtschaft so resilient oder hängt sie einfach nur am Hilfs-Tropf des Staates?

NDR: Regionalwert AG – Bürger investieren in nachhaltige Landwirtschaft (30.11.2021)
Nachhaltig erzeugte Lebensmittel zu kaufen, möglichst aus der Region – das ist vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern zunehmend wichtig. Landwirte, die sich dieser Idee verschrieben haben, gibt es zahlreiche. Nur: längst nicht alle kommen finanziell gut über die Runden. Die Marktgesetze von Handel und Zwischenhandel sowie das durchaus differenzierte Konsumentenbewusstsein prägen das Preisschild im Supermarkt. Zum Leidwesen von bäuerlichen Betrieben. Die Regionalwert AG will das ändern. Am 30. November wird in Bremen die inzwischen neunte Regionalwert Aktiengesellschaft im deutschsprachigen Raum gegründet. Ihr Ziel: die regionale Lebensmittelversorgung zu transformieren – finanziert von Menschen aus der Region. BürgerInnen können Aktien kaufen und regionale Betriebe mit diesem Geld investieren. Die Partnerbetriebe müssen sich zu bestimmten sozialen und ökologischen Standards verpflichten. Damit soll die regionale Lebensmittelkette von den Bauernhöfen, über die Verarbeiter bis hin zu Handel und Gastronomie gestärkt werden.

SWR: Digitales Geld – Gehört Kryptowährungen die Zukunft? (29.11.2021)
Immer mehr Menschen legen ihr Geld in Kryptowährungen an. Wie sicher ist es dort? Ist das digitale Geld die Zukunft unseres Finanzsystems oder droht der Hype bald zu platzen?

HR: Ganz schön aufgeblasen – die Inflation (29.11.2021)
»Unser Gefühl trügt nicht: Es wird tatsächlich vieles teurer! Erst im Oktober ist die Inflationsrate in Deutschland wieder einmal nach oben geschnellt, auf 4,5 Prozent. Und wenn jetzt das Statistische Bundesamt die ersten Daten für November vorlegt, ist es eher unwahrscheinlich, dass dieser Wert deutlich sinkt. Nicht nur Strom, Sprit oder Heizöl legen zu, sondern auch viele andere Dinge des täglichen Bedarfs. Ein Problem vor allem für Menschen, die ohnehin schon wenig Geld haben. Warum bekommen wir die Inflation gerade nicht in den Griff – trotz Bundesbank, EZB und vielen Fachleuten in der Politik? Ist ein gewisses Maß an Inflation vielleicht sogar gewollt?«

NDR: Cyber-Angriffe auf Stadtverwaltungen, Kliniken, Verlage (23.11.2021)
Die Fälle im Norden häufen sich – Hacker bedrohen mittelständische Firmen und Gemeinden.

SWR: Back to the Routes – Wie die Lieferengpässe die Wirtschaft verändern (20.11.2021)
Lichterketten, Bücher, Geschirrspüler, Brettspiele – das wird grade alles knapp. Der Industrie machen Lieferengpässe zu schaffen, bei bestimmten Rohstoffen zum Beispiel oder bei Computer-Chips. Der Mangel fordert: neue Ideen. Und vielleicht ein Umdenken? Ist die weltweite Lieferkette ein Auslaufmodell? Und die aktuelle Krise eine Chance für den Produktionsstandort Deutschland oder Europa?

NDR: Gestörte Lieferketten – Marode Infrastruktur in den USA (17.11.2021)
Die Corona-Pandemie hat die weltweiten Lieferketten gestört. Nirgends wird das deutlicher als an der Westküste der USA. Täglich warten Dutzende Containerschiffe darauf, dass ihre Ladungen in den Häfen an der kalifornischen Küste gelöscht werden können. Der Just-In-Time-Handel stockt auch in den USA. Das liegt nicht nur an der Pandemie. Es wurde zu wenig in Häfen, Straßen und Bahn investiert. Der Containerstau ist nicht nur ein Symbol für das wankende globale „Just-In-Time-Handelsmodell“, das Jahrzehnte gut funktionierte und plötzlich infrage gestellt wird. Experten sehen die US-Konjunktur in Gefahr und befürchten durch höhere Transportkosten einen weiteren Inflationsschub. Der Containerstau verdeutlicht auch die marode Verkehrsinfrastruktur in vielen Regionen der USA. Dass Container nur so langsam entladen und Waren nur schleppend im Land verteilt werden können, liegt auch an verstopften Straßen und fehlenden Bahnstrecken.

SWR: Derzeit nicht lieferbar – Wem schadet der Warenmangel? (15.11.2021)
Lichterketten, Brettspiele, Bad-Armaturen: Die weltweiten Lieferengpässe betreffen immer mehr Produkte. Auch in der Wirtschaft spitzt sich die Materialknappheit weiter zu. Wie konnte es so weit kommen? Müssen wir uns wieder an Verzicht gewöhnen? Und ist dies die Trendwende der Globalisierung? Sina Rosenkranz diskutiert mit Prof. Dr. Julia Hartmann – Expertin für Lieferketten, Prof. Dr. Frank Trentmann – Wirtschaftshistoriker, Dr. Klaus Wohlrabe – Ökonom.

Deutschlandfunk Kultur: Traditionelles Handwerk – Achtung, Schlachtung! (13.11.2021)
Tiere schlachten, zerlegen, Wurst und Schinken machen. Das betreibt Lutz Lehmann leidenschaftlich seit 20 Jahren. Doch kleine Betriebe wie seiner haben es schwer in Zeiten von Massentierhaltung und Billiganbietern. Sein Rezept: Weitermachen.

DLF: Wenn das Geld kaum zum Leben reicht – Die Inflation und ihre Folgen (10.11.2021)
deutlich in unseren Portemonnaies: die Inflation treibt die Preise in die Höhe. Und für diejenigen, bei denen es ohnehin schon knapp ist, ist die Belastung am schmerzhaftesten. Warnungen vor den Inflationsrisiken kommen von vielen Seiten; wohingegen andere sicher sind, dass sich die Inflation im Frühjahr wieder abschwächt. Dennoch liegt der lange Winter vor uns. Und viele schauen auch angesichts steigender Heizkosten mit großer Sorge auf die kommenden Wochen und Monate. Wenn das Geld am Monatsende ohnehin schon kaum reicht, dann heißt es nun: noch mehr sparen. Aber an welcher Stelle, wenn sich alles so verteuert? 
Gäste: Alexander Kriwoluzky, Professor für Makroökonomie an der FU Berlin und Leiter der Abteilung Makroökonomie am DIW Berlin, Stephan Griebel-Beutin, Leiter der Caritas-Abteilung „Fachdienste für besondere Lebenslagen“, Frankfurt am Main; Volker Finthammer, Hautstadtstudio Deutschlandfunk

DLF: Leere Regale, lange Wartezeiten – Gestörte Lieferketten in den USA (07.11.2021)
Die Corona-Pandemie hat die globalen Lieferketten gestört. Das ist inzwischen auch für Konsumenten in den USA spürbar: auf Spielzeug, Elektronikgeräte und Ersatzteile müssen sie lange warten. Besserung ist nicht in Sicht.

DLF: Klimaforschung und Klimapolitik: Weltklimafrust – wie die Wissenschaft an der Politik verzweifelt (31.102.201)
Treibhausgase aus der Nutzung fossiler Energieträger heizen die Erdatmosphäre auf, der dadurch angestoßene Klimawandel wird gefährliche Folgen haben. Doch so früh Forscherinnen und Forscher auch warnten – ihre Kassandra-Rufe verhallten. Der Frust sitzt tief – eine Chronologie der vergeblichen Klimamüh.

Deutschlandfunk Kultur: George Bataille: „Der verfemte Teil“ – Eine Theorie der Verschwendung (31.10.2021)
Exzess, Verschwendung, Nicht-Verwertbarkeit: In seinem wieder aufgelegten Buch „Der verfemte Teil“ skizziert der Philosoph George Bataille eine Theorie des Nutzlosen, also all dessen, das sich nicht ins Weltbild der klassischen Ökonomie pressen lässt.

Deutschlandfunk Kultur: Cannabis Made in Germany – Der schwere Weg zur ersten Ernte (31.10.2021)
Seit 2017 kann Cannabis auf Rezept verschrieben werden, bisher wird die „grüne Medizin“ aus Holland und Kanada importiert. Drei Unternehmen sollten bis 2020 die Versorgung garantieren. Dann kam Corona.

rbb: Nur Zockerei? Der Handel mit Bitcoin & Co. (29.10.2021)
Neben dem bekannten Bitcoin werden zahlreiche weitere virtuelle Währungen gehandelt, doch nur ein kleiner Teil davon hat einen tatsächlichen Nutzwert. Beim großen Rest drohen den Anlegern massive Verluste.

DLF: CO2-Preis: Klimaklub oder wie könnte ein CO2-Grenzausgleich funktionieren? (29.10.2021)

DLF: Carbon Leakage – wenn Klimaschutz ganze Branchen in die Flucht treibt (28.10.2021)

HR: Was kostet der Klimawandel – zum Beispiel beim Trinkwasser? (28.10.2021)
Der Klimawandel kostet Geld – viel Geld. Von der Bekämpfung des Klimawandels über Maßnahmen zur Klimaanpassung bis zur Reparatur seiner Folgen. Nur: was kostet der Klimawandel genau? Jens Borchers und Oliver Günther gehen am Beispiel Trinkwasser der Frage nach dem Preis des Klimawandels nach. Und sie stellen dabei auch fest: wie teuer uns der Klimawandel kommt, hängt an Entscheidungen, die wir heute treffen.

Deutschlandfunk Kultur: Cannabis-Anbau in Sachsen – Ein Start-up und ein CDU-Politiker hoffen auf Wachstum(28.10.2021)
Mit der Ampelkoalition im Bund könnte die Nachfrage nach legal angebautem Cannabis steigen. Die Aussicht, den Anbau ausweiten zu dürfen, schürt Hoffnung in Ebersbach – beim Start-up Demecan, das Cannabis anbaut, und bei Bürgermeister Falk Hentschel.

DLF: Kulturgeschichte der Steuermoral: Steuerhinterziehung – zwischen Skandal und Kavaliersdelikt (28.10.2021)
Wenn Schwarzgeld und Offshorekonten auffliegen wie beim Sportfunktionär Ulrich Hoeneß oder den Pandora Papers, ist die Empörung groß. Die Gesellschaft versichert sich ihrer Normen und Werte. Aber die Einschätzung der eigenen, landestypischen Steuermoral stimmt nicht unbedingt mit der Wirklichkeit überein.

HR: Ausgebremst? Mythos Trucker-Romantik (27.10.2021)
Sie sind die Könige der Landstraße, Herrscher über hunderte von Pferdestärken und allein hinterm Steuer am glücklichsten. So geht die Mär, allein glauben kann man sie nicht mehr. Denn man sieht die Staus, die verstopften Rasthöfe, die knallhart vorgeschriebenen Arbeits- und Ruhezeiten. Man weiß von der schlechten Bezahlung in Osteuropa und der immens hohen Verantwortung auf den Straßen. Und weil der Job immer unattraktiver wird, fehlen überall Kraftfahrer, aber nicht nur deshalb. In Großbritannien zum Beispiel sind über 100.000 Stellen vakant, seit Osteuropäer das Land nach dem Brexit verlassen mussten. Doch ist das überhaupt ein Mangel? Wäre es nicht an der Zeit, eine neue Verkehrswende einzuleiten und Frachtgüter auf Schiff und Schiene zu verlagern? Wohin geht die Reise der europäischen LKW-Fahrer?

NDR: Lange Lieferzeiten – leere Lager. Müssen wir Warenströme neu denken? (27.10.2021)
Mehr als drei Viertel der deutschen Einzelhändler haben Lieferprobleme. Müssen wir Warenströme neu denken?

HR: Neue Sorgen ums Geld – Wer und was folgt auf Jens Weidmann? (25.10.2021)
Bundesbankchefs sind nicht ganz so bekannt wie Bundestrainer, aber ein Wechsel an der Spitze wird auch hier weit über die fachlich interessierten Kreise hinaus emotional diskutiert. Geht mit Jens Weidmann der letzte Kämpfer für Stabilität? Sind wir jetzt der EZB-Geldschwemme und der aus ihr folgenden Inflation ausgeliefert? Oder ist endlich der Weg frei für eine neue deutsche Geldpolitik, die auch höhere Schulden hinnimmt, um Europa sozial und wirtschaftlich abzufedern? Das Vorschlagsrecht für die Nachfolge an der Spitze der Bundesbank hat die Bundesregierung – die noch amtierende dürfte sich zurückhalten, aber die neue gibt es noch nicht. Wird sie unter FDP-Einfluss eher für Kontinuität sorgen oder den bei Grünen und SPD starken Wunsch nach einer Umorientierung erfüllen? Die Antwort wird ungeduldig erwartet. Die Preise steigen, die Folgen der Coronakrise machen sich bemerkbar. Wir machen uns Sorgen um den Wohlstand und um unser Geld, und da hört bekanntlich der Spaß auf.

SWR: Geld, das keiner will? Warum Förderungen nicht beantragt werden (23.10.2021)
Milliarden Euro Fördermittel werden in der EU und in Deutschland nicht in Anspruch genommen Woran es liegt, das Geld für energetische Sanierungen, für Selbständige, Betriebe und Schulen nicht beantragt wird.

HR: Mehr Cyberattacken in der Pandemie – wie der Datenklau die Unternehmen trifft (22.10.2021)
Die Bedrohung durch Cyberattacken hat in Deutschland zugenommen. Die Hacker werden immer professioneller, die Arbeitswelt immer digitaler. Ein Problem für die Unternehmen.

DLF: Euro-Stabilitätspakt – Reform für Schuldenregeln gesucht (19.10.2021)
Die Euro-Zone fußt auf strengen Kriterien. Im Laufe der Jahre wurde vor allem das Schuldenkriterium verändert und immer komplizierter. Mit Corona wurden die Regeln dann ausgesetzt. Anfang 2023 soll der Stabilitätspakt wieder gelten. Aber wie macht man ihn praxistauglich? Die Debatte läuft.

Deutschlandfunk Kultur: Vergesellschaftung von Unternehmen – Legitime Alternative oder neue Planwirtschaft?(19.10.2021)
Die Unantastbarkeit von Privateigentum war in der Bundesrepublik jahrzehntelang politischer Konsens. Doch Wohnungsnot, wachsende Ungleichheit und Klimakrise lassen Rufe nach Vergesellschaftung von Betrieben lauter werden. Wie könnte und sollte das aussehen?

Deutschlandfunk Kultur: Hanf-Anbau im Allgäu – Goldgräberstimmung auf dem Acker (18.10.2021)
Hanf könnte einer der Werkstoffe der Zukunft sein. Und mit einem hohen THC-Gehalt taugt er auch zum Rausch. Wie viel Hanf künftig in Deutschland angebaut wird, liegt auch an der kommenden Bundesregierung. Bauern im Allgäu sondieren schon mal die Möglichkeiten.

BR: TikTok – Wie eine chinesische Video-App das Netz revolutioniert (18.10.2021)
2016 wurde TikTok gegründet. Am Anfang ging es hier vor allem darum, eigene kurze Musikvideos zu machen. Mittlerweile gibt es hier aber auch Informationsangebote und auch ältere Nutzer entdecken die Plattform. Wie aber konnte TikTok so erfolgreich werden? Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz? Und was ist mit Datenschutzbedenken und dem Vorwurf, TikTok würde mit der chinesischen Regierung kuscheln?

BR: Selbst und ständig: welche Rolle spielen Selbständige in unserer Wirtschaft? (13.10.2021)
Selbständige sind kreativ, bringen viel Zeit in ihr Unternehmen ein, füllen Lücken im System, schaffen ihren eigenen Arbeitsplatz – Eine Statistik besagt: Bis Ende 2021 wird ihre Zahl um 300.000 sinken, verglichen mit der Zeit vor Corona. Die Pandemie-Lage hat sich etwas entspannt. Doch viele Selbständige haben immer noch zu kämpfen.

Deutschlandfunk Kultur: Gefahren und Schäden in der Agrarindustrie – Wie sinnvoll ist eine Versicherung für Landwirte? (12.10.2021)
Dürre, Hagel, Überschwemmungen – immer mehr leiden auch die Landwirte unter dem mit verursachten Klimawandel. Um die Ausfälle und Schäden bezahlen zu können, wird eine Versicherung diskutiert. Nicht alle sind davon begeistert.

SWR: High-Tech-Industrie – die Zukunft für Griechenlands Wirtschaft? (12.10.2021)
Spätestens die Corona-Krise hat es deutlich gemacht: Die griechische Wirtschaft ist zu einseitig auf den Tourismus ausgerichtet. Deswegen will die griechische Regierung verstärkt auf die Tech-Industrie setzen. Die Idee: Griechenland soll attraktiver Standort für IT-Firmen aus dem Ausland werden. Mit den Unternehmen kommen dann auch wieder Fachkräfte zurück nach Griechenland, die wegen der Finanzkrise ins Ausland abgewandert waren – so zumindest das Kalkül der Regierung. US-Giganten wie Amazon und Microsoft haben bereits angekündigt, in Griechenland investieren zu wollen. Auch die deutsche Firma „Team-Viewer“ ist bereits in Griechenland aktiv. Wie stehen die Chancen, Griechenland zu einem IT-Standort auszubauen?

BR: Von rauchenden Schloten zum Klimagesetz – Die Geschichte der deutschen Umweltpolitik (08.10.2021)
1971 ist eine Art Gründungsjahr der Umweltpolitik in Deutschland, doch im Osten wird der Elan schnell gebremst. Im Westen treiben Umweltverschmutzung und wissenschaftliche Erkenntnisse die Umweltpolitik voran. Der Klimawandel bringt neue Herausforderungen: Politik für künftige Generationen.

Deutschlandfunk Kultur: Nach der Flutkatastrophe – Erschwerte Bedingungen für den Ahr-Wein (05.10.2021)
Vor der Flutkatastrophe war das Ahrtal vor allem für Tourismus, aber auch seine Weine bekannt. Die wird es auch dieses Jahr geben – dank harter Arbeit und dem Einsatz freiwilliger Helfer. Trotzdem werden einige Winzer wohl ihre Existenz verlieren.

Deutschlandfunk Kultur: Mindeststeuer für Irland – Bleiben die Techkonzerne? (04.10.2021)
Irland hat mit niedrigen Unternehmenssteuern viele Internetkonzerne und ihre Mitarbeiter auf die Insel gelockt. Nun haben sich fast alle Industrieländer auf eine globale Mindeststeuer von 15 Prozent verständigt. Das wird Dublin verändern.

DLF: Internationale Arbeitsbedingungen – Menschenrechte entlang globaler Lieferketten (11.10.2021)
Globale Arbeitsteilung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Davon profitieren vor allem internationale Unternehmen. Doch zunehmend geraten die Schattenseiten in den Blick: Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft betreten neue Wege, damit Menschenrechte in Lieferbeziehungen mehr beachtet werden.

Deutschlandfunk Kultur: Perspektiven des digitalen Kapitalismus – Algorithmen für das Allgemeinwohl (03.10.2021)
Wie gelingt der Wandel zu einer nachhaltigen Lebensweise? Und welche Rolle spielen globale Internetkonzerne dabei? Die Philosophin Eva von Redecker und der Soziologe Philipp Staab diskutieren, wie Algorithmen dem Gemeinwohl dienen könnten.

DLF: Made in Bulgaria – In den Nähfabriken der globalen Mode-Industrie (02.10.2021)
Ein Großteil der Kleidung, die Modegeschäfte rund um den Globus anbieten, wird unter prekären Bedingungen hergestellt. Das Label „Made in Europe“ verspricht hingegen ein gutes Gewissen mit Blick auf Lohn, Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechte. Und doch können etwa Näherinnen und Näher in Bulgarien kaum von ihrem Lohn leben.

SWR: Werkstätten, Tankstellen, Versicherungen – wie E-Mobilität ganze Wirtschaftszweige verändert (28.09.2021)
Es wird sicher noch ein paar Jahre dauern, bis Elektroautos auf unseren Straßen diejenigen mit Benzin- oder Dieselantrieb verdrängt haben. Trotzdem – die Zulassungszahlen von E-Autos steigen rasant. Im August konnten rein batterieelektrisch getriebene Fahrzeuge – im Vergleich zum Juli – ihren Marktanteil von zehn auf 15 Prozent steigern. Damit sind die Elektroautos mittlerweile kurz davor, den von der Politik ausgegrenzten Dieselantrieb zu überholen. Das alles wird über kurz oder lang Veränderungen mit sich bringen.

HR: Das Schweineproblem: Deutschland hat zu viel Fleisch (28.09.2021)
Deutschland sitzt auf einem Berg von Schweinefleisch. 260.000 Tonnen unverkauftes Schweinefleisch lagern mittlerweile in den Kühlhäusern. Die Bauern bleiben auf ihrem Fleisch sitzen, der Preis ist im Keller. Kehrt nun das Billig-Fleisch zurück?

HR: Das große Bibbern – die Gaskrise (28.09.2021)
Ob der Winter hart wird, wissen wir noch nicht. Teuer wird er ganz sicher. Die Gaspreise steigen rasant, in der Europäischen Union insgesamt um 170% seit Jahresanfang. Und die Strompreise steigen mit. Der Europäische Gewerkschaftsbund schätzt, dass 3 Millionen Menschen in Europa sich diesen Winter die Heizung nicht leisten werden können. Ein Grund: Russland hat die Gaslieferungen gedrosselt. Auf den Vorwurf der Erpressung kommt der Hinweis auf leere Speicher und einen steigenden Bedarf nach der Corona-Krise – Gas sei knapp und begehrt, und deswegen teuer. Viele Europäische Länder haben schon Gegenmaßnahmen angekündigt, von Ausgleichsfonds zu Einmalzahlungen an die Bürger. Ein gemeinsamer Plan wird angemahnt, steht aber noch nicht. Dabei bereitet sich die EU schon lange darauf vor, steigende Energiepreise abzufedern, die der gemeinsame Ausstieg aus der fossilen Energie bringt. Gerät der Klimaschutzplan in Gefahr, weil Energie einfach zu schnell zu teuer wird?

Deutschlandfunk Kultur: Angst vor der Inflation – Das Schreckgespenst ist zurück (28.09.2021)
Die Inflation ist wieder da oder doch nicht? Mehr als ein Jahrzehnt lang gab es kaum spürbare Steigerungen, nun aber gehen die Preise nach oben, zum Teil stark. Ökonomen sind sich uneins, ob dieser Effekt anhalten wird – oder nur vorübergehend ist.

IMF: James Stock on Making it Cheaper to be Green (28.09.2021)
Most economists would agree a carbon tax is a powerful tool in fighting climate change, but carbon pricing alone is not enough. As green technologies evolve and prices fall, the fight against climate change will need a more nuanced plan of attack where people can actually afford to do the right thing. In this podcast, journalist Rhoda Metcalfe talks to Harvard Professor of Political Economy James Stock about how he sees the decarbonization process playing out sector-by-sector, which is the subject of his article titled Driving Deep Decarbonization in the September edition of Finance and Development.

SWR: Preistreiber Pandemie – Was kostet uns die Inflation? (24.09.2021)
Alles wird teurer. Die Inflation ist so hoch wie seit 1993 nicht mehr. Ist das nur ein Nachbeben der Pandemie, das sich bald erledigt hat? Oder sind die Zeiten eines stabilen Euro vorbei? Einige Ökonomen warnen bereits vor drohender Hyperinflation und fordern neue währungspolitische Weichenstellungen. Andere raten zu Gelassenheit. Wer hat recht? Geli Hensolt diskutiert mit Marc Friedrich – Finanzexperte und Autor, Mark Schieritz – Finanzjournalist der Wochenzeitung „Die ZEIT“, Dr. Ursula Weidenfeld – Wirtschaftsjournalistin.

SWR: Rote Zahlen statt schwarzer Null – Wie gefährlich sind Staatsschulden? (16.09.2021)
US-Präsident Joe Biden nimmt Billionen Dollar in die Hand, um sein Land nach Corona wieder auf die Beine zu kriegen. Auch in Europa wünschen sich viele ein dickes Konjunkturpaket. Motto: Geldausgeben, bis der Aufschwung kommt. Deutsche Politiker drücken lieber auf die Schuldenbremse. Knausern oder klotzen – was hilft der Wirtschaft aus der Krise? Wie wichtig ist ein ausgeglichener Staatshaushalt? Und ab wann droht die Inflation? Lukas Meyer-Blankenburg diskutiert mit Prof. Dr. Peter Bofinger – Volkswirt und ehemaliger Wirtschaftsweiser, Universität Würzburg, Ulrike Herrmann – Wirtschaftsredakteurin der taz, Berlin, Lisa Nienhaus – Die Zeit, Hamburg

WDR: Chinas Hightech Megacity Shenzhen (15.09.2021)
Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich das kommunistische China zur Welt-Wirtschaftsmacht aufgeschwungen. Das ehemalige Fischerdorf Shenzhen spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Journalist und Autor Wolfgang Hirn hat das Phänomen Shenzhen untersucht.

SWR: Wenn das Home zum Office wird – eine Hochrechnung (12.09.2021)
Irgendwo zwischen Küche und Schlafzimmer liegt es: das Homeoffice. Durch die Coronakrise arbeitet fast ein Drittel der Erwerbstätigen von zu Hause aus. Wie verändert das die Arbeitswelt?

DLF: Agrarpioniere in den Niederlanden – Wo das Essen der Zukunft wächst (11.09.2021)
Die Klimakrise und das Bevölkerungswachstum stellen die Landwirtschaft weltweit vor neue Herausforderungen. In den Niederlanden versuchen Bauern und Wissenschaftler die Lebensmittelproduktion neu zu denken: Mit Innovationen wie schwimmenden Bauernhöfen, Gemüse aus dem Regal oder auch Algenfarmen.

HR: E-Mobilität – Eine Mogelpackung? (10.09.2021)
Mit dem Umzug nach München hat sich die IAA, die internationale Automobil-Ausstellung, zur „Mobilitätsausstellung“ gewandelt. Neben Autos, die vornehmlich elektrisch betrieben werden, sind nun auch Fahrräder und andere Transportmittel zu sehen. Der Grundtenor aber lautet: Hauptsache elektrisch. Doch woher kommt dieser ach so CO2-arme Strom? Ist es sinnvoll nach dem Verbrennungsmotor rein auf die E-Mobilität zu setzen? Wie kann ein Verkehrskonzept für die Zukunft aussehen?

Deutschlandfunk Kultur: Big-Tech-Lobby in Brüssel – So beeinflussen Google und Co. die EU (04.09.2021)
Die Macht von Google, Amazon und Facbeook soll mit Gesetzen reguliert werden. Die Techfirmen wehren sich. So wird mit Geld und strategischer Lobbyarbeit Einfluss auf das Gesetzgebungsverfahren genommen, wie Lobbycontrol herausgefunden hat.

Deutschlandfunk Kultur: European Payments Initiative – Die letzte Chance für ein europäisches Zahlsystem(04.09.2021)
Wie viel Macht Zahlungsdienstleister wie Visa und Mastercard haben, hat vor Kurzem der Fall OnlyFans gezeigt. Das kann zu einer Gefahr für ganze Wirtschaftssysteme werden. Deshalb wird gerade auf europäischer Ebene an Alternativen gearbeitet.

SWR: Franklin D. Roosevelt und der New Deal – Joe Bidens Vorbild? (03.09.2021)
Der New Deal war das größte Konjunkturprogramm seiner Zeit und änderte die USA grundlegend. Als Franklin D. Roosevelt 1933 Präsident der USA wurde, befand sich das Land auf dem Höhepunkt der Großen Depression. Armut und Arbeitslosigkeit waren groß. Ähnliches hat heute Joe Biden vor. Was kann er von seinem Amtsvorgänger lernen?

HR: Die Taliban und das viele Geld: Wie finanziert sich die Terrorgruppe? (29.08.2021)
Bis zu 1,6 Mrd. Euro sollen die Taliban jährlich erwirtschaften. Aber womit? Und können sie damit die afghanische Bevölkerung versorgen, während der Westen weiter den Geldhahn zudreht

DLF: Schwieriger Balanceakt – Die Gewerkschaften und der Klimaschutz (27.08.2021)
Der Klimawandel ist unumstritten. Das sehen auch die Gewerkschaften. Sie wissen, dass Veränderungen anstehen und sich Wirtschaft und Arbeitswelt neu aufstellen müssen. Doch sie tun sich schwer. Sie fürchten den Verlust von Arbeitsplätzen und das Aussterben ganzer Industrie-Landschaften.

Deutschlandfunk Kultur: Lieferdienste – Ein Verdrängungswettbewerb, bei dem niemand verdient (26.08.2021)
Delivery Hero hat fast eine Milliarde Euro Verlust gemeldet. Wie ist das möglich in einer Zeit, in der Lieferdienste boomen? Der Markt sei hart umkämpft und darum derzeit nicht profitabel, sagt Erik Maier von der Handelshochschule Leipzig.

DLF: Deutschland und die Inflation – Die Verlierer sind die Armen (24.08.2021)
In Deutschland ist die Inflationsrate seit langer Zeit wieder sprunghaft gestiegen. Der Grund: Sondereffekte der Pandemie. Auf Teuerungen reagieren die Deutschen allerdings höchst sensibel. Doch die Europäische Zentralbank bleibt ihrer lockeren Linie treu. Wie lange kann das noch gut gehen?

DLF: Großkonzerne entflechten – Die Renaissance einer alten Idee (17.08.2021)
Energie, Rohstoffe, Digitales: In vielen Bereichen geben einige wenige große Konzerne den Ton an. Die Konkurrenz bleibt auf der Strecke. Aktivisten und Wettbewerbshüter wollen gegensteuern, zum Beispiel mit dem Instrument der Entflechtung von Unternehmen.

Deutschlandfunk Kultur: Gefährdete Welternährung – Wie Konzerne die Lebensmittelproduktion kapern (17.08.2021)
Konzerne bestimmen immer mehr, wie Nahrungsmittel produziert werden. Gleichzeitig nimmt der Hunger weltweit wieder zu. Jetzt sollen Firmen noch mehr Einfluss erhalten. Aus Protest boykottieren NGOs wie „Brot für die Welt“ den Welternährungsgipfel.

DLF: Die „Neue Seidenstraße“ – Chinas Engagement in Europa und die Antwort des Westens (09.08.2021)
Chinas Plan, mit der „Neuen Seidenstraße“ eine Wirtschaftsstraße bis nach Westeuropa zu errichten, scheint aufzugehen. Das Engagement Pekings stößt in Deutschland sowohl auf Gegenliebe als auch auf Widerstand. Die Sorge vor Einflussnahme und starken Abhängigkeiten wächst.

DLF: Portostreit und Paketboom – Wie die Deutsche Post den Markt dominiert (04.08.2021)
Die Deutsche Post hat noch immer etwas von einem Monopolisten: Sie dominiert das Geschäft bei Brief- und Paketzustellung. Von der Coronakrise hat das Unternehmen kräftig profitiert. Doch über Arbeitsbedingungen und Portoerhöhungen wird heftig gestritten. Reformen fielen bisher klein aus.

Deutschlandfunk Kultur: Green New Deal – Vom New Deal der 1930er-Jahre lernen (03.08.2021)
Regulieren und reformieren: Die Verfechter eines Green New Deal fordern eine radikale sozial-ökologische Wende. Ihr Vorbild ist der New Deal, mit dem Präsident Franklin D. Roosevelt die USA aus der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre führte.

DLF: Straftaten im Internet – Wie Behörden Cyber-Kriminelle jagen (19.07.2021)
Viele Kommunen sind schlecht vor Hackerangriffen geschützt. Anfang Juli 2021 hatte eine Cyber-Attacke einen ganzen Landkreis in Sachsen-Anhalt lahmgelegt. Den Verbrechern im Netz auf die Spur zu kommen, erfordert vielschichtige internationale Zusammenarbeit. Die Behörden rüsten auf.

BR: Wahre Werte – Was kosten unsere Lebensmittel wirklich? (16.07.2021)
»Würde man die ökologischen Folgekosten mit einbeziehen, wäre der Preis für unser Essen viel höher. Faktoren wie: CO2 Emissionen, Landverbrauch, Kosten für die Trinkwasseraufbereitung nach dem Pestizideinsatz auf dem Acker oder dem Düngen mit zu viel Gülle. Was steckt hinter den wahren Kosten unserer Lebensmittel? Und wer müsste dafür bezahlen?«

Deutschlandfunk Kultur: Cannabisanbau in Marokko – Der Rausch ist woanders (15.07.2021)
Marokko will Cannabis für medizinische und kosmetische Zwecke legalisieren. Für die Cannabisbauern in der bettelarmen Rif-Region könnte das eine gute Nachricht sein. Doch viele befürchten, dass das Geschäft wieder einmal an ihnen vorbeigeht.

DLF: Klimaschutz und CO2-Grenzausgleich – Wie die EU den Umbau der Wirtschaft absichern will (12.07.2021)
Mit dem Green Deal will die Europäische Union ihre Wirtschaft bis 2050 klimaneutral gestalten. Um nicht von Konkurrenten außerhalb der EU verdrängt zu werden, plant die EU für ihre Unternehmen eine außenwirtschaftliche Absicherung – einen grünen Protektionismus. Doch der Plan bekommt Gegenwind.

BR: Konflikt Milchmarkt – wer bestimmt die Preise? (08.07.2021)
Endlich steigt der Milchpreis wieder. Doch eine Perspektive für Bauern fehlt. Denn der Markt ist voll von Milch. Wer hat die größte Macht im Kampf um den niedrigsten Preis? Erste Recherchen zeigen: Die Discounter sind es nicht.

Deutschlandfunk Kultur: Büro ist überall – Im Hamsterrad der Homeoffice-Moderne (07.07.2021)
Büros im modernen Verständnis gibt es erst seit etwas mehr als 100 Jahren. Seitdem haben sie sich stetig modernisiert. Heute geht man nicht mehr ins Büro, sondern lebt darin oder führt es in der Tasche stets mit sich – eine Welt ohne Feierabend.

BR: Das Geschäft mit der Sucht – Warum die Legalisierung des Online-Glücksspiels riskant ist (30.06.2021)
Sportwetten und Glücksspiele werden im Internet schon jetzt massiv beworben. Ab 1. Juli werden Online-Casinos legal. Damit erhofft sich die Politik mehr Kontrolle über boomenden Markt. Doch Experten fürchten das Suchtpotential des Online-Glücksspiels.

NDR: Bittere Erdbeeren – Saisonkräfte aus Afrika schuften für Europa (30.06.2021)
Auf spanischen Erdbeerfeldern arbeiten Erntehelfer aus Marokko. Der Preisdruck von Supermärkten wirkt sich auf die Arbeitsbedingungen aus. Aus der südspanischen Provinz Huelva werden pro Jahr rund 300.000 Tonnen Erdbeeren exportiert, ein großer Teil davon nach Deutschland. Die Ernte wäre ohne ausländische Helferinnen und Helfer nicht machbar. Viele kommen aus Marokko. Mehrere Monate Erdbeeren-Pflücken für den europäischen Gaumen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten – das ist die Idee. Billige Arbeitskräfte für spanische Feldbesitzer und ein legales, erfolgreiches Migrationsprojekt, bei dem die Arbeiter*innen mehr Geld verdienen als in der Heimat. Doch es gibt Kritik. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Saisonkräfte seien zum Teil menschenunwürdig. Vor Jahren machten Missbrauchsskandale Schlagzeilen. Landwirte wiederum klagen, sie würden von Lebensmittelketten unter Druck gesetzt – auch von deutschen, mit vorgegeben Preisen, zu denen sie eigentlich gar nicht produzieren könnten. Einblicke in die moderne Obstproduktion und deutsche Konsumgewohnheiten.

NDR: Das Holz-Paradoxon – Warum Baupreise durch die Decke gehen (28.06.2021)
Seit Monaten sind Baumaterialien knapp und teuer. Vor allem Holz. In deutschen Wäldern gibt es mehr als genug. Aber es wird viel exportiert. Deutschland ist ein waldreiches Land. Das Problem dabei: Der deutsche Wald leidet unter dem Klimawandel, unter Dürre, Stürmen und unter dem Borkenkäfer. Die Folge: Es gibt immer mehr Schadholz, mehr als 170 Millionen Kubikmeter im vergangenen Jahr, so viel wie noch nie. Nur selten geeignet für die Möbelproduktion, aber sehr gut als Baustoff für den Häuserbau zu verwenden. Und weil es derzeit ein Überangebot gibt, verkaufen deutsche Waldbesitzer ihr Holz an Sägewerke vergleichsweise günstig. Deutsche Bauherren und Baubetriebe spüren davon nichts. Im Gegenteil. Sie müssen seit Monaten satte Preisaufschläge zahlen. Oft sind die gewünschten Baumaterialien gar nicht lieferbar. Die Baupreise schießen durch die Decke. Der Grund: ein Großteil der deutschen Holzproduktion wandert uns Ausland, in die USA oder nach China. Dort ist Holz momentan tatsächlich knapp, und die Kunden sind bereit, entsprechend hohe Preise zu bezahlen. Und deutsche Bauherren müssen sie ebenfalls zahlen, obwohl es hierzulande nicht zu wenig, sondern zu viel Holz gibt. Ein Paradoxon. Muss das so sein? Erste Waldbesitzer rufen zum Verkaufsstreik auf.

DLF: Bargeld, Karte oder App – Langsamer Abschied von Scheinen und Münzen? (03.07.2021)
Deutschland ist traditionell ein Bargeld-Land. Doch in der Corona-Pandemie haben Kartenzahlungen und das Bezahlen per App auch hierzulande zugenommen. Das Verhältnis der Deutschen zu bargeldlosem Zahlen bleibt dennoch ambivalent. Experten sehen es aus verschiedenen Gründen kritisch.

DLF: Corona und Kommunalfinanzen – Städte und Gemeinden ächzen unter den Pandemie-Folgen (29.06.2021)
Eintrittsgelder, Kita-Beiträge und Gewerbesteuern brachen weg, gleichzeitig explodierten viele Kosten: Durch die Corona-Pandemie sind riesige Löcher in den Haushalten von Städten und Gemeinden entstanden. Nicht alle Finanzlücken werden sich schnell schließen lassen.

Deutschlandfunk Kultur: Kommerzielle US-Raumfahrt – Die neue Weltraumökonomie (29.06.2021)
US-Milliardäre wie Elon Musk und Jeff Bezos haben den Weltraum als neuen Markt der Zukunft entdeckt. Was sich die NASA nicht mehr leisten kann, wollen SpaceX oder Blue Origin schaffen: Krebsmedikamente aus dem All, Tourismus und Mondnutzung.

Deutschlandfunk Kultur: Theorie der Geldentstehung – Warum man Geld einfach drucken kann (27.06.2021)
Was man ausgibt, muss man vorher erst einnehmen, so sagt man. Aber stimmt das auch für Staaten? Keineswegs, sagt der Geldforscher Aaron Sahr. Er erklärt, warum Geld erst durch Schulden entsteht – und die schwarze Null in die Irre führt.

DLF: Milliardenverluste und Staatshilfen – Wie die Luftfahrtbranche die Coronakrise überstehen will (27.06.2021)
2020 ist das Geschäft für die Luftfahrtbranche fast vollständig zusammengebrochen: Wegen der Coronapandemie haben die Airlines Verluste in Milliardenhöhe gemacht. Jetzt zeichnet sich eine Erholung ab. Doch Gewerkschafter, Verbraucheranwälte und auch Klimaschützer haben Bedenken.

DLF: Unternehmen Krieg – Private Militärdienstleister kaum regulierbar (26.06.2021)
Nach UN-Angaben sind weltweit immer mehr private Sicherheits- und Militärdienstleister in Kriege verwickelt – auch auf dem afrikanischen Kontinent. Doch ihr Verhalten zu regulieren, stellt sich als äußerst schwierig heraus. Genau das macht sie für viele Auftraggeber so attraktiv.

DLF: Containerschifffahrt – Größenwahn mit Folgen (25.06.2021)
Containerschiffe von über 400 Meter Länge sind möglich – doch mit mehr Effizienz wachsen auch die Risiken für Mensch und Umwelt. Internationale Sicherheitsstandards haben mit der Entwicklung der Mega-Frachter nicht Schritt gehalten. Mögliche Havarien könnten technisch verhindert werden, doch das kostet viel Geld.

DLF: Steuergesetzgebung in der EU – Die EU auf der Suche nach einem gemeinsamen Steuerrecht (23.06.2021)
Auf internationaler Bühne gibt es überraschende Fortschritte bei der Zusammenarbeit von Staaten in der Steuerpolitik. Die G7 wollen eine Mindeststeuer für Großkonzerne. Im Sommer könnte es sogar eine Einigung auf Ebene der OECD geben. Die EU indes tut sich bislang schwer, eine gemeinsame Linie zu finden.

HR: Not macht betrügerisch – Geschäftsmodell Pandemie (22.06.2021)
Masken müssen her, um jeden Preis? Das klingt dramatisch, aber auch nach einem guten Geschäft. Denn wenn die Not groß ist, kann man auch schon mal Fabelpreise und Provisionen verlangen – vor allem, wenn man als Unionsabgeordneter ganz nahe dran ist an den Entscheidern. Ähnlich bei den Corona-Schnelltests – die mussten auch dringend her, koste es, was es wolle, und da rechneten einige halt auch Tests ab, die nie durchgeführt wurden. „Falsche Anreize“ nennt der Bundesrechnungshof so etwas, und davon sandte die Politik in der Coronakrise jede Menge aus. Zum Beispiel an Krankenhäuser, die Ausgleichszahlungen erst ab einer bestimmten Auslastung der Intensivstationen bekamen. Und prompt genau diese Auslastungen meldeten, und trotz einer üppigen Förderung neuer Betten immer weniger davon hatten. Wenn hier Betrug im Spiel ist, wird es besonders pikant: denn mit der Auslastung der Intensivstationen rechtfertigte die Bundesregierung immer wieder weitreichende Beschränkungen der Grundrechte. Der Ausnahmezustand begünstigt offenbar die Schwindler. Alles muss schnell gehen, nichts wird kontrolliert – und wer behauptet, Leben zu retten, kann eigentlich jeden Preis nehmen. Das schadet nicht nur der Staatskasse.

HR: Nur Bares ist Wahres – warum es digitales Geld in Deutschland schwer hat (18.06.2021)
„Bitte zahlen Sie möglichst bargeldlos.“ Seit Corona kleben solche Hinweiszettel fast überall: beim Bäcker, beim Kiosk und an der Tankstelle sowieso. Obwohl inzwischen ziemlich sicher ist, dass Bargeld virologisch betrachtet ziemlich harmlos ist. Aber wehe, man versucht in Deutschland ganz ohne Münzen oder Scheine auszukommen. Wir hinken beim bargeldlosen Bezahlen international hinterher. Und es wird schwer, den Rückstand aufzuholen.

Deutschlandfunk Kultur: Landwirtschaft in der Bretagne – Ökoschwein statt Spritzpistole und Antibiotika? (17.06.2021)
Schweinemast, Geflügel, Milch und Gemüse: Die Landwirtschaft in der Bretagne ist äußerst produktiv – auch weil sie massiv Pestizide, Kunstdünger und Gülle aus Massentierhaltung einsetzt. Doch dagegen wächst nun der Widerstand.

Deutschlandfunk Kultur: Bergbau in Albanien – Wo Menschenleben weniger wert sind als Chrom (14.06.2021)
Albanien ist eines der rohstoffreichsten Länder Südosteuropas. Doch die Bergleute, die den begehrten Rohstoff nach oben schaffen, haben keine Lobby. Der Bergmann Elton Debreshi will das ändern und lässt sich nicht entmutigen.

Deutschlandfunk Kultur: NGOs in der Kritik – Hilfe für Millionen oder Millionen für Hilfe? (15.06.2021)
Weltweit wird mehr für humanitäre Hilfe ausgegeben als je zuvor. Gleichzeitig wird Kritik laut: an versickernden Geldern, überadministrierten Krisengebieten und Hilfsprojekten, die die Bevölkerung nicht erreichen. Was ist an den Vorwürfen dran?

DLF: Arbeitsmigranten in Russland – Dringend gebraucht, nicht willkommen (13.06.2021)
Russlands Wirtschaft ist auf Gastarbeiter angewiesen. Millionen Arbeitsmigranten, vor allem aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, schuften auf Baustellen und in der Landwirtschaft. Ihre Arbeitsbedingungen sind oft schlecht, ihr rechtlicher Status kompliziert. Doch gerade die Corona-Pandemie könnte ihnen jetzt helfen.

DLF: Umweltbundesamt-Präsident Dirk Messner: Ohne höheren CO2-Preis wird Klimaschutz noch teurer(13.06.2021)
Nach Ansicht des Präsidenten des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, muss der CO2-Aufschlag auf Kohle, Öl und Gas deutlich steigen, um eine Lenkungswirkung in Richtung Klimaschutz zu entfalten. Ein niedriger CO2-Preis wirke wie eine Subvention fossiler Energieträger. Klimaschutz koste dann noch mehr.

DLF: Probleme der Baubranche – Warum Bauholz zurzeit knapp und teuer ist (11.06.2021)
In deutschen Wäldern wurden im vergangenen Jahr so viele Bäume gefällt wie nie zuvor. Trotzdem wird Bauholz immer teurer oder ist gar nicht mehr lieferbar. Denn die Nachfrage ist stark gestiegen, sowohl auf dem deutschen Markt als auch in China und Nordamerika. Das sorgt auf Baustellen für Probleme.

DLF: Kampfansage an Steuervermeider? Die Mindeststeuer für internationale Konzerne (09.06.2021)
Es diskutieren: Sven Giegold, MdEP, Fraktion der Grünen, Freie Europäische Allianz, Dominika Langenmayr, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und Monika Wünnemann, BDI

HR: Die Wirte in der Wirtschafts-Krise: Die Gastronomie nach dem Lockdown (08.06.2021)
Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich so langsam. Allerorten dürfen Cafés und Restaurants ihre Stühle zumindest draußen wieder hinstellen. Teilweise können sie sogar drinnen wieder bewirten. Trotzdem bleiben die Herausforderungen groß: Während der Krise haben viele Kellnerinnen und Köche die Branche gewechselt und der Gastro mit ihrer miesen Bezahlung und den noch schlechtere Arbeitszeiten den Rücken gekehrt. Resultat: heftiger Personalmangel. Dazu kommt der Stress mit den Tests, die viele nicht so richtig nachhalten. Wirte haben außerdem das Problem, dass es sich manchmal gar nicht richtig lohnt, aufzusperren

Deutschlandfunk Kultur:  Mode, Macht und Profit in der Türkei – Schuften für Zara und Co. (07.06.2021)
Erst gab es die Wirtschaftskrise, dann kam Corona – eine dramatische Kombination für die Türkei. Die Löhne sanken, die Arbeitslosigkeit nahm zu. Besonders betroffen ist der Textilsektor. Dort leiden vor allem diejenigen, die für ausländische Firmen arbeiten.

Deutschlandfunk Kultur: Lokalwährungen in Krisenzeiten – Unser Geld, hiergeblieben! (06.06.2021)
Geld, das nur in einer ganz bestimmten Region ausgegeben werden kann, stärkt die lokale Wirtschaft und mit ihr das Gemeinschaftsgefühl. In Spanien setzen Kommunen auf analoge und digitale Währungen. Sie bewähren sich vor allem in Krisenzeiten.

BR: Warum Geld in Frauenhände gehört (04.06.2021)
Je gleichberechtigter eine Gesellschaft ist, desto höher ist ihr Bruttoinlandsprodukt. Und Studien zeigen, dass Frauen überlegter investieren und ihr Geld eher für wohltätige Zwecke ausgeben. Ist es also an der Zeit, Wirtschaft neu zu denken? In diesem Zündfunk Generator sprechen Finanzberaterin Helma Sick, die feministische Ökonomin und Ethikerin Ina Praetorius, die eremitierte Oxford-Professorin und Autorin Linda Scott sowie Anne Connelly, Top-Managerin in der Investment-Branche.

DLF: Von der Straße auf die Schiene – Der schwierige Umstieg beim Güterverkehr (01.06.2021)
Immer noch werden deutlich mehr Güter auf der Straße transportiert als auf der Schiene. Die Bundesregierung will das in den kommenden Jahren ändern – aber ist das deutsche Eisenbahnnetz dem gewachsen?

DLF: Das widerständige Schaf – Zwischen Wolf und Agrarpolitik (31.05.2021)
Das Schaf macht eigentlich alles richtig. Es liefert Fleisch, Wolle und Milch. Für die Massentierhaltung im Stall jedoch eignet es sich einfach nicht. Nachhaltiger geht es kaum noch. Trotzdem ist der Berufsstand der Schäfer vom Aussterben bedroht.

HR: Das „neue Normal“ oder ein Irrweg? Wie es mit dem Homeoffice weitergeht (28.05.2021)
Millionen von Menschen arbeiten zu hause. Erste Stimmen werden laut, die ein Ende des Homeoffice fordern. Andere wollen es ausweiten. Welche Rolle spielt das Homeoffice in Zukunft?

HR: Click and Destroy – Die Macht der Cyberkriminellen (17.05.2021)
Panik-Käufe an den Tankstellen in den USA. Lieferengpässe bei Benzin. Ein Präsident, der die Nation zur Besonnenheit aufruft. Und das alles nur wegen des erfolgreichen Angriffs auf die Computersysteme eines einzigen großen Pipeline-Betreibers in den Vereinigten Staaten. Dieser Fall und die aktuelle Attacke auf den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Irland zeigen, wie schnell unsere Infrastruktur ins Wanken geraten kann und wie abhängig moderne Gesellschaften von digitaler Technik sind. Computernetzwerke und der weltweite Datentransfer eröffnen aber nicht nur die Möglichkeit, ganze Staaten gezielt zu attackieren. Auch Pädophile nutzen Verschleierungs-Techniken, um illegale Inhalte zu verbreiten und wähnen sich dabei auch noch in Sicherheit. Die Ermittler wiederum versuchen, mit dieser Entwicklung irgendwie Schritt zu halten. Und wir alle müssen uns eingestehen, dass wir in der digitalen Welt verwundbar sind. Aber nicht wehrlos.

DLF: Globale Mindeststeuer für Unternehmen – Eine Steuer für gerechtere Wettbewerbsbedingungen (25.05.2021)
Staaten unterbieten sich bei der Besteuerung von Unternehmen. Viele Weltkonzerne zahlen deshalb kaum Abgaben. Um das zu ändern, forderte Finanzminister Olaf Scholz einst eine globale Mindeststeuer für Unternehmen. Die US-Regierung greift die Idee nun auf. Im Sommer könnte eine Entscheidung fallen.

DLF: Staatshilfen im Lockdown – Wie Corona Wettbewerb und Marktchancen verändert (21.05.2021)
Während viele lokale Einzelhändler stark unter der aktuellen Coronakrise leiden, machen Onlinehändler glänzende Geschäfte. Nicht nur im Handel verzerrt die Krise den Wettbewerb. Auch in anderen Branchen verschiebt sich die Marktmacht. Staatlichen Hilfen können das nur zum Teil abfedern

Deutschlandfunk Kultur: Debatte über Modern Monetary Theory – Schulden machen, bis es quietscht (18.05.2021)
Die schwarze Null ist seit vielen Jahren das Mantra der Politik: Was der Staat nicht hat, kann er auch nicht unbegrenzt ausgeben. Immer mehr Ökonomen halten aber mit der Modern Monetary Theory dagegen. Demnach dürfe und müsse der Staat sogar Schulden machen.

DLF: Organisierte Kriminalität – Warum Deutschland bei der Geldwäsche-Bekämpfung hinterherhinkt (17.05.2021)
Intransparenz, mangelnde Aufsicht und ineffektive Strafverfolgung – Deutschland gilt als Geldwäscheparadies. Trotz einiger Gesetzesänderungen werde es der Organisierten Kriminalität noch immer zu leicht gemacht, kritisieren Experten. Jetzt kommt die Geldwäschebekämpfung erneut auf den Prüfstand.

DLF: Lieferkettengesetz – Sorgfaltspflicht statt Freiwilligkeit (11.05.2021)
Unter welchen Bedingungen arbeiten Menschen, die irgendwo auf der Welt Jeans zusammennähen, Weihnachtskugeln färben oder Fernseher herstellen? Ein Lieferkettengesetz soll deutschen Unternehmen bald menschenrechtliche Sorgfaltspflichten auferlegen. Das geht manchen zu weit, anderen nicht weit genug.

Deutschlandfunk Kultur: Handelskrieg zwischen China und Australien – Manche mögen’s heiß (10.05.2021)
Mit Drohungen und Handelssanktionen reagiert China auf kritische Nachfragen aus Australien zum Ursprung des Coronavirus. Doch die Regierung in Canberra bleibt hart. Die Folgen bekommen auch die 1,2 Millionen chinesischstämmigen Australier zu spüren.

BR: Gute Städter, böse Bauern? – Umweltschutz, Artensterben und der Graben zwischen Stadt und Land(07.05.2021)
Die Landwirtschaft ist für das Artensterben verantwortlich, sagen die Städter. Die aus der Stadt haben keine Ahnung, sagen die Bauern. Das radioFeature schaut hinter Traktor-Blockaden und Naturschutz-Fassaden. Denn hinter der Spaltung steht eine ganz andere Frage: Wie wollen wir leben und wirtschaften?

HR: Wer nicht erbt, der nicht gewinnt – Von der Schwierigkeit, Eigentum zu schaffen (04.05.2021) 
In Deutschland wird heute so viel Geld von einer Generation an die nächste übergeben wie selten zuvor. Studien zufolge werden jährlich bis zu 400 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt. Diese Erbschaften machen vor allem Vermögende noch reicher. Erbschaften sind genauso ungleich verteilt, wie die Vermögen insgesamt. Und Steuern zahlen die Erben auch kaum. In den USA bittet US Präsident Joe Biden die reichen Amerikaner nun zur Kasse, um das Land nach seinen Vorstellungen umzubauen, sozialer und gerechter zu werden. Vor 20 Jahren hatte Großinvestor Warren Buffet sogar gegen die Senkung der Erbschaftssteuer gewettert. Man dürfe doch nicht einen lebenslangen Vorrat an Lebensmittelmarken erhalten, nur weil man der richtigen Gebärmutter entschlüpft sei. Der Aufschrei ist nach Bidens Vorstoß ungleich lauter. Doch weil viele Menschen auch hierzulande viel erben und viele Menschen gar nichts, geht der französische Ökonom Thomas Piketty noch einen Schritt weiter. Sein Vorschlag für Deutschland: Künftig sollen alle 25-jährigen vom Staat ein Startkapital in Höhe von 120.000 Euro bekommen. Es ist Wahljahr. Ob sich mit dieser Idee Wahlkampf machen lässt?

SWR: Staatsschulden: So funktionieren die Geld-Geschäfte von Regierungen (04.05.2021)
„Geld regiert die Welt“ heißt ein gängiges Sprichwort und die Geschichte lehrt uns: Das stimmt! Sei es die Finanz-Krise vor 15 oder der Fall einer ägyptischen Dynastie über ihre eigenen Schulden vor 150 Jahren – Geld und Liquidität bestimmen auch die Souveränität. Im Gespräch mit einem Historiker und mit Wirtschaftswissenschaftlern beschäftigt sich Sebastian Felser in SWR Aktuell Kontext mit Staatsschulden, ihrer Funktionsweise, um besser zu verstehen, was die Corona-Schulden für uns bedeuten.

SWR: Soziales Unternehmertum – Profit ist nicht alles (30.04.2021)
Ein Unternehmen gründen, um etwas gegen Armut oder Klimawandel zu tun – ein noch junger Trend. Social Entrepreneurship fordert ein radikales Umdenken, um den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Den Firmen sind Nachhaltigkeit, Partizipation, Transparenz und Gemeinwohl wichtiger als Gewinnmaximierung. Beispiele für soziale Unternehmen sind: Ecosia, die Suchmaschine, die mit ihren Einnahmen Bäume pflanzt; Arche, ein Anbieter für bio-zertifizierte Lebensmittel aus Asien; oder Einhorn, der Hersteller nachhaltiger Kondome und Periodenprodukte. Und Sharetribe aus Helsinki, das vor zehn Jahren begonnen hat, Software für die Sharing Economy zu entwickeln.

DLF: Nationale Pläne für den EU-Aufbaufonds – Gemeinsame Rettung, gemeinsame Schulden (28.04.2021)
Für Europa ist es der Moment großer Kredite: 750 Milliarden Euro sollen die Corona-Folgen abfedern und den EU-Staaten einen Modernisierungsschub bringen. Die Länder müssen bis Ende April ihre Investitionspläne nach Brüssel liefern. Kritiker sehen auch eine Zäsur: die Vergemeinschaftung von Schulden und Haftung in der EU.

Deutschlandfunk Kultur: Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals – Unabdingbar für den Warenfluss (27.04.2021)
Der reibungslose Verkehr auf Wasserstraßen ist für den Warenfluss unverzichtbar, wie die Havarie im Suezkanal verdeutlichte. Wichtig ist auch der Nord-Ostsee-Kanal: Die weltweit meistgenutzte Wasserstraße wird gerade saniert – bei laufendem Betrieb.

DLF: Deutsche China-Politik – Kein Wandel durch Handel (27.04.2021)
Wenn sich in China der Wohlstand durch eine gute Wirtschaftslage mehrt, werde das Land auf lange Sicht auch demokratischer – dieses Credo prägte lange die deutsche China-Politik. Die Realität aber zeigt: Chinas Wirtschaft ist stärker denn je, die Politik aber wird immer autoritärer.

DLF: Militärmacht China – Aufrüsten für eine neue Weltordnung? (25.04.2021)
Längst hat die Volksrepublik China die meisten Kampfschiffe weltweit. Massive Investitionen in das Militär lassen Sorgen bei den Nachbarländern aufkommen – allen voran in Taiwan. Die Kommunistische Partei betont ihr Recht auf Selbstverteidigung.

SWR: Knapp und teuer: Geht uns das Holz aus? (24.04.2021)
Bedroht eine historische Holzknappheit den Aufschwung? Es klingt paradox: Denn vom Schwarzwald bis in die Eifel türmen sich Baumstämme zum Abtransport. Aber auf Baustellen gleich nebendran fehlen Zimmerern Bretter und Balken. Projekte geraten ins Stocken. Dass Holz so schnell so teuer und knapp wird, hat die Branche kalt erwischt. Das neue Gold, sagen schon manche. Wie kann das sein, und was hilft? Wir gehen auf Spuren-Suche. In die Eifel, über Kanada und die USA bis in die Labore von Baustoffforschern.

DLF: Neuer Glücksspielstaatsvertrag – Das Ringen um einen Rechtsrahmen für die Spielebranche (24.04.2021)
Was auf dem deutschen Glücksspielmarkt legal ist und was nicht, dafür fehlten bislang klare Regeln. Nun haben sich die Bundesländer nach langem Hin und Her auf eine Neuauflage des Glücksspielstaatsvertrages geeinigt. Am 1. Juli diesen Jahres tritt er in Kraft. Doch Spielsucht-Experten üben Kritik.

rbb: Stadtlogistik im Umbruch (24.04.2021)
Der Onlinehandel boomt – mit Folgen für Berlins Verkehr. Immer mehr Lieferwagen verstopfen die Straßen. Die City-Logistik muss neu gedacht werden. Leon Ginzel begibt sich auf eine Reise quer durch die Stadt zu „Micro-Hubs“, Lastenfahrrädern und autonomen Paket-Boten – auf der Suche nach der Liefer-Zukunft für Berlin.

SWR: China first – Wie gefährlich ist Pekings Machthunger? (23.04.2021)
Amerika zerfällt, das westliche Imperium bricht zusammen, die neue Weltmacht heißt China. So zumindest sehen es die Führer der Volksrepublik. Ihr Auftreten in Hongkong, ihre Drohgebärden gegenüber Taiwan, ihr Verhalten auf der internationalen Bühne werden zunehmend aggressiver. Wird der Handelspartner zum Feind? Martin Durm diskutiert mit Stefan Kornelius – Leiter Außenpolitik, Süddeutsche Zeitung, Shi Ming – Publizist, Trier, Prof. Dr. Eberhard Sandschneider – Berlin Global Advisers

BR: Grüne Bilanzen – Ein Feature über nachhaltiges Rechnen im Bio-Landbau (23.04.2021)
Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan für nachhaltiges Wachstum beschlossen: den European Green Deal. Die Freiburger Regionalwert AG zeigt nun mit ihrem „green accounting“, wie sich die Buchhaltung an ökologischen Zielen orientieren kann.

DLF: Ökonom über Corona, Politik und Ethik – „Niemand weiß, wie hoch der Preis des Lebens wirklich ist“ (22.04.2021)
Die Corona-Pandemie kostet viele Menschenleben. Sie hat auch weitreichende ökonomische, soziale und psychologische Kosten. Politiker müssten entscheiden, wie viel Geld sie für die Rettung von Leben bereitstellten, sagte der Ökonom Armin Falk im Dlf – das sei ethisch oft schwer auszuhalten.

DLF: Rückbau von Atomkraftwerken – Strahlen, Schutt und Streit (22.04.2021)
In diesem und im kommenden Jahr werden die letzten deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet. Doch das Kapitel der Kernenergie in Deutschland ist damit noch nicht abgeschlossen. Noch immer wird nach einem Endlager für den Atommüll gesucht. Und auch der Rückbau der Meiler ist kompliziert und teuer.

BR: Der Kampf ums elektronische Geld – Der Digitale Euro (21.04.2021)
Mit dem digitalen Euro sollen die Bürger online und im Geschäft vor Ort zahlen können. Doch die Einführung stockt – er wird wohl nicht vor 2026 auf dem Markt kommen. Wird Europa bei dieser Entwicklung abgehängt?

Deutschlandfunk Kultur: Entfesselte Börsen – Der Bulle ist los (20.04.2021)
An der Börse steht der Bulle für Boom – und so viel Bulle wie jetzt war lange nicht mehr: Aktienkurse steigen auf immer neue Rekordhöhen. Selbst Unternehmen, denen es schlecht geht, werden hoch gehandelt. Wie lange kann das noch gut gehen?

DLF: Banken- und Finanzsektor – Kommt nach der Coronakrise die Bankenkrise? (18.04.2021)
Die Banken in Deutschland geben sich zuversichtlich: Sie hätten ihre Risiken trotz der Coronakrise im Griff. Durch den langen Lockdown und die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht werden sich Pleiten vieler Unternehmen aber verschleppen. Damit könnten sie auch ihre Banken als Kreditgeber gefährden.

SWR. Börsenboom: Spielwiese für Zocker? (17.04.2021)
Die Suche nach Geldanlagen in Zeiten niedriger Zinsen, günstige Online-Broker und die Langeweile im Lockdown treibt immer mehr Menschen an die Börse. Welche Folgen hat die neue Aktieneuphorie? Und wie solide sind die Märkte?

DLF: EU-Freihandelsabkommen – Menschenrechte als Vertragsbedingung (16.04.2021)
Wenn die EU mit anderen Ländern Freihandelsabkommen schließt, dann soll es nicht nur um zollfreien Warenverkehr gehen, sondern auch um soziale und ökologische Standards. Der Handelsvertrag mit Vietnam ist seit letztem Jahr in Kraft, der Handel floriert. Doch profitieren davon auch Mensch und Umwelt?

NDR: Abgasskandal, E-Auto-Fluch, Corona: Perspektiven der Autoindustrie (15.04.2021)
Trotz Gewinnbilanzen: den deutschen Autobauern macht der Strukturwandel zu schaffen. Profitable Wertschöpfungsketten fehlen. Umsatzeinbruch, Stellenabbau, Gewinnwarnungen. Noch vor wenigen Monaten schien die deutsche Schlüsselindustrie in einer schweren Krise zu stecken. Umso mehr überraschen jüngste Gewinnmeldungen bei BMW, Daimler und Volkswagen. Man habe in der Corona-Krise relativ schnell reagiert und Kosten reduziert, analysiert Autoexperte Stefan Bratzel die Gewinnbilanzen der deutschen Automobilhersteller. Dennoch: Der Strukturwandel in der Branche macht den Autobauern zu schaffen. Ein Problem dabei: Der Umstieg zur Elektromobilität vollzieht sich mittlerweile schneller als gedacht. Der technologische Wandel kostet die Hersteller viel Geld, das sie aus verkauften Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren finanzieren müssen. Diese Rechnung geht in der Corona-Krise nur selten auf. Außerdem haben deutsche Hersteller nach Meinung vieler Branchenexperten den technologischen Umstieg bislang nur unzureichend bewältigt. Um die Wertschöpfungskette für eine neue „Auto-Mobilität“ zu entwickeln und zu gestalten, sind neue Kooperationen notwendig, auch mit Unternehmen außerhalb der Autobranche.

DLF: Energiechartavertrag – Investitionsschutz und Klimaschutz im Konflikt (14.04.2021)
Der Energiechartavertrag ist ein internationales Investitionsabkommen mit über 50 Staaten, darunter auch die EU-Länder. Das Problem: Wenn Staaten aufgrund des Klimawandels aus Energieträgern aussteigen wollen, dann drohen ihnen Klagen in Milliardenhöhe.

BR: Digitaler Goldrausch – Der Hype um die Kryptowährungen (14.04.2021)
Der Bitcoin erzielt sagenhafte Renditen und beflügelt den Hype um digitale Währungen. Doch wie funktionieren sie eigentlich und wie ist die Politik auf digitale Währungen vorbereitet? Ist es gut, wenn das traditionelle Bankenwesen damit ausgehebelt wird oder nicht eher hoch riskant?

SWR: Bauernhof 2.0 – Nachhaltigkeit durch Drohnen und Roboter? (14.04.2021)
Melkroboter und GPS-gesteuerte Sämaschinen sind schon lange Alltag auf vielen Höfen. Forscher arbeiten an der Vernetzung von Schleppern und Landmaschinen mit Erdbeobachtungs-Satelliten. Start-ups entwickeln Quadrokopter, die Schädlinge und Pflanzenkrankheiten früher und besser erkennen sollen. Große IT-Konzerne interessieren sich für das Geschäft mit den Agrardaten. Die digitale Revolution in der Landwirtschaft hat bereits begonnen. Was bedeutet das für Bäuerinnen und Bauern?

Deutschlandfunk Kultur: Kritische Infrastruktur – Das wirtschaftliche Rückgrat unserer Gesellschaft (13.04.2021)
In der Pandemie hat sich die Sicht auf das, was als unentbehrlicher Bestandteil der staatlichen Daseinsvorsorge gilt, geändert. Plötzlich gehören auch Atemmasken oder Penicillin „Made in Europe“ dazu. Was muss der Staat vorhalten und was nicht?

DLF: Autonome Baufahrzeuge arbeiten selbstständig (13.04.2021)
Bislang wird auf Baustellen kräftig Hand angelegt: Hinterm Steuer von Baggern und Kipplastern sitzen Menschen. Doch die Digitalisierung macht vor Baumaschinen nicht halt. Viele könnten künftig autonom agieren. Auf der virtuellen Hannover Messe zeigen Entwickler, was heute schon geht.

BR: Zugesperrt – Modehandel in der Corona-Krise (12.04.2021)
Schon vor der Corona-Krise standen viele stationäre Bekleidungsgeschäfte vor Problemen: Der Online-Handel setzte ihnen ebenso zu wie Hersteller, die verstärkt auf eigene Shops setzten. Die Corona-Krise hat diese Situation verschärft. Wie gehen die Händler damit um? Welche Chancen gibt es? Wie viele Pleiten drohen? Und was bedeutet das für unsere Innenstädte?

HR: Lebensmittel-Lieferdienste auf dem Vormarsch – unsere Zukunft des Einkaufens (09.04.2021)
Lebensmittel-Lieferdienste sind auf dem Vormarsch. In fast jeder deutschen Großstadt gibt es sie. Die Online-Anbieter profitieren von Corona. Sie wachsen in Rekordtempo. Eine Modeerscheinung oder die Zukunft der Supermärkte?

WDR: Bestellungen satt – Der Boom der Essenslieferdienste (09.04.2021)
Ein netter Abend im Restaurant, ein Bummel über den Wochenmarkt, der gewohnte Wocheneinkauf im Supermarkt – die Corona-Pandemie hat damit vorerst Schluss gemacht. Online-Lieferdienste sind eingesprungen – und machen ein Bombengeschäft.

BR: Fabriken im Weltall – Raumfahrt wird zunehmend zum großen Geschäft (09.04.2021)
Bei Projekten wie der angekündigten gemeinsamen Mondstation von Russland und China geht es längst nicht mehr um Forschung, sondern um neue Geschäftsmodelle. So gibt es bereits mehr als ein Dutzend Anbieter von Raketenstarts.

SWR: Piloten auf Jobsuche (09.04.2021)
Tausende Piloten werden nicht mehr gebraucht, viele sind schon arbeitslos, andere seit Monaten in Kurzarbeit. Wegen der Corona-Pandemie ist der Flugverkehr eingebrochen. Derzeit befördern die Airlines nur noch 10 bis 20 Prozent ihrer normalen Passagierzahlen. Während die Flugzeuge eingemottet im Hangar stehen, müssen sich viele Pilotinnen und Piloten beruflich neu orientieren. Keiner weiß wann oder ob es jemals wieder ins Cockpit geht.

SWR: Der gläserne Bewerber – Wie Emotionserkennung die Arbeitswelt verändert (07.04.2021)
Software nutzt künstliche Intelligenz, um Sprache, Gesichtsausdruck oder Körperbewegung zu analysieren. Zunehmend setzen Firmen sie bei Vorstellungsgesprächen ein. Das Feature enthüllt, wie die Technologie dazu genutzt werden könnte, Arbeitnehmer in nicht gekanntem Ausmaß zu überwachen.

NDR: Die Macht der Mikrochips – Europas Abhängigkeit von Asien (06.04.2021)
Mikrochips steuern auch Autos. Nach Lieferengpässen stockt weltweit die Autoproduktion. Europa ist abhängig von Asien.

Deutschlandfunk Kultur: Gewerbemieter unter Druck – Berliner Buchhandlung Kisch & Co kämpft ums Überleben (05.04.2021)
Der Buchladen ist gekündigt, aber nicht geräumt: In der Berliner Oranienstraße kämpft die Nachbarschaft um den Erhalt der kleinen Geschäfte im Kiez. Herausgefordert wird eine Milliardärsfamilie, die sich hinter einem anonymen Fonds versteckt.

Deutschlandfunk Kultur: Gold als Anlage – Umstrittene Krisenwährung in unsicheren Zeiten (04.04.2021)
163 Tonnen Gold – so viel haben deutsche Anleger im Krisenjahr 2020 gekauft. Damit steht die Bundesrepublik auf Platz zwei nach China. Aber das edle Metall ist nicht so lukrativ und krisenresistent, wie viele glauben. Die Herkunft ist oft dubios.

DLF: Der Brexit und die Folgen: Eine Spurensuche in der EU und Großbritannien (04.04.2021)

BR: Von Treuhändern, Spekulanten und Pleitegeiern – Wie die DDR abgewickelt wurde (02.04.2021)
Das Ende der DDR, die deutsche Wiedervereinigung begann als großer Traum. Doch die Abwicklung der ostdeutschen Wirtschaft durch die „Treuhand“ hat viel Vertrauen zerstört. Hätten die Wende nicht sozialer und gerechter ablaufen können?

NDR: Staatshilfen im Lockdown. Wie Corona Wettbewerb und Markt verändern (25.03.2021)
Die Corona-Pandemie löst immense wirtschaftliche Verwerfungen aus. Der Staat versucht Unternehmen zu stützen, pumpt zig Milliarden Euro in die Wirtschaft und beteiligt sich an Großkonzernen. Kleine Dienstleister, Lokalbesitzer und Einzelhändler haben es allerdings schwer, die Corona bedingte Durststrecke durchzuhalten. Etliche werden aufgeben müssen – auch weil die Hilfsanträge oft kompliziert sind und die Überbrückungsgelder erst nach vielen Monaten gezahlt werden. Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise sind komplex und kleinteilig. Klar ist: der marktwirtschaftliche Wettbewerb ist in Unordnung geraten. Junge Unternehmen leiden stärker unter der Krise als etablierte, kleine Firmen mehr als große. Experten rechnen im Laufe dieses Jahres mit einer deutlich steigenden Zahl an Firmeninsolvenzen. Darunter auch innovative Unternehmen, die erst kurz am Markt tätig sind und bislang wenig finanzielle Rücklagen bilden konnten. Sollte diese Innovationskraft ausfallen, könnte die deutsche Wirtschaft nachhaltig geschwächt werden.

Deutschlandfunk Kultur: Techfirmen auf dem Prüfstand – Die Entzauberung des Silicon Valley (25.03.2021)
IT-Unternehmen wie Facebook oder Google versprachen eine schöne neue Welt: hierarchiefreies Arbeiten, einen besseren Kapitalismus, mehr demokratische Teilhabe. Mittlerweile ist der Traum ausgeträumt – hat sich bisweilen sogar ins Gegenteil gekehrt.

DLF: Wettlauf im Weltall – Wie in den USA neue Geschäftsmodelle entwickelt werden (21.03.2021)

DLF: Ungleichheit und Ideologie (21.03.2021)
Wird der Kapitalismus seinem Anspruch gerecht, langfristig Ungleichheit zu reduzieren und allen Menschen zugutezukommen? Wie rechtfertigen Gesellschaften die vorherrschende Ungleichheit? Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty erforscht genau diese Fragen seit mehr als 20 Jahren.
➔ Textfassung

SR: Oliver Meiler: Agromafia (21.03.2021)
Die Mafia kontrolliere nicht selten gesamte Lieferketten, vom Anbau bis zum Endprodukt. Und durch die Coronakrise habe sich ihr Einfluss noch vergrößert.

WDR: Corona-Crash, Corona-Cash – Gewinner und Verlierer der Pandemie (21.03.2021)
Die Corona-Krise hat auch die Wirtschaft durcheinander gewirbelt. Geschäftsmodelle haben sich in Luft aufgelöst, während sich anderswo ganz neue Chancen auftaten. Ein Jahr nach dem ersten Lockdown schauen wir auf Gewinner und Verlierer.

SWR: Power Chips (20.03.2021)
Überall drin und ohne sie geht fast nichts mehr: Halbleiter-Chips sind das Öl der Weltwirtschaft im 21. Jahrhundert. Dass der Südwesten bei dieser Schlüsselressource besser aufgestellt sein könnte, muss derzeit schmerzhaft die Autoindustrie erfahren. Was kann Europa dagegen tun? Warum sind Halbleiter überhaupt so wichtig? Und taugen die Chips sogar als Geldanlage?

rbb: Pandemie setzt Immobilienmarkt unter Druck (20.0.3.2021)
Händlerpleiten sorgen für leere Läden, Homeoffice für lange Gesichter bei Büroanbietern. Doch am Wohnungsmarkt zieht die Nachfrage trotz Pandemie weiter an und niedrige Zinsen befeuern den Neubau – Krise hin oder her. Welche Spuren hinterlässt die Coronapandemie am Immobilienmarkt?

IMF: Romain Duval on Rising Market Power (18.03.2021)
Corporate market power has been on the rise in recent decades, but a new IMF study shows the pandemic has strengthened price markups for dominant firms and increased the concentration of revenues among the biggest players in sectors such as technology and pharma. The Brookings Institution and Bruegel hosted a conversation with Kristalina Georgieva, IMF Managing Director, U.S. Senator Amy Klobuchar (D-Minn.), and Margrethe Vestager, Executive Vice President of the European Commission, to talk about the research and discuss policy responses. In this podcast, lead author Romain Duval says a further rise in corporate market power would stifle innovation, hold back wage growth, and be a drag on the economic recovery. Romain Duval is Assistant Director in the IMF Research Department.

Deutschlandfunk Kultur: Einzelhändler in Berlin – Viele Geschäfte stehen vor dem Aus (17.03.2021)
Einzelhändler haben ihre Geschäfte voller Ware. Doch nun können sie die Artikel nicht verkaufen, bei Saisonware ist das ruinös. In Berlin stehen viele Einzelhändler vor dem Aus. Doch der Lockdown ist dafür nicht der einzige Grund.

Deutschlandfunk Kultur: Deflation – Ursachen und Wirkungen – Wenn Haushalte nichts mehr ausgeben(10.03.2021)
Steigender Geldwert, sinkende Konsumentenpreise: Weil Menschen und Unternehmen dann mit noch günstigeren Preisen rechnen, ist kluges Handeln von Wirtschaft, Zentralbanken und Politik gefragt – um eine Abwärtsspirale zu verhindern.

DLF: Weltwirtschaft – Dollar, Euro, Renminbi und die Zukunft der Leitwährung (15.03.2021)
Der Dollar ist seit Jahrzehnten unangefochtene Leitwährung in der Welt. Doch in der Weltwirtschaft spielt China eine immer größere Rolle, auch der Euroraum möchte seiner Gemeinschaftswährung zu mehr Ansehen verhelfen. Was macht eine Leitwährung aus? Und was tut sich im Weltwährungssystem? Ein Überblick.

DLF: Chinas Politik – „Es geht viel stärker um Wirkung als um Wahrheit“ (14.03.2021)
Wirtschaftswachstum, High-Tech und Erfolge im Umweltschutz auf der einen Seite – Totalüberwachung und Menschenrechtsverletzungen auf der anderen. In China stößt man auf viele Widersprüche. Der Sinologe Daniel Leese sieht das Land auf dem Weg in eine „zunehmend effizient organisierte Autokratie“.

Deutschlandfunk Kultur: Joseph Vogl: „Kapital und Ressentiment“ – Wie man Hass zu Geld macht (14.03.2021)
Geld, Macht und Einfluss konzentrieren sich immer stärker in den Händen weniger Internet- und Finanzkonzerne: Sie gefährdeten die Demokratie, warnt der Publizist Joseph Vogl, indem sie aus Feindseligkeiten systematisch Kapital schlagen.

SWR: Der Fahrrad- und E-Bike-Boom geht weiter (13.03.2021)
Wie kaum eine andere Branche haben Fahrradindustrie und -handel im vergangenen Jahr von der Corona-Pandemie profitiert. Plus 60 Prozent an Umsatz konnte die Branche in 2020 verzeichnen – ein absolutes Rekordergebnis! Weil vor allem teure E-Bikes gefragt waren und Absatz und Durchschnitts-Verkaufspreis der Räder so in die Höhe trieben. Und diese große Nachfrage nach neuen Rädern bleibt auch in diesem Jahr weiterhin ungebrochen hoch. Mit Folgen für Hersteller, Handel und Kunden.

DLF: Umzug nach Europa – Wie die Niederlande vom Brexit profitieren (13.03.2021)
Seit dem Brexit-Referendum verlassen Britinnen und Briten die Insel, viele ziehen nur 200 Kilometer weiter und fassen in den Niederlanden Fuß. Auch Unternehmen ziehen um. Wohnen, Sprache, der Schulbesuch der Kinder: Wie integrieren sich die Expats? Marten Hahn hat von Briten und Niederländern unterschiedliche Antworten bekommen.

BR: Wie Netz-Communities die Regeln der Börse neu definieren wollen (11.03.2021)
Im November 2020 formiert sich in einem Nischen-Forum im Internet ein BörsenTrend: Menschen dort beschließen, gemeinsam auf die bislang wenig gefragte Aktie der Handelskette GameStop zu setzen. Die Aktion sorgt weltweit für Schlagzeilen und bringt einen großen amerikanischen Hedge-Fonds in Bedrängnis. Dieser Zündfunk Generators erforscht, was wirklich hinter dem Hype um die Online-Community „Wall Street Bets“ steckt.

DLF: Mehr heimische Produktion: Wie die Pandemie die internationale Arbeitsteilung verändert (07.03.2021)
Zu Beginn der Corona-Pandemie waren viele Lieferketten teilweise unterbrochen. In manchen Branchen wird nicht nur deshalb inzwischen verstärkt auf heimische Produktion gesetzt, um Risiken zu minimieren. Einige Länder und Firmen dürften dabei verstärkt auf Roboter setzen, die immer günstiger zu finanzieren sind.

Deutschlandfunk Kultur: Ungleiche Verteilung von Vermögen – Superreichtum verbieten (06.03.2021)
Wenn es große Vermögensunterschiede gibt, verletzt das die menschliche Würde, meint der Philosoph Christian Neuhäuser. Denn Armut führe zu Scham und dazu, nicht gleichrangig aufzutreten. Geld bedeute politische, ökonomische und soziale Macht.

SWR: Wer kauft mein Auto? Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt (05.03.2021)
Im Februar ist der Berliner Gebrauchtwagenhändler Auto1 sehr erfolgreich an die Börse gegangen. Mit dem Verkauf von gebrauchten PKW in Deutschland und Europa lassen sich offenbar große Gewinne erzielen. Immer mehr Player drängen auf den Markt, vor allem online. Wie kaufen wir in Zukunft Gebrauchte, was passiert mit den klassischen Händlern?

NDR: Aufsteigende Weltmacht (04.03.2021)
Wie stark ist der Einfluss Chinas in der Welt. Kann Deutschland gleichermaßen mit China und den USA verbündet sein?

BR: Geschichte der Finanzkriege – Wenn Geld zur Waffe wird (04.03.2021)
Gefälschte 5-Pfund-Noten: Das war ein Teil der deutschen Kriegsstrategie gegen England – die Währung des Kriegsgegners sollte ruiniert, deren Wirtschaft zerstört werden. Eine Kriegsführung, die schon Napoleon anwandte.

HR: Spacs – der neue Hype an den Finanzmärkten (04.03.2021)
In den USA sind sie der letzte Schrei an den Börsen. Spacs, leere Unternehmenshüllen, die dort Milliarden einsammeln und auf die Jagd nach Übernahmen gehen. Der Trend schwappt gerade nach Deutschland. Können auch Privatanleger davon profitieren?

Tagesschau Zukunfts-Podcast: Nur noch mit Bitcoin bezahlen? Was dann? Ein Gedankenexperiment (04.03.2021)
Mal angenommen, wir zahlen nur noch mit Bitcoin. Gibt’s dann keine Banken mehr? Freut das vor allem Cyberkriminelle? Und steigt unser Energieverbrauch ins Unermessliche? Ein Gedankenexperiment.

BR: Vom New Deal zum Green New Deal – die Idee vom großen sozialökologischen Umbau (28.02.2021)
2019 zogen junge Klimaaktivisten durch die Straßen Berlins, Washingtons oder Londons und forderten einen Green New Deal. Das Besondere an dieser Zukunftsvision: Es wird zusammengedacht, was lange Zeit gegeneinander ausgespielt wurde: Soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz. Vorbild für den Green New Deal ist Roosevelts New Deal der 1930er Jahre

DLF: China und Indien – Wie zwei Nachbarn um den Indischen Ozean konkurrieren (27.02.2021)
Die Präsenz chinesischer Kriegsschiffe im Indischen Ozean hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die Sicherheit einer wichtigen Schifffahrtsroute für chinesische Öltanker. Indien ist von dieser Entwicklung zunehmend beunruhigt.

BR: Faules Lob im Netz – Ein Feature über das Geschäft mit Online-Bewertungen (25.02.2021)
Die Gier nach positiven Bewertungen im Internet ist groß. Das nutzen windige Agenturen aus. Ein Whistleblower zeigt: Ärzte, Anwälte, Amazon-Händler und KFZ-Gutachter aus ganz Deutschland zahlen viel Geld für gekauftes Online-Lob.

Deutschlandfunk Kultur: Regionaler Konsum in Westafrika – Zurück zu den einheimischen Wurzeln (23.02.2021)
In westafrikanischen Supermärkten gibt es Schokolade aus der Schweiz und Hundefutter aus Belgien. Regionale Produkte hingegen – Fehlanzeige. Das soll sich ändern. Unternehmerinnen und Unternehmer versuchen, heimischen Konsum wieder populär zu machen.

SWR: Roulette mit Aktien – Wird die Börse endgültig zur Spielbank? (25.02.2021)
Günstige Online-Aktienbroker und die Langeweile im Lockdown locken immer mehr Menschen an die Börse. Die sorgen dort immer wieder auch für Kurssprünge. Bestimmen nicht mehr Unternehmenserfolg, sondern Spekulation und Wetten den Aktienwert? Wer treibt diese Entwicklung und wie lässt sich Vertrauen in die Börsen zurück gewinnen? Geli Hensolt diskutiert mit Prof. Dr. Michael H. Grote – Frankfurt School of Finance & Management, Saskia Littmann – Finanzkorrespondentin, WirtschaftsWoche, Gerhard Schick – Vorstand Bürgerbewegung Finanzwende e.V.

DLF: Soziologische Diskussionen um Corona – Das Virus als Sprungbrett in die „Postwachstumsgesellschaft“?(25.02.2021)
Flugzeuge der Lufthansa stehen am Flughafen in München am Boden. Bei der Airline sind nach der Coronakrise 22.000 Arbeitsplätze bedroht. (imago)In den Sozialwissenschaften wird die Pandemie nicht nur negativ gesehen. Von Solidarität, von „Stillstand als Chance“, sogar vom ökologischen „Kollateralnutzen“ ist erwartungsfroh die Rede. Demgegenüber befürchten Skeptiker eher ein Rollback des Konsumismus, wenn das Wachstum wieder angekurbelt wird.

Deutschlandfunk Kultur: Verhaltensforschung in der Ökonomie – Die Grenzen der Vernunft (23.02.2021)
Über Jahrzehnte haben Forscher wie die Nobelpreisträger Daniel Kahneman und Reinhard Selten über rationales und irrationales Verhalten in der Wirtschaft geforscht. Neue Ansätze könnten gerade in der heutigen Zeit hilfreich sein.

NDR: Wasserstoff als Klimaretter? Energiewende in den Niederlanden (24.02.2021)
Der Hype um Wasserstoff ist groß. Im Sommer vergangenen Jahres hat die EU, als Teil des Green Deals, eine Wasserstoffstrategie vorgelegt. Der Energieträger soll Europas Wirtschaft helfen, bis 2050 CO2-neutral zu werden. In den Niederlanden könnte die Gewinnung von Wasserstoff sogar die Förderung von Erdgas ersetzen. Kann Wasserstoff wirklich das Klima retten? Die Niederlande setzen darauf. Im Norden des Landes, im „Hydrogen Valley“ wird gerade das erste regionale Wasserstoff-Projekt aufgebaut, mit finanzieller Unterstützung der EU. Im bestehenden Erdgasnetz soll künftig Wasserstoff transportiert, die Erdgasboiler in den Wohnungen durch Wasserstoffboiler ersetzt werden. Da Wasserstoff derzeit vier Mal teurer als Erdgas ist, will die Gemeinde die Mehrkosten größtenteils übernehmen. Doch nicht jede Nutzung von Wasserstoff ist nachhaltig. Es gibt „grünen“, „blauen“ und „grauen“ Wasserstoff – je nachdem, auf welche Weise er gewonnen wird. Und es kommt darauf an, wo er als Energieträger eingesetzt wird. Nicht alle Experten halten Wasserstoff für den Königsweg zur Energiewende.

Deutschlandfunk Kultur: Regionaler Konsum in Afrika – Zurück zu heimischen Produkten (23.02.2021)
In westafrikanischen Supermärkten gibt es Schokolade aus der Schweiz und Hundefutter aus Belgien. Regionale Produkte hingegen – Fehlanzeige. Das soll sich ändern. Unternehmerinnen und Unternehmer versuchen, heimischen Konsum wieder populär zu machen.

HR: Umverteilung in der Coronakrise: sollten Reiche mehr zahlen? (18.02.2021)
Die Coronakrise hat viele Reiche noch reicher gemacht – während Millionen Menschen gerade um ihren Job und ihre Existenz fürchten. Immer lauter wird deshalb eine Vermögensabgabe gefordert. Sollten Reiche mehr zahlen?

HR: Die Pandemie und der Profit: Wen Corona reicher gemacht hat (16.02.2021)
Kurzarbeit, Jobverlust, Laden zu: Corona macht viele Menschen arm. Aber Corona macht auch reich. Wer schon ein gewisses Vermögen hatte und dieses in Aktien oder Immobilien gesteckt hat, hat ordentlich hinzuverdient.