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ARTE: Europas Wirtschaft im China-Dilemma. Unabhängiger werden – aber wie? (11.01.2023)
»Spätestens seit den drakonischen Lockdowns Chinas in der Pandemie ist klar: Die Abhängigkeit von der Weltmacht ist gefährlich für Europas Wirtschaft. Und längst geht es nicht mehr nur um Handel und Produktion. China will eine andere Weltordnung, Autokratie gegen Demokratie. Auch viele Familienunternehmen fragen sich deshalb: Wie viel Loslösen ist möglich? Und wirklich notwendig? Deutschland ist stolz auf seine Hidden Champions – mittelständische Unternehmen, die in ihrem Geschäftsfeld Weltmarktführer sind. Oft sind sie im ländlichen Raum angesiedelt und stützen die Wirtschaft einer ganzen Region. So wie der Druck- und Messtechnikspezialist WIKA aus Klingenberg. Doch das Unternehmen ist wie viele andere vom wichtigsten Wachstumsmarkt China abhängig. Von einem Land also, das von Europa und den USA zunehmend als Rivale wahrgenommen wird. Was einst ein Garant für Wohlstand und Gewinne war, wird nun zur Hypothek: Die meisten Unternehmer passen ihre China-Strategie an. Doch die Abhängigkeit ist schwer zu reduzieren. Besonders in Zeiten, in denen der Mittelstand ohnehin mit Inflation, hohen Energiepreisen und dem Fachkräftemangel kämpft. Ganz besonders exponiert ist Webasto. Der Autozulieferer hat über Jahrzehnte einen guten Teil seines Wachstums in China erzielt. Seine Präsenz in China will er nicht reduzieren und nutzt die Gewinne von dort, um hier eine eigene Autobatterieproduktion aufzubauen. Eine Branche, die bislang von China dominiert wird und ohne die die Mobilitätswende hin zum Elektroauto nicht gelingen wird. Allerdings ist Webasto auch hier auf Zulieferungen aus und auf Absatz in China angewiesen. Einen Schritt weiter geht das französische Start-up Tiamat: Hier setzt man auf eine neue Batterietechnik, die ohne klassische Zellen oder Seltene Erden aus China auskommt. Doch bis das ausgereift ist, wird es dauern. Bis dahin gilt: Das Geschäft mit China muss weitergehen, wenn Europa nicht will, dass sein Wohlstand spürbar sinkt.«

SWR: Die Stadt die niemals schläft – Hinter den Toren der BASF (06.01.2023)
So hat man die BASF noch nie gesehen: Einzigartige Einblicke in den gigantischen Konzern in Ludwigshafen am Rhein. Etwa 40.000 Beschäftigte sorgen dafür, dass mithilfe von Chemie Produkte entstehen, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

ARTE: Brauchen wir Wirtschaftswachstum? (30.12.2022)
»Wir Lebewesen – Menschen, Tiere, Pflanzen – hören irgendwann auf zu wachsen. Bei der Wirtschaft ist das anders. Sie wächst und wächst und wächst. Doch damit wachsen auch unsere Kleider- und Müllberge. Und der Meeresspiegel. Sechs von neun planetaren Grenzen haben wir überschritten. Müssen wir also unsere Wirtschaft mal runterfahren? Oder brauchen wir etwa Wirtschaftswachstum? Es ist seltsam: Wir leben im Widerspruch. Die meisten Regierungen der Welt versprechen Wohlstand durch Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig führt Wachstum zu Klimakrise, Artensterben, Abholzung und acht Millionen Toten im Jahr wegen Umweltschäden. Die Schäden kamen schon kurz nach Beginn des Phänomens auf. Ab den 50er Jahren wächst die Wirtschaft, ab den 60ern wächst aber auch der Müll, Flüsse sind vergiftet, in Industriegebieten verstaubt die Sonne. 1972 veröffentlicht der Club of Rome die Studie „Die Grenzen des Wachstums“. „Wenn wir das Wachstum nicht mit eigenen Maßnahmen verlangsamen, wird die Natur das für uns tun“, erklärt Autor Dennis Meadows. Unser Fokus auf Wirtschaftswachstum, also einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, ignoriert die Kosten an Natur und Mensch. So stieg bei der Ölpest im Golf von Mexiko das Bruttoinlandsprodukt der USA wegen der Reinigungskosten, doch Mensch und Natur erlitten Schäden. Das Bruttoinlandsprodukt misst außerdem nur bezahlte Arbeit, keine unbezahlte wie Hausarbeit, Familienarbeit, Ehrenamt oder Selbstversorgung. Ob es uns gut geht, wir genug haben, alles gut teilen – darüber sagt das Bruttoinlandsprodukt nichts aus. Wie kommen wir aus dem Dilemma heraus? Unsere staatlichen Einnahmen hängen aktuell vom Wirtschaftswachstum ab. „Wenn das einbricht, sind Jobs gefährdet, Steuereinnahmen, Sozialversicherung“, erklärt Ökonomin Irmi Seidl, und grünes Wachstum ist laut Studien gescheitert, weil auch mit neuen Technologien der Ressourcenverbrauch steigt. Müssen wir also alles mal runterfahren – und geht das weltweit?«

mehr/wert: 175 Jahre Siemens – Von der Hinterhofwerkstatt zum Weltkonzern (29.12.2022)
Es ist fast wie ein modernes Märchen: Ein kleines Start-up wird zum internationalen Großkonzern. Zum Beispiel Siemens. Am 1. Oktober 1847, also vor 175 Jahren, gründen Werner Siemens und Johann Georg Halske ihre kleine Firma in einer Hinterhofwerkstatt und bauen einen Zeigertelegraphen. Heute sind in diesem Unternehmen weltweit gut 300.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon über 50.000 allein in Bayern. Doch in der langen Geschichte der Firma ging es nicht immer nur bergauf. Zwei Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise trafen auch Siemens schwer. Dazu kam die Rolle des Unternehmens während der NS-Zeit, als bis zu 80.000 Menschen für Siemens Zwangsarbeit verrichten mussten. Und nicht zuletzt der Korruptionsskandal im Jahr 2006 brachte das Unternehmen in ernste Schwierigkeiten. Auch die Produkte haben sich immer wieder geändert. Früher wurde alles hergestellt, was mit Strom zu tun hatte: Waschmaschinen, Toaster und Fernseher genauso wie Großkraftwerke, Elektroautos oder Handys. Heute hat man sich bei Siemens erfolgreich auf einige wenige Geschäftsfelder konzentriert.

Dok (SRF): Einblick in die Gastro-Branche – Von Druck, Preispolitik und Leidenschaft (22.12.2022)
»Die Schweizer Gastronomie steht unter Druck. Akuter Personalmangel, steigende Betriebskosten und Nachwehen der Pandemie machen der Branche zu schaffen. Die Folge: In der Schweiz schliesst jedes Jahr eines von vier Restaurants seine Pforten.
Die Schweizer Gastroszene ist vielleicht nicht systemrelevant, aber – das hat die Pandemie gezeigt – sie hat eine gesellschaftliche Relevanz. Alle haben realisiert, wie wichtig das Verwöhntwerden im Restaurant ist. Viele Beizer wirten am Existenzminimum und die Corona-Pandemie hat zu etlichen Betriebsschliessungen geführt. Denn die Gastronomie ist eine harte Branche. Die Löhne sind schlecht, die Arbeitszeiten lang und unregelmässig, und die sozialen Kontakte beschränken sich meist auf das Netzwerk innerhalb der Branche. Und doch werden Köchinnen und Köche in den letzten Jahren von den Branchenblätter zu Superstars hochgejubelt und es wäre nur folgerichtig, wenn diese Vorbilder für genügend Nachwuchs sorgen würden. Aber dem ist nicht so, im Gegenteil: Die Anzahl der Lernenden nimmt seit Jahren ab und jede zweite Ausgebildete hängt den Job innerhalb weniger Jahre an den Nagel. Der Filmemacher Christian Rösch hat im Alter von 55 Jahren eine Lehre als Koch in der Wirtschaft Ziegelhütte am Stadtrand von Zürich begonnen und im Sommer 2021 abgeschlossen. Diese Ausbildung hat ihm Einblick in eine Branche gegeben, die jeder zu kennen glaubt. Mit diesem Film zeigt er die laute Welt einer Restaurantküche und die harte Preispolitik für Lieferanten und Produzenten. Er zeigt, welchen Aufwand Gastronomen betreiben müssen, um die Gäste anzulocken und zufriedenzustellen.«

ARTE: Chaos auf der Schiene. Die Deutsche Bahn und die Verspätungen (22.12.2022)
Verspätungen, Ausfälle und Baustellen – eigentlich will die Deutsche Bahn das Verkehrsmittel der Zukunft werden. Die Realität sieht anders aus: Ihre Pünktlichkeitsquote fiel diesen Sommer auf unter 60 Prozent. In der Schweiz und Frankreich läuft der Schienenverkehr reibungsloser ab. Wo liegen die Probleme der Deutschen Bahn und was machen die europäischen Nachbarn besser?

SWR: Bestellen per Mausklick – Die Welt der digitalen Plattformen (21.12.2022)
Wir bestellen Pizza bei Lieferando, mieten die Ferienwohnung über Airbnb oder suchen auf MyHammer nach einem Handwerker. Die eigentliche Leistung aber wird nicht von diesen Firmen erbracht, sondern von Dritten: von Fahrradkurieren, Wohnungsbesitzern, Handwerkern und vielen anderen. Zwischen Kunde und Auftraggeber sitzt die Plattform und verändert die Beziehungen der beiden und damit die Arbeitswelt. Nicht immer nur zum Guten. Ob festangestellt, selbständig oder freiberuflich – Plattformarbeiter verdienen oft nicht viel. Manche müssen sich sogar selbst um Krankenversicherung und Altersvorsorge kümmern.

ZDF: Verspätet und verschollen: Versinkt die Deutsche Post im Chaos? (20.12.2022)
Noch nie gab es so viele Beschwerden über die Deutsche Post – und das, obwohl sie immer weniger Briefe befördern muss. Post-Kundinnen und Kunden beklagen sich über Briefe, die spät oder gar nicht ankommen, über steigende Preise und einen schlechten Service. Doch woran liegt das?In dieser Folge Kontext gehen wir drei zentralen Gründen für die Probleme bei der Post auf den Grund: Der Personalmangel bei der Post, ihre Quasi-Monopolstellung in Deutschland und ihre Rolle als Global Player.

ARTE: Was, wenn uns die Natur Rechnungen stellt? (18.12.2022)
„Sei vorsichtig! Das ist wertvoll!“. Solche Warnungen haben wir als Kind wohl alle gehört, wenn wir etwa den Fotoapparat des Vaters untersuchen wollten. So haben wir gelernt, vorsichtig mit wertvollen Dingen umzugehen. Mit der wesentlich wertvolleren Natur gehen wir Menschen allerdings nicht gut um. Wäre es anders, wenn die Natur Rechnungen schreiben würde?

ZDF: Abzocke im Osten – Die Einheitsverbrecher (17.12.2022)
Die Wirren der Wende und ihre Schatten: In den Einheitsjahren nutzen Betrüger unklare Strukturen und Lücken im System aus. „ZDF-History“ zeigt spektakuläre Fälle von „Vereinigungskriminalität“.

mex: Christlich anlegen – wie die Kirchen ihr Vermögen verwalten (14.12.2022)
Privatanleger stehen oft vor der Frage, nach welchen Kriterien sie ihr Geld gerne anlegen wollen. Darf es ein wenig nachhaltig sein? Geht das auf Kosten der Rendite? Welche Branchen will ich unterstützen und wo vertrete ich nicht dieselben Werte? Die Kirchen in Deutschland verwalten ebenfalls eine Menge Geld – und haben eigene Kriterien bei der Geldanlage.

ARTE: Arbeit ohne Sinn (13.12.2022)
»Arbeit kann erfüllend sein – im Idealfall. Doch ziemlich viele Menschen mit Bürojobs sind in ihrer täglichen Arbeit todunglücklich. Klar, man könnte einwenden, die Unzufriedenheit dieser Angestellten sei hauptsächlich ein Problem der Ersten Welt. Sie haben einen sicheren, körperlich nicht anstrengenden Beruf, der oft auch noch relativ gut bezahlt wird – und auf der Welt gibt es viele Menschen, die in weit größerem Elend leben. Aber gehört die beispiellose Verschwendung menschlicher Ressourcen nicht trotzdem zu den großen Dramen unserer Zeit? „Arbeit ohne Sinn“ erforscht die Gründe dafür, warum hochbezahlte Managerinnen und Manager so gerne Phrasen dreschen, abstrusen Managementmethoden folgen und zum Wohl der Aktionärinnen und Aktionäre das Betriebsklima vergiften. Laut einer Untersuchung von Gallup versuchen nur 13 Prozent der arbeitenden Bevölkerung ihren Job gut zu machen. 64 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dagegen ist ihr Job gleichgültig, sie wollen nur mit einem Minimum an Aufwand einigermaßen gut durch den Tag kommen. Ganze 25 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten gegen die Firma, bei der sie angestellt sind, weil sie ihre Tätigkeit hassen. Die Zahlen variieren von Land zu Land, aber der Trend lässt sich überall auf der Welt beobachten. Dass sie in ihrer Arbeit keinen Sinn finden können, macht viele Menschen sogar krank. In der Dokumentation berichten Patientinnen und Patienten mit Burnout von ihren Erfahrungen. Eingeordnet und kommentiert werden deren Aussagen vom verstorbenen Anthropologen und Aktivisten David Graeber und der in Berkeley ansässigen Pionierin der Burnout-Forschung, der Psychologin Christina Maslach.«

makro: Stresstest für den Standort Deutschland (13.12.2022)
In deutschen Unternehmen fehlt es an Energie, Rohstoffen und Personal. Zusammen mit den Nachwehen der Coronakrise eine toxische Mischung

Kontrovers: Mega-Hype Sportwetten: Zwischen Profit und Sucht (07.12.2022)
Mit der Legalisierung von Sportwetten wurde viel versprochen: besserer Spielerschutz, mehr Kontrolle, Regeln für Werbung. Aber wie gut werden die tatsächlich umgesetzt? Die Kontrovers Story über die Faszination des Mega-Hypes und den schmalen Grat zur Sucht.

SWR: Der Preis-Schock – wie wir für die Krise zahlen (07.12.2022)
Moritz Hartnagel begleitet ganz unterschiedliche Menschen durch das Krisenjahr 2022 und beobachtet, wie sie mit Problemen wie Lieferengpässen, Inflation und steigenden Preisen umgehen – die Chronik eines Jahres, wie wir es noch nie erlebt haben.

Plusminus: Strompreisbremse und Übergewinne (07.12.2022)
Kommunen auf der Suche nach Strom – viele Städte und Gemeinden haben noch keinen Energieversorger für das kommende Jahr. Die angebotenen Preise sind schlichtweg zu hoch. Nun hoffen die Bürgermeister und Kämmerer auf die Wirkung der Strompreisbremse, so wie Verbraucher und mittelständische Unternehmen. Finanziert werden soll das unter anderem mit Abgaben auf Übergewinne der Branchen, die von hohen Energiepreisen profitieren. Doch Experten warnen vor einer vor Investitionshürden bei der Energiewende. Wie geht es weiter?

Plusminus: Geht nicht gibt’s nicht: Wie die Energiewende gelingt (07.12.2022)
Wunsiedel im Fichtelgebirge ist eine kleine Kreisstadt, aber bei der Energiewende ganz groß. Seit gut 20 Jahren setzt sie konsequent auf erneuerbare Energien und nachhaltige Technik. Damit kann sie ihre rund 10.000 Einwohner selbst versorgen. Wie konnte das gelingen und warum ist das nicht überall so?

ZDF: Spieler, Zocker, Influencer. So tickt die deutsche Gaming-Branche (05.12.2022)
Gaming ist der neue Mainstream. Egal ob am PC, der Konsole oder mit dem Handy – die Deutschen zocken mehr als je zuvor. Um die Spiele herum entstehen neue Geschäftsfelder und Berufe.
Nische? Von wegen! Die Deutschen lieben Videospiele, der deutsche Gaming-Markt ist einer der größten der Welt. Und die Deutschen zocken mehr als je zuvor. Doch kaum ein Spiel wird hierzulande hergestellt. Große Player kommen aus den USA und Asien, auch in Europa sind andere Länder vorne. Wie wollen deutsche Hersteller den Rückstand aufholen?

mehr/wert: Angeklagt – Wirecard vor Gericht (01.12.2022)
Es ist einer der spektakulärsten Strafprozesse in der bundesdeutschen Wirtschaftsgeschichte: Die milliardenschwere Pleite des Zahlungsdienstleisters Wirecard. Angeklagt sind Ex-Chef Markus Braun und zwei weitere Manager. Waren wirklich große Teile des Geschäfts von Wirecard erfunden? Wie lassen sich dann Zahlungen in Milliardenhöhe erklären, die sich auf Konten bei der Wirecard-Bank nachzeichnen lassen? War Wirecard am Ende auch eine große Geldwaschanlage? Und was bedeutet der Prozess für geschädigte Anleger? Sie haben an den märchenhaften Aufstieg des deutschen Tech-Konzerns Wirecard geglaubt und rund 20 Milliarden Euro verloren.

Exakt: Produktion von Grünem Wasserstoff in Namibia (30.11.2022)
Grüner Wasserstoff soll den deutschen Energiemarkt fossilfrei machen. Ein Wasserstoff-Großprojekt gibt es in Namibia. Wer sind die Akteure und wie realistisch ist die Umsetzung? Und profitieren auch die Menschen vor Ort?

Kontrovers: Strompreis: Zahlen für ungenutzte Energie (30.11.2022)
Verbraucher zahlen auch für Strom aus Wind und Sonne, der ungenutzt bleibt. An manchen Tagen wird bei weitem nicht alle Energie ins Netz eingespeist, die produziert wird. Die Stromerzeuger erhalten dafür Entschädigungen – die müssen die Verbraucher bezahlen. Doch das müsste nicht sein. 

Kontrovers: Höhere Strompreise: „Man muss den Druck erhöhen.“ (30.11.2022)
Ein Vorstoß, den Verbraucher erst mal nicht gerne hören: Höhere Strompreise für den windarmen Süden Deutschlands. Das soll Ansporn geben für Innovationen und Investitionen in andere Technologien, erklärt Energieökonom Mathias Mier im Kontrovers-Interview. Bayern wäre damit für die Zukunft besser aufgestellt.

ZDF: Energiekrise: Rekordpreise für Strom und Gas jetzt normal? (29.11.2022)
Die Hälfte aller Wohnungen in Deutschland wird mit Gas beheizt – und das kostet gerade doppelt so viel wie im letzten Jahr. Bleibt es nun dauerhaft so teuer? Theo Koll setzt die Energiekrise in den Kontext.

Panorama – die Reporter: Lithium: Der Traum vom sauberen Auto (29.11.2022)
Lithium gilt inzwischen als das weiße Gold der Energiewende. Damit Autos sauber werden, soll der Verbrennermotor durch elektrische Antriebe ersetzt werden. Vor allem der Bedarf der Automobilindustrie für E-Mobilität lässt die Nachfrage nach dem Alkalimetall explodieren. In Südamerika wird Lithium aus Salzseen gewonnen. BMW behauptet, Lithium dort von einem besonders nachhaltigen Hersteller zu beziehen: Livent. Doch Panorama-Recherchen zeigen: Es gibt Zweifel.

Plusminus: Klimaschutz und Geldpolitik – EZB bietet grüne Anleihen an (16.11.2022)
Bis 2050 will die EU klimaneutral werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat deshalb bekannt gegeben, künftig beim Ankauf von Unternehmensanleihen auf Klimaschutz-Kriterien zu achten. Damit will die EZB die grüne Transformation der Wirtschaft befördern. Allerdings sorgen diese Maßnahmen bei Fachleuten für Kritik. 

Plusminus: Maskendeals – Millionen abgelaufene Masken sollen verbrannt werden! (16.11.2022)
Im März 2020 als Schutzmasken knapp waren beschaffte das Bundesgesundheitsministerium Schutzmasken im Wert von ca. 6,3 Milliarden Euro. Während Maskenlieferanten weiterhin auf ihr Geld warten, sind noch Millionen von mittlerweile abgelaufenen Masken eingelagert. Den Steuerzahler kommen die Maskengeschäfte immer teurer zu stehen, denn nun sollen diese Masken energetisch verwertet werden!

Makro: Geheimes Katar – Geschäftssinn, Gas und Größenwahn (15.11.2022)
Katar: Der Wüstenstaat am Golf hat es mit Öl und Gas zu einem der wohlhabendsten und einflussreichsten Länder der Welt geschafft. Die Fäden hält die Emir-Familie Al Thani fest in der Hand.

ZDF: Teuerland. Abschied vom deutschen Wohlstand? (15.11.2022)
Das Wohlstandsversprechen ist Teil der deutschen Identität, Fundament der deutschen Nachkriegsdemokratie. Jetzt aber stellt sich die Frage: Ist der „Wohlstand für alle“ nur noch Illusion?

NDR: Schmutziges Kupfer: Die dunkle Seite der Energiewende (14.11.2022)
Die Energiewende war vielleicht noch nie wichtiger als heute. Windenergie und Solarpower sind entscheidend für die Zukunft. Der vielleicht wichtigste Rohstoff für diese Schlüsseltechnologien ist das Metall Kupfer. Seit Jahren steigt der Preis für Kupfer in noch nie da gewesene Höhen. Minen und Produzenten machen weltweit Milliardengewinne. Doch wo und unter welchen Umständen wird Kupfer abgebaut? Welche Folgen hat der Abbau für die Umwelt? Ein Team des NDR stößt auf eine ökologische Katastrophe. Eine spannende Recherche über Kupfer, einem der wichtigsten Rohstoffe für erneuerbare Energien.

Exakt: Inflation: Pfandleiher haben Konjunktur (09.11.2022)
Die allgegenwärtige Inflation lässt bei vielen das verfügbare Budget schrumpfen. Wer dringend Geld braucht, rettet sich manchmal durch Notverkäufe bei der Pfandleihe. Die Pfandhäuser sind wieder gefragt.

Fakt: Gas als Waffe – Wie sich Deutschland von Putin abhängig machte (08.11.2022)
Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten von russischem Gas abhängig gemacht. Nun müssen wir mit den Folgen leben. Warum ignorierten Industriemanager, Landes- und Bundespolitiker die damit einhergehenden Gefahren?
➔ Eine etwas kürzere Fassung (11 min) gibt es hier: 
Exakt: Gas als Waffe – Wie sich Deutschland von Putin abhängig machte (09.11.2022)

Makro: This is TikTok – Stars und Hype in Hochkant (08.11.2022)
TikTok ist in der Social-Media-Welt die Unterhaltungsplattform schlechthin. Und ein erfolgreiches Geschäftsmodell. Wer verdient damit wie viel Geld, und was steckt hinter dem Unternehmen?

Plusminus: Steueroasen: Wie Superreiche bei der Gewerbesteuer tricksen (02.11.2022)
Kommunen kämpfen mit leeren Kassen, müssen Schwimmbäder schließen und die Heizungen herunterdrehen in öffentlichen Gebäuden. Ein Grund für die leeren Geldbeutel: Deutsche Großunternehmen und Milliardäre flüchten sich zuhauf in deutsche Gewerbesteueroasen, in denen sie viel weniger Steuern auf ihre Gewinne zahlen müssen.

Exakt: Arbeitslos durch Gaspreisexplosion? (02.11.2022)
Energie wird immer teurer. Das Institut der Deutschen Wirtschaft schätzt, dass durch hohe Gaspreise bis Ende des kommenden Jahres 337.000 Menschen ihren Job verlieren könnten. Wie geht es Mitarbeitern und Unternehmen?

ZDF: Die Wahrheit über unsere Landwirtschaft. Von Geldgier, Investoren und Getreide (01.11.2022)
Dürre auf den Feldern. Krieg in der Kornkammer Europas. Unterbrochene Lieferketten. Die Folge spürt jeder an der Supermarktkasse: Lebensmittel werden teurer. Wir haben spätestens jetzt begriffen, wie krisenanfällig das System ist, das uns ernährt. Die Preise für Getreide und Milch stiegen um 50 Prozent, für Kartoffeln und Tomaten um 30 Prozent. Deutschland ist Importweltmeister von Gemüse und Obst wie Äpfel und Quitten. Wer an Deutschlands Feldern vorüberfährt, sieht dort viele Monokulturen. Mais, Gerste, Weizen und Raps. Über die Hälfte des hier angebauten Getreides landet gar nicht auf dem Teller, sondern im Futtertrog oder im Tank. Obwohl deutsche Landwirte mit knapp sieben Milliarden Euro pro Jahr aus der EU subventioniert werden, schließen im Schnitt zehn Höfe am Tag für immer. Jungbauern aber haben kaum Chancen, neue Betriebe zu gründen. Ackerland ist vielerorts unbezahlbar geworden. Auch, weil große Investoren nach dem kostbaren Boden greifen. Etwa 60 Prozent der Fläche gehören inzwischen nicht-landwirtschaftlichen Eigentümern.

ARD: Kampf ums Klima (01.11.2022)
Rekordhitze, Waldbrände und Überschwemmungen – die Folgen des Klimawandels sind längst spürbar. Doch während Wissenschaftler immer lauter Alarm schlagen, kommt die Energiewende in Deutschland praktisch nicht voran. Nicht nur ausufernde Bürokratie verhindert den Ausbau regenerativer Energien, sondern auch ein Geflecht von aggressiven Bürgerinitiativen. Manche Windkraftgegner haben direkte Kontakte ins rechte politische Lager der Klimawandel-Leugner. Immer wieder gelingt es ihnen, den Ausbau von Windkraftanlagen zu verzögern. So etwa beim umstrittenen Windpark im hessischen Reinhardswald, der zum propagandistischen Schlachtfeld der Energiewende geworden ist. Und dieser Kampf ist radikaler geworden. So schrecken junge Klimaaktivisten nicht mehr davor zurück, ihre Hände auf Autobahnen festzukleben. Und zwischen allen Fronten steht die deutsche Politik, die mehr klimaschädliche Energie einkauft, als sie eigentlich will.

Panorama: Lieferdienst Gorillas: Glanz und Elend eines Start-ups (20.10.2022)
Noch vor nicht allzu langer Zeit war der Lieferdienst Gorillas ein Liebling von Medien und Investoren. Doch inzwischen steckt das Start-up offenbar in der Krise.

ZDF: Die Macht der Spielerberater (12.10.2022)
Jedes Jahr findet im Profi-Fußball ein bizarres Millionenspiel statt: Mit neuen Akteuren rüsten sich die Vereine im Kampf um Titel, Träume und Trophäen. Mittendrin: die Spielerberater. Sie sind die Strippenzieher, vermitteln Stars, lotsen Talente zu Klubs und kümmern sich um Verträge. Doch das Image der Berater ist schlecht. Der Vorwurf: sie arbeiten mit schmutzigen Tricks, behandeln die Spieler wie „Ware“ und kassieren hohe Honorare. Wechselt ein Spieler den Fußballverein, dann geht es meist um gigantische Ablösesummen, astronomische Spielergehälter und entsprechend hohe Honorare, auch für die Spielerberater, die diese Deals einfädeln.

ZDF: Abzocke im Osten – Die Einheitsverbrecher (08.10.2022)
Die Wirren der Wende und ihre Schatten: In den Einheitsjahren nutzen Betrüger unklare Strukturen und Lücken im System aus. „ZDF-History“ zeigt spektakuläre Fälle von „Vereinigungskriminalität“.

ZDF: Sauber in die Zukunft starten. Wasserstoff für die Energiewende (08.10.2022)
Raus aus der Energiekrise, unabhängig von Öl und Gas – klimaneutral. Eine Lösung verspricht Wasserstoff. Lange wurde die Technologie vernachlässigt, jetzt starten Pioniere durch.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Rheinland-Pfalz kommt bei Ausbau von Solar- und Windkraft nicht nach (06.10.2022)
Der Strom in Rheinland-Pfalz soll ab 2030 komplett aus regenerativen Energien erzeugt werden – so das Ziel der Landesregierung. Doch der Ausbau der erneuerbaren Energien kommt nur schleppend voran – wie Beispiele aus dem Land zeigen.

mehr/wert: Bio- statt Erdgas? Alternative mit Potential (06.10.2022)
Biogas entsteht durch die Vergärung von Biomasse, gehört zu den Erneuerbaren Energien. Es könnte wichtiger Ersatz sein für russisches Erdgas. Die Erzeuger könnten kurzfristig 20 % mehr Strom erzeugen. Nur: Sie dürfen nicht.

WDR: Chinas langer Arm: Die Seidenstraße in Europa (05.10.2022)
„Die Story“ begibt sich zu drei zentralen Schauplätzen der Seidenstraßen-Initiative in Europa: Duisburg mit seinem Binnenhafen, Lüttich mit seinem Frachtflughafen und dem neuen gigantischen Alibaba-Logistikzentrum und Genua als Zentrum der ligurischen Hochseehafenkooperation. Die Dokumentation schildert das Ausmaß der bereits vorhandenen Verzahnung mit dem Mega-Kunden und Mega-Lieferanten China und fragt, welche Perspektive die „Neue Seidenstraße“ in Zeiten von Null-Covid-Strategie und chinesisch-russischer Partnerschaft hat. Was bedeutet die neue Situation für die Unternehmen in Europa, die auf Kooperation mit China gesetzt haben und die Regionen, die sich einen infrastrukturellen Hochsommer erhofft haben? Wer hat, wer braucht einen Plan B? Wie kann der aussehen? Oder ist es vielleicht längst zu spät? Wird der erhoffte chinesische Segen zum Fluch?

Plusminus: Der Euro wird immer schwächer (05.10.2022)
Der schwache Euro belastet auf Importgüter angewiesene Mittelständler schwer. Sie geben der Europäischen Zentralbank die Schuld für den Verfall der Währung. Viel zu spät hat die EZB angefangen, die Zinsen im Euroraum zu erhöhen.

Makro: Klimasünder Industrie – Schaffen Stahl, Zement und Co. die Wende? (04.10.2022)
Noch ist er gewaltig, der Ausstoß von Klimagasen bei Stahl, Zement und Co. Und dennoch soll auch die Schwerindustrie möglichst in Rekordzeit grün werden. Wie kann das gelingen?

ZDF: Grünes Geld. Fragwürdige Geschäfte mit dem guten Gewissen (28.09.2022)
Nachhaltigkeit boomt, auch in der Finanzbranche. Immer mehr Menschen wollen mit ihrem Geld nachhaltig investieren. Dabei landet das Geld oft gar nicht in grünen Zukunftsprojekten. Jüngstes Beispiel: die Deutsche-Bank-Tochter DWS. Deutschlands größter Vermögensverwalter soll Anlageprodukte als nachhaltiger ausgewiesen haben, als sie tatsächlich waren. Inzwischen ermitteln die Behörden wegen Verdachts auf Anlagebetrug. Ist die DWS ein Einzelfall?

Plusminus: Sparideen zur Existenzsicherung (28.09.2022)
Die Energiekosten steigen nicht nur für private Haushalte. Viele mittelständische Betriebe wie Bäckereien, Friseure und Industrie-Unternehmen kämpfen ums Überleben. Einfach alles teurer anbieten, geht auch nicht unbegrenzt. Wir zeigen Firmen, die mit pfiffigen Ideen versuchen, ihre Energiekosten zu drücken. Mit Maßnahmen, die sie sich zuvor nicht hätten vorstellen können.

Plusminus: Kleine Stromerzeuger im Behördendschungel (28.09.2022)
Wer sich nach reiflicher Überlegung dafür entscheidet, Tausende von Euro in eine Photovoltaik-Anlage zu investieren, hat die Rechnung oft ohne die Bürokratie gemacht. Wenn Hausbesitzer die Durststrecke mit extrem langen Lieferzeiten für Solarmodule und Steuerelektronik hinter sich haben, zerren Netzbetreiber und Behörden mit komplizierten Vorschriften an ihren Nerven. Damit kommt der Strom vom Dach oft erst gar nicht ins Netz – und wenn, wird dafür noch ordentlich abkassiert. So wird das nichts mit der Energiewende.

Plusminus: Produktionsstopp für Biogasanlagen (28.09.2022)
Biogasanlagen fristen in Deutschland im Vergleich zu anderen Erneuerbaren Energien eher ein Schatten-Dasein. Dabei kann Biogas zur Verstromung und Wärmeversorgung genutzt oder – nach Aufbereitung – als Biomethan, also als biologisch hergestelltes Erdgas, verwendet werden. Der Fachverband Biogas hat erklärt, dass die rund 9.500 Anlagen relativ kurzfristig rund 20 Prozent mehr Strom erzeugen könnten. Bisher deckelt der Gesetzgeber die Produktion. Die Biomethanproduktion soll nach Plänen der EU bis 2030 europaweit verzehnfacht werden. Welchen Beitrag können Biogasanlagen kurz- und mittelfristig zur Überwindung der Energiekrise leisten?

Makro: Handwerker – verzweifelt gesucht! (27.09.2022)
Aktuell fehlen rund 250.000 Handwerker. Ein akutes Problem nicht nur für Privathaushalte, sondern auch für die großen Zukunftsprojekte in unserem Land.

Frontal 21: Sanktionsbrecher Lufthansa? Fragwürdige Geschäfte im Krieg (27.09.2022)
Der Lufthansa-Konzern hatte nach Putins Angriff auf die Ukraine versichert, die größte deutsche Fluggesellschaft stehe an der Seite der Menschen in der Ukraine. Tatsächlich ist Lufthansa über eine Tochtergesellschaft an der Firma Aeromar beteiligt.

Fakt: Droht Deutschland eine Deindustrialisierung? (27.09.2022)
Aufgrund der hohen Energiekosten in Deutschland verlegen große Unternehmen ihre Produktion ins Ausland. Mittelständler können das in der Regel nicht. Für sie geht es um die Existenz, für die Mitarbeiter um den Job.

Frontal 21: Proteste in Ostdeutschland. Angst vor Pleiten und Jobverlust (27.09.2022)
Immer mehr Menschen in Deutschland fürchten, aufgrund der extrem steigenden Strom- und Gaspreise in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Besonders in Ostdeutschland ist die Angst groß, dass Betriebe wegen der Energiekrise schließen müssen.

Fakt: Arbeitslos durch explodierende Gaspreise? (27.09.2022)
Immer mehr Firmen droht das Aus aufgrund der extrem steigenden Energiekosten. Das Institut der Deutschen Wirtschaft schätzt, dass dadurch bis Ende kommenden Jahres 337.000 Menschen ihren Job verlieren könnten.

Plusminus: Pleitewelle befürchtet: Wen trifft es zuerst? (21.09.2022)
Zuerst Covid, dann Rohstoffmangel – und jetzt der Ukraine-Krieg und mit ihm die Energieknappheit: Die deutsche Wirtschaft muss zurzeit eine Krise nach der anderen bewältigen. Bis jetzt haben dies die Unternehmen verhältnismäßig gut überstanden. Doch Experten warnen: Damit könnte es bald vorbei sein. Denn vielen Firmen geht nun auch angesichts von Fachkräftemangel und steigenden Preisen die Puste aus. Gefährdet sind nicht nur kleine, junge Unternehmen, sondern auch große etablierte Firmen. Doch was sind die Gründe, warum ein Unternehmen vom Markt verschwindet und ein anderes nicht? Und welche Eigenschaften braucht man, um in Krisenzeiten zu überleben? „Plusminus“ hat sich umgesehen in der Gründerszene und bei einem Weltkonzern.

Plusminus: Immobilienmarkt: Boom vorbei? (21.09.2022)
Explodierende Materialkosten am Bau, steigende Bauzinsen sowie Krieg und Energiekrise wirbeln den Immobilien-Markt kräftig durcheinander. Potentielle Käufer können ein Eigenheim nicht mehr finanzieren, die Nachfrage geht zurück, die Preise sind unter Druck. Makler bleiben länger auf ihren Immobilien sitzen, vor allem, wenn diese energetische Sanierungsfälle sind. Architekten straucheln, der Markt ist im Umbruch. Bauherrn lassen fertig geplante Projekte platzen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen rechnet sich nicht mehr. So entstehen noch weniger Wohnungen. Und Käufer schwenken um und wollen jetzt mieten. Auf dem Mietmarkt ist deshalb keine Entspannung in Sicht, die Situation könnte sich sogar noch zuspitzen.

Panorama 3: Enorme Energiekosten: Stirbt das Bäckerhandwerk aus? (20.09.2022)
Die Bäckereien leiden schon seit längerer Zeit: Die Zahl der Auszubildenden geht seit Jahren stetig zurück, der Mangel an Fachkräften nimmt zu. Steigende Preise für Energie und Rohstoffe wie Mehl und Butter infolge des Krieges in der Ukraine treffen die Branche also zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Viele Bäcker bangen um ihre Zukunft, weil für das Beheizen von Öfen und den Betrieb der Kühlräume ein enorm hoher Bedarf an Gas und Strom notwendig ist. Etliche Betriebe haben deshalb schon die Preise erhöht, doch eine Weitergabe der Kosten an die Kundschaft ist auch nur bedingt möglich.

Panorama 3: Prüfmonopol TÜV: Teures Warten auf die Fahrerlaubnis (20.09.2022)
Seit Monaten melden Fahrschulen bundesweit Probleme bei der Terminvergabe für die praktische Fahrschulprüfung. Denn abnehmen dürfen diese Prüfungen bislang nur der TÜV oder die DEKRA, die von den Ländern damit beauftragt werden. Und die kommen offenbar nicht hinterher. Durch die Pandemie hat sich ein Prüfungsstau gebildet – und jetzt leidet der TÜV unter Corona-bedingten Personalausfällen und zusätzlichem Fachkräftemangel. Eine kurzfristige Lösung ist nicht in Sicht. Das Nachsehen haben die Prüflinge und die Fahrschulen.

Panorama 3: Soja aus Brasilien: Blutige Konflikte für deutsches Tierfutter (20.09.2022)
Mit rund 25 Millionen Tieren jährlich ist Deutschland der fünftgrößte Schweinehalter weltweit. Weil die hierzulande produzierten Futterpflanzen nicht ausreichen, sind auch norddeutsche Intensivmäster auf proteinhaltige Futtermittel aus dem Ausland angewiesen – vor allem auf Soja aus Brasilien. Doch dort, wo das Soja herkommt, eskalieren immer wieder Konflikte um Farmland.

Makro: New Work – Die Zukunft der Arbeit (20.09.2022)
Selbstbestimmung und Zufriedenheit in Werkstätten und Büros. New Work ist mehr als Homeoffice, flexibles oder mobiles Arbeiten. Wer profitiert – und wo sind die Grenzen der neuen Arbeitswelt?

NDR: Das schmutzige Geschäft mit der Schönheit (19.09.2022)
Jade für mehr Mut, Amethyst für bessere Konzentration, Rosenquarz für die Liebe und eine straffere Haut. In der Schönheitsindustrie gehören sogenannte Heil- oder Schmucksteine seit Jahren fest zum Sortiment. Die Unternehmen der Schönheitsindustrie werben etwa für ihre Produkte aus Rosenquarz mit deren Natürlichkeit. Sie würden den Kunden helfen, sich von ihrem stressigen Alltag zu erholen und sich wieder mit der Natur zu verbinden. Doch das, wovon man sich in Europa neben Schönheit auch eine gewisse Erdverbundenheit verspricht, kommt in seinen Abbaugebieten ganz und gar nicht glamourös daher. Die Reporterinnen Nadja Mitzkat und Zita Zengerling machen sich auf die Suche: Von der europäischen Schönheitsindustrie über deren Zwischenhändler in Asien bis in die Abbaugebiete.

mex: Hoch wie nie – was der Blick in die Inflations-Historie verrät (14.09.2022)
So hoch wie zuletzt in den 70ern ist die Inflation. Doch was bedeutet das eigentlich? Es gibt einige Parallelen, aber eben auch immense Unterschiede. Wir vergleichen die letzte Hochphase der Inflation mit der Gegenwart, wie gehen und gingen Menschen, Unternehmen und Politik mit der Geldentwertung um.

Frontal 21: Teurer Strom und schwache Netze: Ist Atomkraft die Rettung? (13.09.2022)
Die Strompreise in Deutschland steigen und steigen. Seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine hat sich der Strompreis versiebenfacht. Gleichzeitig hat Frankreich große Probleme, seinen Strombedarf zu decken. Denn von den 56 Reaktoren der französischen Atomkraftwerke sind derzeit mehr als die Hälfte nicht am Netz, weil sie gewartet werden oder wegen der niedrigen Wasserstände der Flüsse nicht richtig gekühlt werden können. Deshalb exportiert Deutschland derzeit viel Strom nach Frankreich, was den Preis weiter anheizt. Die Verbraucher in Deutschland werden die Steigerungen in den nächsten Monaten zu spüren bekommen, wenn die Stromanbieter ihre Preise erhöhen. Viele können sich schon heute ihren Lebensunterhalt kaum noch leisten und wissen nicht, wie sie noch höhere Stromabschläge zahlen sollen.

Report Mainz: Abzocke per Telefon: Energieunternehmen nutzen Unsicherheit bei Strom und Gas aus (13.09.2022)
Abzocke per Telefon: Energieversorger nutzen Unsicherheit bei Strom und Gas aus. Es gibt 10.000 Beschwerden über ungewollte Werbeanrufe zu Energielieferverträgen.

Plusminus: Chip-Krise: Wie gut ist Deutschland darauf vorbereitet? (07.09.2022)
Weltweit mit Abstand führend in der Produktion von Hochleistungschips ist Taiwan. Das Land steht damit am Anfang einer globalen Lieferkette, die leicht reißen kann – an vorderster Stelle. Der jüngste Konflikt mit China hat dies vor Augen geführt. Die USA haben das Problem erkannt und treiben die eigene Chip-Produktion stark voran. Und was passiert in Deutschland?

ZDF: Rekordinflation: Warum gerade alles teurer wird (06.09.2022)
»In Deutschland gibt es gerade so viele arme Menschen wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Gleichzeitig wird alles teurer. Wie konnte es zu diesen extremen Preissteigerungen kommen? In Deutschland gibt es gerade so viele arme Menschen wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Gleichzeitig wird alles teurer: Für Butter bezahlen wir momentan etwa doppelt so viel wie im Jahr 2015. Wie konnte es zu diesen extremen Preissteigerungen kommen? Und wie kommen wir da wieder raus? Um diese Fragen zu beantworten, schauen wir uns in dieser Kontext-Folge unter anderem an, ob wir in der jetzigen Situation aus der Ölkrise der 1970er Jahre lernen können – und nennen drei Hauptursachen für unsere heutige Rekord-Inflation.«

Makro: Dürre am Rhein – Die Folgen der Wassernot (06.09.2022)
Historische Dürre und Niedrigwasser am Rhein. Was bedeutet das für Deutschlands wichtigste Wasserstraße? makro zeigt die dramatischen Folgen für Umwelt, Wirtschaft und die Menschen.

FAKT: Umstrittene Sanktionen gegen Russland (06.09.2022)
Proteste gegen die Energiepolitik. Viele Demonstranten fordern ein Ende der Sanktionen. Doch ist das so einfach? Wie wirksam sind sie? Nicht die Sanktionen sind das Problem, sondern die Energiepolitik, sagen Experten.

Makro: Blackout – Gefährdet die Energiewende unsere Stromversorgung? (30.08.2022)
Deutschland steigt aus: Keine Kohle. Kein Gas. Keine Atomkraftwerke. Stattdessen setzen wir voll auf erneuerbare Energien. Droht so ein großer Strom-Blackout?

Report Mainz: Überlastete Gerichte – Klagewelle bei Flugverspätungen lähmt Justiz (23.08.2022)
Viele Passagiere mit einer Flugverspätung haben ein Anrecht auf Entschädigung. Ihre Klagen gegen die Airlines fluten die Gerichte und führen zu einer Überlastung der Justiz. Die Massenklagen und der damit verbundene Personalmangel haben weitreichende Folgen: Jährlich werden Tatverdächtige aus der U-Haft entlassen, weil Prozesse nicht rechtzeitig beginnen.

Plusminus: Ostdeutsche Bauern fürchten um ihr Land (17.08.2022)
Der Bund nimmt vielen ostdeutschen Bauern ihr Land weg – denn es ist eigentlich Land des Bundes und die Bauern können sich die Pacht nicht mehr leisten. Zwischen einem FDP Finanzminister und einem grünen Landwirtschaftsminister bleibt nicht mehr viel Platz für kleine Bauern.

HR: Restaurantbesuch – was der Personalmangel jetzt alles ändert (17.08.2022)
Die Folgen des Personalmangels in der Gastronomie oder im Hotel erleben auch immer mehr Gäste. Denn wenn Arbeitskräfte fehlen, müssen andere Wege gefunden werden. Da hat der Lieblingsitaliener auf einmal einen zweiten Ruhetag in der Woche. Eine andere Gaststätte setzt auf Selbstbedienung und streicht die Karte zusammen: Weniger Auswahl entlastet die Küche. Oder die Hotel-Rezeption ist auf einmal unbesetzt. Und schon jetzt ist klar: Solche Einschränkungen bleiben auch in Zukunft, wenn das Personal weiter fehlt.

Frontal 21: Sanktionsbrecher auf hoher See. Wie russische Ölgeschäfte weitergehen (16.08.2022)
Eigentlich ist Russland seit dem Krieg gegen die Ukraine vom internationalen Handel abgeschnitten, auch beim Rohöl. Doch bei Ölexporten umgehen die Russen die Sanktionen mithilfe griechischer Reeder. Der Trick: In Fachkreisen heißt er Ship-to-ship, kurz STS, und ist nichts anderes als die Umladung von Fracht auf hoher See. Genau das passiert täglich vor den Küsten Griechenlands unter den Augen griechischer Behörden, wie „frontal“ nachweist.

Frontal 21: Ausgebremste Energiewende. Viel Bürokratie, zu wenig Förderung (16.08.2022)
Seit 15. August 2022 kürzt die Bundesregierung die Fördersätze für die energetische Gebäudesanierung. Bereits Ende Juli sind die Zuschüsse und Kredite der staatlichen Förderbank KfW zu großen Teilen komplett gestrichen worden. Eigentümer, die den Energieverbrauch ihrer Häuser senken wollen, erhalten künftig beispielsweise für Fensteraustausch oder Fassadendämmung jeweils fünf Prozent weniger Zuschuss. Beim Einbau einer Wärmepumpe beteiligt sich der Staat jetzt nur noch mit maximal 40 Prozent, vorher lag der Fördersatz bei 50 Prozent. Umweltschützer, Gewerkschafter und Wirtschaftsexperten üben heftig Kritik – auch wegen bürokratischer Hindernisse für energiebewusste Hausbesitzer – und reden von „Vertrauensverlust“ für Politik und Energiewende.

BR: Das Energie-Dilemma (27.07.2022)
Seit Jahrzehnten tragen russische Kohle, Erdöl und vor allem Gas wesentlich zum deutschen Energiemix bei. Jetzt die radikale Kehrtwende – Deutschland will sich aus der Abhängigkeit lösen. Doch woher soll der Strom aus der Steckdose kommen, wenn russische Energieträger ausbleiben? Wie will die Politik weitere Preisexplosionen verhindern? Wie kann der Industriehunger nach Energie gestillt werden? Welche Rolle spielen dabei erneuerbare Energien?

Plusminus: Wie die Logistikprobleme die Inflation befeuern (27.07.2022)
Leere Regale bei Elektronikartikeln und Materialengpässe beim Papier – mehr als drei Viertel der deutschen Unternehmen sind von Lieferproblemen betroffen. Produktionen stehen teilweise still. Das wirkt sich auch auf die Preise aus. Was bedeutet das für Verbraucher?

Plusminus: Stromnotstand durch Gasmangel (27.07.2022)
Gas sorgt nicht nur für warme Heizungen, rund ein Drittel davon wird verstromt. Deshalb ist jetzt auch die Energieversorgung in Deutschland in Gefahr. Wie aber kann die Stromversorgung gesichert werden? Sollten die Kernkraftwerke am Netz bleiben? Welche Auswirkungen hat der Stromnotstand auf Versorger, Unternehmen und Haushalte?

Plusminus: Inflation – Warum sie auch die nächsten Jahre hoch bleibt (20.07.2022)
Trotz aller derzeitigen Versuche von Politik, Tarifparteien und Notenbanken, die Inflation einzudämmen, für Finanzexperten ist sicher: Die Inflation bleibt auf Jahre erhalten. Drei „D“ sorgen für langfristig steigende Preise: Die „Demoskopie“, also die Alterung der Gesellschaft, die „De-Karbonisierung“, also der Wandel weg von den vergleichsweise günstigen, fossilen Brennstoffen und die „De-Globalisierung“, also der Trend zu näher gelegenen, aber teureren Produktionsstätten. Da kommt was auf Industrie, Handel und Verbraucher zu.

mex: Teurer Strom – wieso Kraftwerksbetreiber gerade kein Gas sparen (20.07.2022
Fast jeden Tag gibt es Appelle zum Gas-Sparen und sich im Winter warm anzuziehen, schließlich droht ein Engpass. Aber das gilt offenbar nur für Normal- Verbraucher, nicht für Kraftwerksbetreiber: Derzeit laufen in Deutschland die Gaskraftwerke zur Stromerzeugung auf vollen Touren, Kohlekraftwerke dagegen stehen oftmals still, beobachten unabhängige Experten. Von Einlagern des wertvollen Rohstoffs für den Winter also keine Spur. Warum dieses kontraproduktive Verhalten?

mehr/wert: Lebensmittel: Wie Spekulanten die Preise treiben (14.07.2022)
Der explodierende Weizenpreis ist ein lebensbedrohliches Problem. Vor allem in Asien und Afrika sind viele Menschen chronisch unterernährt. Das tägliche Brot – bald unbezahlbar? Wer verdient sich an den Preisen eine goldene Nase?

mex: KI im Alltag – wie und wo wir von Algorithmen abhängig sind (13.07.2022)
Künstliche Intelligenz – kurz: KI – erleichtert unseren Alltag in vielen Bereichen: Google Maps sagt uns, wohin wir fahren müssen. Mit Smart Home lässt sich der Kühlschrank per Klick befüllen. Und dank KI kennen wir die neuesten Wetterberichte, Börsen-News und Sport-Highlights. Wie wird sich der Alltag durch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung verändern? Und vor allem: Wie sicher ist KI im Alltag? Das und mehr erfahren wir von mex-IT-Sicherheitsexperten Sebastian Schreiber.

mex: Auf Kollisionskurs – welche Schattenseiten der New-Space-Boom hat (13.07.2022)
Wenn bald tausende, sogar zehntausende Satelliten, in der erdnahen Umlaufbahn kreisen, dann steigt die Gefahr von Kollisionen und Unfällen. Erst vor kurzem mussten sich die Astronauten der ISS, u.a. der Deutsche Matthias Maurer, in eine Rettungskapsel in Sicherheit bringen – wegen der Gefahr von Satellitentrümmern, die in die Raumstation einschlagen könnten. Die ESA ist hier unter Dauerstress, denn Verkehrsregeln gibt es im Weltraum keine. Entsprechend forschen ESA und Unternehmen an Lösungen, wie sich die Gefahren des Satelliten-Booms minimieren lassen.

Monitor: Tödliche Profite: Das Geschäft mit den Corona-Impfstoffen (30.06.2022)
Zweistellige Milliardengewinne – so viel konnten die Impfstoffhersteller im vergangenen Jahr verbuchen. Finanziell gesehen war die Pandemie für Biontech, Pfizer oder Moderna damit ein Glücksfall. Doch die riesigen Profite gingen einher mit einer massiven Ungerechtigkeit bei der weltweiten Verteilung der Impfstoffe, sagen Kritikerinnen und Kritiker. Dabei hatten Impfstoffhersteller und Politik zu Beginn der Pandemie versprochen, sich für eine gerechte Impfstoffverteilung einzusetzen. MONITOR-Recherchen zeigen, wie diese Versprechen immer wieder gebrochen wurden – mit tödlichen Folgen für viele Menschen in den ärmeren Ländern.

Plusminus: Zocker treiben Lebensmittelpreise (13.07.2022)
Nicht nur Russlands Krieg gegen die Ukraine und die Energiekrise heizen die Preisexplosionen bei Lebensmitteln an. Wetten von Finanzinvestoren auf künftige Preise von Agrarprodukten sind mitverantwortlich für deren Verteuerung. Deshalb fordern Experten Beschränkungen auf solche Finanzwetten. Sie halten Zockereien auf Agrar-Rohstoffpreise für unethisch und unerträglich. Bauern, die sich ebenfalls gegen Preisrisiken absichern müssen, schlagen Alarm. Sie beklagen, dass institutionelle Anleger auf ihrem Rücken Gewinne machen.

Plusminus: Flutschäden: Kommt eine Pflicht-Versicherung für alle? (13.07.2022)
Starkregen und Hochwasser: Mobiliar und Haus verwüstet. Solche Schäden übernimmt nur eine Elementarschadenversicherung. Die aber muss man zusätzlich als Ergänzung zur Hausrats- oder normalen Wohngebäudeversicherung abschließen, die in der Regel nur Sturm und Hagelschäden abdeckt. Doch mit der Elementarschadenversicherung ist es gar nicht so einfach. Wohnt man nah an einem Bach oder Fluss, ist das Risiko von Flutschäden sehr hoch und eine Police würde extrem teuer oder Versicherer verweigern sogar den Schutz. Deshalb haben nun die Justizminister der Länder den Weg frei gemacht für eine verpflichtende Elementarschadenversicherung. Verbände bringen jetzt ihre Entwürfe ein. Wie, wann und ob eine Pflichtversicherung kommt ist allerdings noch offen, so lange müssen Wohneigentümer und Eigentümerinnen selber vorsorgen.

Kontrovers: Erdwärme – Deutschland verschenkt Potenzial (06.07.2022)
Deutschland hat ein Wärmeproblem, mit Blick auf den kommenden Winter und darüber hinaus. Eine Lösung könnte Erdwärme sein. Mit der sogenannten Geothermie lassen sich mittelfristig rund 25 Prozent des deutschen Wärmebedarfs decken. Die Politik setzt besonders in Bayern auf Erdwärme – allerdings mehr mit Worten als mit Taten. Und das hat Folgen.

Makro: Der P&R-Container-Skandal (05.07.2022)
Es ist einer der größten Betrugsfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte: Die Container-Investment-Firma P&R bringt zigtausende Anleger um insgesamt etwa 3,4 Milliarden Euro. P&R verkauft Frachtcontainer an Anleger, vermietet sie und kauft sie wieder zurück. Das bringt eine gute und dabei seriöse Rendite für die Kunden. Vier Jahrzehnte lang ist die Firma erfolgreich. Doch 2018 gerät das Unternehmen ins Schlingern. Nachprüfungen ergeben: Eine Million, der an Anleger verkauften Container existieren gar nicht. P&R geht in die Insolvenz. Viele der Geschädigten haben alles verloren, einige ihre gesamte Altersvorsorge. Wer trägt in diesem Fall die Verantwortung auf dem deutschen Kapitalmarkt? Und wie kann ein solcher Skandal zukünftig verhindert werden?

Plusminus: Jobs zur Klimarettung – Wie der Fachkräftemangel die Energiewende ausbremst (29.06.2022)
Um die Abhängigkeit von russischen Energieimporten zu brechen, will die Bundesregierung verstärkt in erneuerbare Energien investieren. Die Ziele sind ambitioniert, doch um all die geplanten Windräder, Solarmodule und andere Anlagen zu bauen, fehlen ganz einfach die Fachkräfte. Nur ein Beispiel: bis 2030 sollen in Deutschland 6 Mio. Wärmepumpen installiert werden. Um nur dieses Ziel zu erreichen, fehlen etwa 60.000 Monteure, so der zuständige Branchenverband. In anderen Branchen sieht es ähnlich aus. Und ausgerechnet für Berufe in den für die Klimarettung nötigen Branchen ist das Interesse der jungen Leute gering.

SRF: Die stille Revolution der Bäuerinnen (16.06.2022)
Ohne Bäuerinnen ist die Landwirtschaft undenkbar. Lange jedoch hatten sie viel Arbeit und wenig Anspruch. Das ändert sich. Die Bäuerinnenschule hat viel Zulauf. Die jungen Frauen möchten mitgestalten. Sie möchten Lohn und Landbesitz. Diese stille Revolution wird die Landwirtschaft verändern. Ohne Bäuerinnen ist Landwirtschaft undenkbar. Die hohen Präsenz-Zeiten und die harte Arbeit auf dem Hof und im Stall, auf den Wiesen und an den Hängen haben die Frauen schon immer mitgetragen. Traditionen, Gewohnheiten und die fehlende Ausbildung vieler Bäuerinnen haben jedoch lange dazu beigetragen, dass Frauen viel Arbeit, aber wenig Ansprüche hatten. Wenn die Ehen scheiterten, gingen die Frauen meist leer aus. Das ändert sich seit einigen Jahren stetig und still. Die bäuerlich-hauswirtschaftlichen Fachschulen haben enormen Zulauf. Fast die Hälfte mehr Frauen als noch vor zehn Jahren absolvieren die Ausbildung. Diese jungen Frauen, wollen ihr Leben bewusst gestalten. Sie wollen die Probleme auf den Höfen ansprechen können und sie wollen das Recht auf einen eigenen Lohn, eine Pension und allenfalls auch auf Landbesitz. Einige haben die Höfe auch, anstatt ihrer Brüder, übernommen und sind die Besitzerinnen von Äckern und Gebäuden. Es ist eine stille Revolution. Doch diese Bäuerinnen werden die Landwirtschaft nachhaltig verändern.

Makro: E-Autos – Jobkiller oder Jobmotor? (28.06.2022)
Deutschlands Autoindustrie war jahrzehntelang Jobmotor und Wohlstandsgarant. Doch nun verändert der Umstieg auf Elektromotoren die Arbeitswelt rasant.

Frontal 21: Die Antibiotika-Falle – Deutschlands Abhängigkeit von China (28.06.2022)
Russland liefert unser Gas, China die Wirkstoffe für unsere Antibiotika. Bei einer der wichtigsten Antibiotikagruppen für Intensivstationen gibt es nur drei Wirkstoffproduzenten weltweit – alle in China. Europa ist damit in einem überlebensnotwendigen Bereich von einem autokratischen Staat abhängig, der zudem unverhohlen mit Krieg gegen die Nachbarinsel Taiwan droht. Im Koalitionsvertrag steht, dass die Abhängigkeit verringert werden soll. Doch es gibt bis jetzt keine Strategie in Deutschland dafür.

Frontal 21: Gaskrise in Deutschland – Steigende Preise, hilflose Politiker (28.06.2022)
Deutschland bereitet sich auf eine Gasknappheit im Winter vor, es herrscht Alarmstufe für alle, die auf Erdgas angewiesen sind. Millionen Haushalte, die mit Gas heizen, erwarten extreme Preissteigerungen.

ARTE: Die Nacht, als die Flut kam. Protokoll einer Klimakatastrophe (28.06.2022)
Naturkatastrophen gehören mittlerweile auch im bislang sicher geglaubten Mitteleuropa zur Realität – das hat das Ahr-Hochwasser 2021 erschreckend klargemacht. Ein Jahr darauf rekonstruiert der Film die Geschehnisse vom 14. auf den 15. Juli detailgetreu anhand der Erzählungen der Menschen, die in dieser Nacht vor Ort Schreckliches erlebten.
Am Abend des 14. Juli 2021 lässt eine Flutwelle die Ahr in Rheinland-Pfalz auf über sieben Meter anschwellen. Das Wasser reißt Autos und Häuser mit sich, 135 Menschen sterben. Auch in Nordrhein-Westfalen und in Belgien richten Starkregen und Hochwasser riesige Zerstörungen an. Was genau passierte in der Flutnacht? Und war das alles einfach nur Wetter oder ist auch der Klimawandel verantwortlich?
Der Film folgt den Menschen an der Ahr und zeigt in bisher unveröffentlichten Aufnahmen, wie sie die Katastrophe erlebten. Oliver Grieß, der von der Flutwelle im kleinen Dorf Insul aus seinem Haus gerissen wird: „Ich habe noch gesehen, wie unsere Bücke zerstört wurde – und dann kam die Apokalypse“. Alina Sonntag, die verzweifelt versucht, die Winzergenossenschaft in Mayschoß zu retten. Feuerwehrmann Friedhelm Jakobs, der sich in Ahrweiler eine ganze Nacht an ein Grabkreuz im Wasser klammert. Julian Dela aus Bad Neuenahr, den bis heute nicht loslässt, was mit seinen Nachbarn in der Flutnacht geschah: „Die Hilfeschreie werde ich nie vergessen.“
Ausgehend von einem regionalen Ereignis weitet der Film die Perspektive auf die globale Klimasituation. Internationale Forscherinnen und Forscher liefern einen Überblick, inwiefern der Klimawandel zu derartigen Katastrophen beiträgt und was wir in Zukunft zu erwarten haben. Sind die Geschehnisse an der Ahr wirklich so noch nie dagewesen? Und um wie viel wahrscheinlicher sind solche Klimaereignisse weltweit geworden? Über die ganze Welt verteilte Beispiele aus Japan, Bangladesch, den USA, Australien und Afrika zeigen, worum es insgesamt geht. Die Flut an der Ahr ist, das zeigt der Film, nur ein Mosaikstein in einer Welt, die aus dem Gleichgewicht gerät.
(bis zum 25.09.2022 in der ARTE Mediathek verfügbar)

Frontal 21: Adler Group: Immobiliengigant in der Krise (28.06.2022)
Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit kam es bei einem der größten deutschen Immobilienkonzerne fast zum großen Crash. Die Adler Group, ein S-DAX-Konzern, konnte Ende April, nur wenige Stunden vor Ablauf der Frist, ihren Jahresabschluss vorlegen. So wurde in letzter Minute zwar eine Pleite abgewendet – es ging um 4,4 Milliarden Euro – doch die Wirtschaftsprüfer von KPMG verweigerten Adler einen testierten Jahresabschluss, mit gravierenden Folgen und erstaunlichen Gründen.

ARD: Immobilienpoker – Die dubiosen Geschäfte eines Wohnungskonzerns (27.06.2022)
Eine investigative Recherche über das Geschäftsgebaren eines großen deutschen Immobilienkonzerns. Deutschland braucht dringend mehr Wohnraum und zwar günstigen. Warum aber bleiben in vielen Städten Grundstücke in bester Lage unbebaut?

Mex: Post-Geschäft – warum Filialen mit Brief und Paket kein Geld verdienen (22.06.2022)
In ganz Deutschland gibt es hochoffiziell noch ganze drei Postämter. Alles andere ist seit den 90er Jahren im Shop-System der Post aufgegangen. Briefe und Pakete, das gibt’s im Kiosk, im Klamottenladen oder gar im Shop für legale Cannabisprodukte. Doch verdienen die Lädchen Geld mit der Post oder mit dem Drumherum? Und warum schließen gerade Filialen mit der Postbank?

Frontal 21: Klimaneutral mit ALDI? Die fragwürdigen Versprechen des Discounters (21.06.2022)
Einkaufen ohne schlechtes Gewissen, wer will das nicht. ALDI verspricht: Das geht – mit klimaneutralen Produkten wie etwa Schuhe, Kaffee oder Milch, deren Emissionen an anderer Stelle ausgeglichen würden. 

Report München: Die Türkei-Russland-Connection (14.06.2022)
Aus Sorge vor Sanktionen bringen viele wohlhabende Russen ihre „Schäfchen ins Trockene“. Eines der Lieblingsziele ist dabei offenbar die Türkei. Der Rubel scheint zu rollen – in Jachthäfen und bei Immobilienmaklern.

Makro: Energiesicherheit in Deutschland – Dauerbrenner Gas? (14.06.2022)
Explodierende Gas-Preise, leere Speicher, Angst vor Rationierung und Abschaltung – Putins Krieg hat Deutschlands Abhängigkeit von russischem Erdgas gnadenlos offengelegt.

ZDF: Dr. Future – Wenn Computer heilen helfen (11.06.2022)
Künstliche Intelligenz verändert die Medizin. Was häufig als angsteinflößende Dystopie gilt, ist für viele Ärzte eine Hilfe im Alltag.

Monitor: Ölembargo: Wie griechische Tanker weiter Putins Kassen füllen (09.06.2022)
Das europäische Ölembargo soll Russland hart treffen, versprach die EU: Keine russischen Ölgeschäfte mehr mit Beteiligung europäischer Reedereien! Dagegen protestierte Griechenland, dessen Tanker das Ölgeschäft auf See seit Jahrzehnten dominieren. Auch hier knickte die EU ein: Griechische Tanker dürften so auch künftig Putins Öl über die Weltmeere transportieren. Gut für Russlands Ölgeschäfte mit China oder Indien – und für die russische Staatskasse, die mögliche Defizite im Europageschäft damit kompensieren kann.

Monitor: Kriegsprofiteure: Wie Großkonzerne mit dem Krieg Kasse machen (09.06.2022)
»Hohe Inflation, überall steigende Preise: für viele Menschen ist das kaum noch zu schultern. Auf der anderen Seite fahren Konzerne Rekordgewinne ein, indem sie die Preise in die Höhe treiben. Allen voran die großen Mineralölkonzerne. Eine Lösung für mehr Gerechtigkeit könnte eine Steuer auf kriegsbedingte Riesenprofite sein. Einige Staaten haben sie schon, die EU will sie. Nur Bundesfinanzminister Lindner und seine FDP lehnen sie kategorisch ab.«

Panorama: Frank Thelen: Fragwürdige Versprechen für Kleinanleger (02.06.2022)
Durch die TV-Show „Die Höhle der Löwen“ wurde Frank Thelen bekannt als Start-up-Starinvestor. Nun will er Kleinanleger reich machen, mit seinem Publikumsfonds „10xDNA“. Eine Anlagechance nicht nur für millionenschwere Risikoanleger, sondern ganz normale Sparer. Doch nach nur sechs Monaten ist fast die Hälfte des Geldes weg. Kleinanlegergeschäfte aus der Vergangenheit Thelens lassen zudem Zweifel an der Integrität des TV-Stars aufkommen.

Plusminus: Immer mehr Handelsbarrieren (01.06.2022)
Immer mehr Handelsbarrieren: Die Bundesregierung findet keinen Weg, Freihandelsabkommen voranzubringen. Nach der Abkopplung von Russland und durch die starke Abhängigkeit vom chinesischen Markt gerät der deutsche Außenhandel immer stärker unter Druck.

WDR: Saftige Geschäfte – Der Preis für unseren Orangensaft (01.06.2022)
»In kaum einem anderen Land wird so viel Orangensaft konsumiert wie in Deutschland. Hergestellt wird er meist 10.000 Kilometer von uns entfernt in Brasilien. Das Land liefert so viel Orangensaft wie kein anderes auf der Welt. Doch der Industrie werden seit Jahren Vorwürfe gemacht: Arbeiter und Arbeiterinnen würden ausgebeutet, ihre Gesundheit und Sicherheit gefährdet. Stimmt das und was steckt dahinter? Unter welchen Bedingungen wird unser Orangensaft produziert? “Die Story” blickt hinter die Kulissen der Saftindustrie Brasiliens, in die sonst nur wenige Außenstehende Einblick erhalten. Im Gespräch mit Gewerkschaftern, Arbeitern und Arbeiterinnen, ehemaligen Plantagenbesitzern, den Industrievertretern und der deutschen Saftindustrie folgt sie der Frage: Zu welchem Preis wird unser Orangensaft produziert?«

ZDF: Programmierte Ungerechtigkeit (01.06.2022)
Künstliche Intelligenz soll unser Leben einfacher machen, Effizienz und Neutralität gewährleisten. Aber was, wenn verborgene Codes die Welt noch unfairer machen? Ob wir eine Wohnung suchen oder einen Job, wenn wir auf den sozialen Plattformen unterwegs sind: Immer spielt KI eine wichtige Rolle. Doch Algorithmen von Menschen programmiert, spiegeln auch deren Vorurteile wider und sind deshalb oft diskriminierend. „Sehr oft wird Technik entwickelt, die dann diejenigen, die ohnehin schon sozial schwach sind, noch stärker belastet“, erklärt Sandra Wachter, die sich an der Universität Oxford mit den rechtlichen und ethischen Folgen der künstlichen Intelligenz auseinandersetzt. Die Betroffenen wissen jedoch häufig nicht, dass sie Opfer von Diskriminierung werden und können sich daher nicht zur Wehr setzen. Frauen bemerken zum Beispiel nicht, dass sie bei der Kreditvergabe benachteiligt werden, dass sogenannte Symptom-Checker-Apps ihre Krankheitssymptome falsch deuten und deshalb im Ernstfall lebensgefährdend sein können. Schwarze Menschen werden von Gesichtserkennungssoftware schlechter wahrgenommen, übergewichtige Frauen wundern sich, dass ihr Content auf sozialen Plattformen weniger ausgespielt oder sogar gesperrt wird. „ZDFzoom“ spricht in der ersten Folge von „Digital Empire“ mit Experten und Betroffenen über das Thema „Diskriminierung durch künstliche Intelligenz“. Es geht dabei nicht nur um Verzerrungen in Datensätzen, unethische Technik und fehlende Diversität in der IT-Branche. Es geht auch um die Verantwortung von Wirtschaft und Politik, für Fairness und Gerechtigkeit in der digitalen Welt zu sorgen.

Makro: Cyberkriminalität: Geld her oder Daten weg! (24.05.2022)
Ein Klick im Computer und plötzlich geht gar nichts mehr im System. In den letzten Jahren wurden deutsche Firmen immer häufiger Opfer von digitaler Erpressung. Tendenz steigend. Bei einer sogenannten Ransomware-Attacke werden sämtliche Daten auf Festplatte und Servern verschlüsselt, Software und Hardware unbrauchbar. Wenn die Firmen kein Lösegeld bezahlen, sind alle Daten weg. Die Gefahr, die von Cyber-Erpressern ausgeht, ist gigantisch. Sie verursachen enorme wirtschaftliche Schäden. Laut einer Studie des Digitalverbandes Bitcom entstand der deutschen Wirtschaft im letzten Jahr ein Schaden von über 24 Milliarden Euro. Doch nicht nur Firmen sind betroffen. Auch Behörden, Krankenhäuser und Benzinpipelines haben Hacker in der Vergangenheit lahmgelegt und erpresst. Derartige Cyberangriffe auf die Lebensnerven moderner Staaten könnten sogar Menschenleben kosten oder einen Krieg verursachen. Die Täter sind weltweit vernetzt, agieren über das Darknet und lassen sich in Kryptowährungen bezahlen. Die Dokumentation „Geld her oder Daten weg“ ist ein spannender Wirtschaftskrimi. Sie zeigt Betroffene, liefert Einblicke in Abläufe und lässt erfolgreiche Ermittler zu Wort kommen.

mehr/wert: Unbezahlbares Wohnen: Sind Häuser aus der Fabrik die Lösung? (19.05.2022)
Hohe Preise und Lieferengpässe – der Traum vom eigenen Haus rückt da oft in weite Ferne. Warum nicht mit dem Finger schnippen und das fertige Häuschen stünde da? „Modulares Bauen“ – ein Traum – fast zu schön um wahr zu sein?

Plusminus: Häuser vom Fließband – baupolitische Revolution oder Wunschtraum? (18.05.2022)
Autos kommen vom Fließband – Häuser sollen das auch, so will es die Politik. Die Industrie arbeitet mit Hochdruck daran. Häuser aus der Fabrik, gebaut nach dem Legoprinzip, sollen Abhilfe gegen die Wohnungsnot schaffen, kann das gelingen?

Plusminus: Energiewende – die neue Abhängigkeit von China (11.05.2022)
Deutschland will unabhängig von russischem Öl, Gas und Kohle werden und erneuerbare Energien schneller ausbauen. Dafür sind jede Menge Solar- und Windkraftanlagen nötig. Diese kommen größtenteils aus China. Ausgerechnet in dieser Zukunftsbranche hat Deutschland in den letzten Jahren Zehntausende Jobs abgebaut.

NDR: Das Energie-Dilemma: Wie sichern wir unsere Versorgung? (09.05.2022)
Der Ukraine-Krieg hat die Abhängigkeit Deutschlands von russischer Energie in den Fokus gerückt. Seit Jahrzehnten tragen Kohle, Erdöl und vor allem Gas aus Russland wesentlich zum deutschen Energiemix bei. Jetzt die radikale Kehrtwende. Deutschland will sich aus der Abhängigkeit lösen. Doch woher soll der Strom aus der Steckdose kommen, wenn russische Energieträger ausbleiben? Wie will die Politik weitere Preisexplosionen verhindern? Wie kann der Industriehunger nach Energie gestillt werden? Und welche Rolle spielen dabei erneuerbare Energien?

mehr/wert: Unternehmens-Nachfolger dringend gesucht: Wie Handwerksbetriebe neue Wege gehen (05.05.2022)
Gesucht sind Chefinnen und Chefs in Bayern. Viele Handwerksunternehmen brauchen dringend Nachfolger – finden aber keine. Herausfordernd ist die Lage im ländlichen Raum. Neue Wege sind gefragt, um Unternehmen am Leben zu erhalten.

Plusminus: Sicherheit der Gasversorgung steht auf dem Spiel (04.05.2022)
Ohne Not hat Deutschland seine Gasinfrastruktur verkauft. Nicht nur Förderrechte, sondern auch Speicher und Fernleitungen gingen an russische Investoren. Die Vorsorge für den kommenden Winter wird so immer schwieriger.

Report München: Lieferengpässe durch Putins Krieg: Genervte Verbraucher, frustrierte Unternehmer (03.05.2022)
Holzpaletten, Wärmepumpen, Dachabdeckungen. Überall fehlt es an Nachschub. Schon mit Ausbruch des Coronavirus gerieten Lieferketten weltweit ins Stocken. Mit dem Krieg gegen die Ukraine drohen viele Verbindungen jetzt endgültig abzureißen.

Plusminus: Gasversorgung – Wie sähe „Fracking“ in Deutschland aus? (27.04.2022)
Um die Gasversorgung zu gewährleisten will die Bundesrepublik unter anderem auf Fracking-Gas aus den USA setzen. Aber wäre diese Technik auch in Deutschland möglich? Welche Folgen hätte das Fracking hier bei uns?

Monitor: Gas-Embargo: Panikmache der Bundesregierung? (21.04.2022)
Massenarbeitslosigkeit, Ende der Volkswirtschaft, Hyperinflation – mit solchen Horrorszenarien warnen Wirtschaftsvertreter und Bundesregierung vor den Folgen eines Embargos von russischem Gas. Führende Ökonomen sprechen dagegen von „Panikmache“, die auf keinerlei Fakten beruhe. Die Blockade der Bundesregierung fülle Putins Kriegskasse und stabilisiere den Rubel-Kurs.

Exakt: Energiewende: Wie kommt Deutschland raus aus der Abhängigkeit? (20.04.2022)
Industrie und Privathaushalte in Deutschland sind abhängig von Erdgas aus Russland. Für eine unabhängige Energieversorgung braucht es mehr Solar- und Windkraft. Wie lässt sich deren Ausbau beschleunigen?

Panorama 3: USA erheben schwere Vorwürfe gegen die Reederei Hapag-Lloyd (19.04.2022)
In einem Schreiben an Hapag-Lloyd wirft der amerikanische Kongress der Reederei vor, ihre Preise zu Lasten von Verbrauchern unverhältnismäßig erhöht zu haben. Die Frachtraten seien viel stärker gestiegen als die operativen Kosten. Profitieren würden allein die Reederei und ihre Aktionäre.

Makro: 3-D-Druck – Die Zukunft des Wohnens? (19.04.2022)
Häuser aus dem Drucker – was irre klingt, ist zu einem Wirtschaftsfaktor in der Bauindustrie geworden: eine Alternative zur traditionellen Bautechnik für das Eigenheim. Es könnte auch eine Chance für den sozialen Wohnungsbau. Die „makro“-Dokumentation stellt verschiedene Gebäude vor, die bereits bewohnt sind, und informiert über den Stand der Forschung, über Chancen und Grenzen beim Hausbau mit dem Drucker. Bauen ist zu teuer geworden. Gründe gibt es viele: die Grundstückspreise unbezahlbar, die Bauvorschriften – besonders in Deutschland – zu komplex, die Baustoffe unerschwinglich. Und dann der Fachkräftemangel. Andererseits ist die Wohnungsnot ein globales Problem. Neue Ideen auf dem Bau sind also gefragt. Ein dänisches Start-up hatte den Einfall, Beton mit einem 3-D-Drucker zu verarbeiten. Der 3-D-Druck wird inzwischen in jedem Industriezweig eingesetzt, allerdings in kleinerem Maßstab. Die dänischen Betondrucker aber sind derart skalierbar, dass man selbst riesige Turmelemente für Windkraftanlagen mit ihnen drucken kann. Die ETH Zürich hat sogar ein Verfahren entwickelt, mit dem Brücken gedruckt werden können. Ein weiteres eindrucksvolles Beispiel ist in der klassischen Stadt der Brücken, in Venedig zu besichtigen. Doch kann die neue Technik helfen, Baukosten zu senken? Eignet sie sich für den Wohnungsbau? Die Ingenieure sagen: Der Hausdruck geht wesentlich schneller als der klassische Bau, und man braucht viel weniger Facharbeiter, um einen Bau hochzuziehen, und viel weniger Baumaterialien. Das macht den Bau schon günstiger. Außerdem: Die Bauweise ist umweltfreundlicher, da beim Betondruck wird viel weniger Zement verbraucht wird. Besonders nachhaltig ist die 3-D-Druck-Methode in der Architektur, wenn beim Druck recycelte Materialien für die Herstellung von Bauelementen verwendet werden. Durch die geringeren Herstellungskosten eignet sich der Betondruck besonders für den sozialen Wohnungsbau. In Afrika produziert der Schweizer Holcim-Konzern 3-D-gedruckte Siedlungen, die bezahlbaren Wohnraum für einkommensschwache Familien und Unterkünfte für Obdachlose bieten sollen. Auch eine Schule in einem abgelegenen Dorf in Malawi wurde in wenigen Tagen errichtet.

Mex: Existenzminimum – wen die steigenden Preise in Not bringen (13.04.2022)
Aldi erhöht die Preise bei über 400 Produkten. Und das ist nur die neueste Meldung in Sachen Lebensmittelpreise. Die Inflation steigt und steigt und kommt über den Supermarkt bei uns allen im täglichen Einkauf an. Besonders Menschen, die ein geringes Einkommen haben, spüren das. Auch bei den Tafeln ist die Lage angespannt.

Plusminus: Neu bei den Erneuerbaren … (13.04.2022)
Fossile Brennstoffe haben keine Zukunft mehr, erneuerbare Energien sollen unseren Energiebedarf so schnell wie möglich decken. Vor allem bei Photovoltaik-Anlagen gibt es neue Entwicklungen mit viel Marktpotential: zum Beispiel Solarmodule auf Stelzen in der Landwirtschaft oder farbige Kollektoren für Gebäudewände. Doch bisher bleiben viele verfügbare Flächen zur Stromerzeugung mit Sonnenstrahlen ungenutzt.

Frontal 21: Streit um Gas-Embargo – Deutschland im Dilemma (12.04.2022)

Makro: Halal – Das große Geschäft mit muslimischen Kunden (12.04.2022)
In der Wirtschaft spielen Halal-Produkte eine zunehmend große Rolle. Halal bedeutet „erlaubt“ und bezieht sich auf Taten und Dinge, die im Einklang mit dem Islam stehen. „Halal“ wird vor allem mit islamkonformen Lebensmitteln in Verbindung gebracht. Doch halal bedeutet weit mehr, nämlich eine umfassende Lebenseinstellung. Das Halal-Konzept bezieht sich auf die gesamte Lebenswelt der Muslime, von der Ernährung bis hin zur Kleidung, Arbeit, Freizeit und sogar der Partnerwahl. Derzeit leben weltweit fast zwei Milliarden Muslime. Sie gehören zu der am schnellsten wachsenden Gesellschaftsgruppe. Daraus ergibt sich ein großes Marktpotenzial, das in Ländern wie Frankreich oder England schon sehr weit ausgeschöpft wird. Auch in Deutschland gewinnen Halal-Produkte immer mehr an Bedeutung. Die Kehrseite des Wachstums ist ein hart umkämpfter Zertifizierungsmarkt, der laut IHK mit „Wild-West-Methoden“ Marktanteile erobern möchte. Außerdem wird der Begriff halal oftmals nur als bloßes Marketinginstrument genutzt.

Mex: Energiewende – wie der Fachkräftemangel das Tempo weiter verringert (06.04.2022)
Wärmepumpen, Elektroautos, Solarmodule – Bausteine für die groß angekündigte Energiewende gibt es viele. Doch was all diese Branchen eint, ist ein akuter Fachkräftemangel. Wo sollen die Leute herkommen, die zum Beispiel immer mehr Wärmepumpen produzieren und installieren sollen? Die jetzigen Rahmenbedingungen lassen die Handwerker vor Ort verzweifeln. Ist unser Ausbildungssystem im Handwerk auf die Energiewende genug fokussiert?

Report München: Handwerkermangel bremst Sanierungsoffensive (05.04.2022)
Gebäude dämmen, Energie sparen, auch um sich von Russland unabhängiger zu machen. Dies ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung. Die Realität sieht anders aus: Schon für kleine Reparaturen warten Kunden oft wochenlang. Das Handwerk leidet unter einem massiven Fachkräftemangel.

NDR: Gastwirte in Not: Der Norden sucht Arbeitskräfte (28.03.2022)
Die Urlaubssaison naht, doch die Gastronomie hat ein Problem: Es fehlen Arbeitskräfte. Im Vergleich zum Jahr vor Corona 2019 sank die Zahl der Beschäftigten in der Branche um fast ein Viertel. Die Folge: mehr Ruhetage, kleinere Karten, höhere Preise. Viele Gastronomen wissen nicht, wie sie die hohe Nachfrage nach Urlaub im eigenen Land überhaupt bedienen sollen. Die Doku zeigt Gastwirte in Not, die Suche nach Personal und sucht nach Ursachen und Lösungen für den großen Arbeitskräftemangel im Norden.

Plusminus: Hohe Gaspreise sind Goldgrube für Stromerzeuger (23.03.2022)
Der Krieg in der Ukraine treibt den Gaspreis hoch. Die Stromerzeugung in Gaskraftwerken kostet immer mehr. Durch die Preisbildung an der Leipziger Strombörse profitieren gerade Billiganbieter von teuren Strompreisen.

NDR: Kampf ums Ackerland (21.03.2022)
Das Höfesterben in Deutschland hält an. Landwirtschaftliche Betriebe, die bleiben, werden immer größer. Investoren haben Ackerland als Finanzanlage entdeckt. Die Kauf- und Pachtpreise sind enorm gestiegen und für viele Landwirte schlicht nicht mehr bezahlbar. Der Film begleitet Bio- und konventionelle Bäuerinnen und Bauern in ganz Deutschland, erklärt Fehler im System und zeigt Lösungswege auf.

Plusminus: Der Preis der Freiheit: Wirtschaftssanktionen gegen Russland (09.03.2022)
Staaten, Banken und Industriekonzerne haben nach dem Kriegsbeginn in der Ukraine die Beziehungen zu Russland abgebrochen. Doch welche Folgen haben diese Sanktionen? Die Antwort auf diese Frage überrascht.

MDR: Zwei Jahre Corona-Pandemie – Wie geht es der Dessauer Großküche? (09.03.2022)
Im März 2020 schlossen wegen der Pandemie Kantinen und Schulspeisungen, viele Mitarbeiter der Dessauer Großküche mussten in Kurzarbeit. Nun sind zwei Jahre vergangen. Wie geht es dem Betrieb heute?

mehr/wert: Büro der Zukunft: Wo und wie wir künftig arbeiten (08.03.2022)
Jeden Morgen ins Büro – das war einmal. Millionen Menschen arbeiten seit zwei Jahren im Homeoffice. Kehren sie je zurück? Zwei Drittel der Firmen wünschen sich das. Doch geht das? Einfach wieder business as usual?

Panorama 3: Deutscher Müll auf illegalen Deponien in Polen (22.02.2022)
Tausende Tonnen Plastikmüll aus Deutschland verrotten auf illegalen Müllkippen in Polen. Deutsche Müllunternehmen haben den schwer recyclebaren Müll wohl nach Polen exportiert. Dort wurde er dann offenbar illegal entsorgt.

Report Mainz: Dubiose grüne Investments (01.02.2022)
Klimaschutzminister Habeck will 80 Prozent des Stroms aus Sonne oder Wind. Finanziert werden soll diese Energiewende auch durch das Geld von Kleinanlegern. Doch solche Öko-Investments sind riskant. Tausende Anleger haben in den vergangenen zehn Jahren durch Öko-Pleiten am sogenannten Grauen Kapitalmarkt ihr Geld verloren.

Plusminus: Die Wende: Hohe Inflation – steigende Zinsen (23.02.2022)
Seit vielen Monaten steigen die Preise, höhere Löhne als Inflationsausgleich stehen vor der Tür. Denn die Gewerkschaften kennen die Nöte der Beschäftigten und schrauben ihre Forderungen nach oben. Den Beginn einer Lohn-Preis-Spirale kann die Europäische Notenbank mit einer Zinserhöhung stoppen. Immer mehr spricht für eine solche Zinswende – die macht die einen zu Gewinnern, die anderen zu Verlierern.

Frontal 21: Darum stirbt dein Fußball. Klatschen, zahlen, schweigen (23.02.2022)
Investoren pumpen Millionen in profitable Vereine. Spieler wie Leroy Sané verdienen 47.000 Euro pro Tag. Fußball ist nur noch ein Geschäft. Und die Fans? Die sollen zahlen, klatschen und schweigen.

Plusminus: Preis-Steigerungen vs. Lohn-Erhöhungen (16.02.2022)
Die steigenden Preise merken die Beschäftigten, Gehaltssteigerungen kommen derzeit nicht mit. Die Gewerkschaften wollen nun nachlegen. Schätzungen zufolge wird die Inflation auch dieses Jahr zwischen drei und fünf Prozent im Schnitt liegen.

Frontal 21: Deutschlands Energiekrise. Rekordpreise für Strom und Gas (08.02.2022)
Der dramatische Anstieg der Energiepreise hat den deutschen Mittelstand erreicht. Betroffen ist auch ein Papierhersteller in Baden-Württemberg: Das insolvente Unternehmen musste auch wegen des gestiegenen Gaspreises die Produktion einstellen. Die weiterhin extrem gestiegenen Energiepreise seien eine zu starke Belastung, so die Begründung des zuständigen Insolvenzverwalters gegenüber der Belegschaft kurz vor Weihnachten. In Deutschland könnten zudem die geopolitischen Spannungen mit Russland und die beschlossene CO2-Bepreisung die Energiekosten weiter in die Höhe treiben. Doch wie sollen die Strom- und Gaskunden die Rekordpreise bezahlen? Die Bundesregierung hat bisher lediglich Einmalzahlungen für Wohngeldempfänger angekündigt.

Plusminus: Fake-Bewertungen: Kampf gegen bezahlte Lobeshymnen (02.02.2022)
Einige Bewertungsportale gehen gerichtlich gegen Anbieter von Fake-Bewertungen vor. Auf den ersten Blick mit Erfolg. Recherchen von „Plusminus“ zeigen, den Firmen das Handwerk zu legen, ist bei derzeit geltender Rechtslage fast unmöglich.

Report Mainz: Dubiose grüne Investments (01.02.2022)
Klimaschutzminister Habeck will 80 Prozent des Stroms aus Sonne oder Wind. Finanziert werden soll diese Energiewende auch durch das Geld von Kleinanlegern. Doch solche Öko-Investments sind riskant. Tausende Anleger haben in den vergangenen zehn Jahren durch Öko-Pleiten am sogenannten Grauen Kapitalmarkt ihr Geld verloren.

Makro: Strahlendes Comeback – Rettet Atomkraft das Klima? (01.02.2022)
Die EU-Kommission will Atomenergie als nachhaltig einstufen und so den grünen Umbau der Wirtschaft fördern. Kommt jetzt die Kernenergie zurück? Wohl eher nicht.

BR: Der Kampf ums Ackerland (19.01.2022)
Die europäischen Agrarsubventionen sind mit rund 55 Milliarden Euro pro Jahr der größte Einzelposten des EU-Haushalts. Und dennoch, ein Trend hält an: das Höfe-Sterben. Die Betriebe, die bleiben, werden immer größer. Der Strukturwandel nach dem Prinzip „Wachse oder weiche“ schreitet voran. Seit der Finanzkrise ist Ackerland auch eine attraktive Kapitalanlage für überregionale Investoren. Die Kauf- und Pachtpreise sind in den vergangenen fünfzehn Jahren enorm gestiegen. Ein Problem für ökologische sowie konventionelle Betriebe, denn für viele von ihnen ist Boden schlicht nicht mehr bezahlbar.

ZDF: Dreckige Ernte. Die dunkle Seite der Baumwolle (19.01.2022)
„100% Baumwolle“ – dieses Label in einem Kleidungsstück scheint für Qualität zu stehen. Tatsächlich aber sind Anbau und Verarbeitung der Faser hoch problematisch für Mensch und Natur. Eins der größten Baumwoll-Anbaugebiete der Welt ist Usbekistan. Das „weiße Gold“ wird zum Teil immer noch in Zwangsarbeit geerntet, sein Anbau führte zu einer beispiellosen Umweltkatastrophe. Und in Bangladesch schuften Näherinnen für einen Hungerlohn.

makro: Retouren-Retter – Zweites Leben für Online-Ware (18.01.2022)
Der Onlinehandel boomt und es gibt immer mehr Retouren. Hinter den Kulissen arbeiten Händler daran, vor allem benutzte und defekte Artikel wieder fit zu machen.

ZDF: Wir schließen für immer. Einzelhändler in der Krise (17.01.2022)
Es trifft Boutiquen, Reisebüros und kleine Läden. Corona zwingt immer mehr Einzelhändler in die Knie, so heißt es. Doch der Onlinehandel war auch schon vorher eine ernste Bedrohung.

Plusminus: Amazon gegen deutsche Gerichte – Ein Gigant kämpft um Macht (12.01.2022)
Die Macht von Amazon bekommen vor allem Händler des Marketplace zu spüren. Artikel gelöscht, Konten gesperrt und Guthaben eingefroren – gegen diese Praxis hatte bereits 2018 das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen Amazon eröffnet.

Plusminus: Just-in-time-Produktion – Firmen reagieren auf Lieferausfall (12.01.2022)
Viele Rohstoffe sind plötzlich Mangelware. Ganze Fabriken stehen still. Nun rächt sich der Abbau von Lagerkapazitäten. Das bringt Firmen zum Umdenken, um sich künftig gegen Lieferschwierigkeiten zu wappnen. Was bedeutet das für Kunden?

SWR: Extremes Wetter – Was kommt da auf uns zu? (12.01.2022)
Das Wetter war über die letzten Jahrhunderte relativ gleichmäßig und verlässlich. Doch jetzt scheint es aus den Fugen geraten. Das Wetter ist extremer geworden, auch im Südwesten. Was kommt da noch auf uns zu? Und wie können wir uns davor schützen?

makro: Crypto-Crime – Wirtschaftsbetrug rund um Bitcoin & Co (11.01.2022)
Bitcoin und andere Crypto-Anwendungen sollen die Finanzwelt egalitärer, vielseitiger, funktionaler und sicherer machen. Und doch erbeuten Crypto-Verbrecher unglaubliche Summen.

Plusminus: Sparer zwischen Strafzinsen und Inflation (15.12.2021)
Immer öfter müssen Bank-Kunden für ihre Einlagen Strafzinsen zahlen. Gleichzeitig ist die Inflationsrate massiv angestiegen. Die Sparer sitzen in der Falle. Dennoch bleiben die Euro-Notenbanker stur bei ihren Niedrigzinsen.

SWR: Ladenschluss – Sterben unsere Innenstädte? (07.12.2021)
Die deutschen Städte entwickeln sich mehr und mehr zu „Problemzonen“. Statt Einkaufsmeilen sieht man plötzlich immer mehr geschlossene Geschäfte. Die großen Kaufhäuser sind fast verschwunden. Reihenweise machen Filialen von großen Modeketten, Schuhgeschäfte und viele Einzelhandels-Läden dicht. Schuld daran ist einerseits die Corona-Zeit, die sich als Beschleuniger dieses Trends erwiesen hat. Hinzu kommt der Online-Handel, der boomt wie noch nie. Für immer weniger Menschen ist der Einkauf in der Stadt eine Selbstverständlichkeit geblieben. Welche Lösungen gibt es, um den Innenstädten neues Leben einzuhauchen?

Plusminus: Zwei Prozent Windkraft-Fläche: Wie soll das gehen? (01.12.2021)
Auf zwei Prozent der Fläche Deutschlands sollen Windräder stehen. Das ist der Plan der Ampel-Koalition. Doch es gibt Hürden für das ehrgeizige Vorhaben – unter anderem in Regelungen auf Länderebene.

Plusminus: Bahn – Wie mehr Konkurrenz auf der Schiene helfen könnte (24.11.2021)
Eine Bahn-Reform scheint nötig, auch, um die Klimaziele zu erreichen. Das hat auch die neue Ampelkoalition erkannt. Im Gespräch ist, die Bahn aufzuspalten. Plusminus beleuchtet die Vorteile der Trennung von Netz und Betrieb bei der Bahn.

Plusminus: Wie der Rohstoffmangel Preise langfristig nach oben treibt (24.11.2021)
Wegen Corona und Rohstoffmangel stottert die globale Wirtschaft vor Weihnachten immer stärker. Die Folgen spüren Unternehmen und Verbraucherinnen und Verbraucher schon jetzt: Die Preise klettern nach oben. Plusminus beschreibt die Folgen.

Plusminus: Angst vor steigenden Preisen (17.11.2021)
Seit Monaten ziehen die Preise auf allen Ebenen stark an. Besonders rasant schießen die Kosten für Energie in die Höhe. Ist unser Geld bald nichts mehr wert? Nein, sagen Experten und warnen vor Panik.

Plusminus: Drohnen als Arbeitsgerät (17.11.2021)
Sie sollen Staus in der Luft umgehen, lebenswichtige Medikamente transportieren oder wartungsbedürftige Infrastruktur inspizieren – Drohnen sind längst mehr als ein Spielzeug.

ARTE: Mysterium Satoshi – Bitcoin, wie alles begann (17.11.2021)
Anfang 2009, inmitten der Finanzkrise, brachte „Satoshi Nakamoto“ den Bitcoin in Umlauf. Er schuf damit die erste dezentrale und zuverlässige Kryptowährung – und ist seit 2011 komplett von der Bildfläche verschwunden. „Mysterium Satoshi“ erzählt die spannende Entstehungsgeschichte von Bitcoin und der Blockchain-Technologie aus Sicht seines geheimnisvollen Schöpfers.

Plusminus: Lieferengpässe: Gebrauchtmärkte boomen (10.11.2021)
Neben Rohstoffen und Mikrochips fehlen in der Produktion auch wichtige Ersatzteile und Maschinen. Der Mangel zieht sich durch viele Branchen und hat einen Boom auf Second Hand-Ware ausgelöst.

Plusminus: Abhängig von China: Die Folgen der Rohstoffknappheit (10.11.2021)
Magnesium wird knapp. Das Metall, das zur Herstellung von Aluminium gebraucht wird, kam fast ausschließlich aus China. Nun hat das Land einen Exportstopp erlassen. Plusminus über eine verfehlte Rohstoffpolitik und die gravierenden Folgen.

Plusminus: Unternehmen im Visier der Geldwäscher (10.11.2021)
Das organisierte Verbrechen missbraucht den legalen Handel, um Gelder aus Drogenhandel, Prostitution oder Menschenschmuggel zu waschen. Über Umsätze legaler Firmen mit Handel und Dienstleistungen sollen schmutzige Gelder versteckt werden.

Makro: Big 4 – Wirtschaftsprüfung unter Beobachtung (02.11.2021)
Der Wirecard-Skandal rückt die großen Wirtschaftsprüfer in den Fokus. Mit unabhängigen Abschlussprüfungen sollen sie Vertrauen schaffen. Doch die Sicherheit scheint trügerisch.

ARTE: Wirecard – Die Milliarden-Lüge (02.11.2021)
Wirecard war der Hoffnungsträger der deutschen Zukunftsindustrien und steht heute für einen der größten Finanzskandale aller Zeiten. Ein FinTech-Unternehmen, das 2019 sogar die Deutsche Bank übernehmen wollte – bis das Lügengebäude im Juni 2020 zusammenbricht und 3,2 Milliarden Euro Schulden hinterlässt. Geld, Gier, Sex und Betrug: Die Geschichte vom Aufstieg und Fall der Wirecard AG sorgt seit Juni 2020 immer wieder für Schlagzeilen. Der Zahlungsdienstleister war über viele Jahre ein atemloser Erfolg „made in Germany“: Schneller, größer, weltumspannend. Deutschland hatte endlich einen Global Player im IT Bereich. Von Anfang an gab es immer wieder Fragezeichen und konkrete Hinweise auf Betrug. Wie gelang es dem beliebten Unternehmen trotz aller Vorwürfe, über zwei Jahrzehnte hinweg das Image des unschuldig Verfolgten, des sauberen Fintech-Darlings aufrechtzuhalten? Wirecard ist eine Geschichte der Verblendung, Korruption und Hybris einerseits, kapitalistischer Gier und institutionellen, staatlichen Versagens andererseits: Mitten drin die Wirtschaftsprüfer von EY, die Finanzaufsicht BaFin, die Münchner Staatsanwaltschaft und das deutsche Finanzministerium. Über viele Jahre schauten sie nicht hin und reagierten nicht auf konkrete Verdachtsmomente. Die investigative Dokumentation ist ein fesselnder Krimi und erzählt aus der Perspektive Einzelner, die über zehn Jahre und länger immer wieder auf die kriminellen Machenschaften bei Wirecard hingewiesen haben. Geldwäsche, Bilanzfälschung, Betrug – die Vorwürfe glichen einander. Ebenso die vorgebrachten Beweise. Dennoch konnte das Unternehmen mühelos in den DAX aufsteigen.

mehr/wert: Vorsicht Falle – Fake-Bewertungen bei Google (21.10.2021)
Dienstleister sind oft mit Sternchen bewertet – je mehr Menschen eine hohe Anzahl davon vergeben, desto glaubwürdiger wirkt eine gute Rezension. Was aber, wenn gekaufte Firmen hinter der Bewertung stecken?

mehr/wert: Negativzinsen – Wie Banken ihre Kunden schröpfen (21.10.2021)
In den 80er-Jahren wurde Sparen noch mit über 6 % Zinsen aufs Tagesgeld belohnt. Heute wollen die Banken das Geld ihrer Kunden nicht mehr. Sparen fürs Alter lohnt sich nicht. Doch ist dieses Vorgehen der Banken eigentlich rechtens?

Panorama: Cum-Ex: Steuerräuber ohne Schuldgefühl (20.10.2021)
Mindestens 150 Milliarden Euro Schaden in Europa und den USA durch unberechtigte Steuererstattungen – die Bundesregierung bekommt Betrugsmaschen mit Aktiengeschäften bis heute nicht in den Griff. 
➔ Investmentbanker Shah: „Ja, es ist eine Schande, aber macht mir keine Vorwürfe“: Der mutmaßliche Steuerräuber Sanjay Shah erzählt, wie er den Milliardenbetrug beging – und wie man ihn beenden kann.

Frontal 21: Das globalisierte Päckchen. Was der Amazon-Erfolg wirklich kostet (19.10.2021)
Der Onlineversandhändler Amazon gehört zu den großen Gewinnern der Coronapandemie. Im Lockdown schossen die Umsatzzahlen in die Höhe, nicht nur in Deutschland. Der Tech-Gigant räumte ab. Was ist das Geschäftsgeheimnis von Amazon?

makro: Cannabis made in Germany – Legale Geschäfte mit der Droge (05.10.2021)
Cannabis ist die meistgehandelte Droge in Deutschland. Jetzt wächst das Gras legal im Dienste der Medizin. Eine junge Branche in Goldgräberstimmung.

Exakt: Parkplatz verzweifelt gesucht – Lkw-Chaos auf Rasthöfen (29.09.2021)
Die Anzahl an Lkw im Verkehr hat auch in den letzten Jahren stark zugenommen. Das zeigt sich auch neben der Straße. An Rastplätzen fehlt es oft an ausreichenden Laster-Parkplätzen – mit zum Teil schwerwiegenden Folgen.

Plusminus: Monopole und Preiswirrwarr: Was an Ladesäulen schiefläuft (29.09.2021)
Elektromobilität ist gefragt – immer mehr Deutsche legen sich ein E-Auto zu. Doch damit gehen auch die Probleme los: Längst kann man seinen Wagen nicht an jeder Ladesäule laden. Und vor allem: Oft weiß man gar nicht, was das kostet.

Plusminus: Autoindustrie: Schaffen Mitarbeiter und Firmen den Wandel? (29.09.2021)
Rund 830.000 Menschen arbeiten in der Automobilindustrie. Klimawandel und politische Vorgaben zwingen die Konzerne zum Umdenken. Die Zukunft ist elektrisch. Und digital lautet das einhellige Mantra. Doch die Umstellung birgt großes Risiko.

Plusminus: Medizinisches Cannabis: Kampf um einen Milliardenmarkt (29.09.2021)
Cannabis gilt als innovativer Markt mit großem Potential: Um die 80.000 Patienten werden derzeit in Deutschland mit Cannabis medizinisch behandelt. Auch Lifestyle-Produkte aus Nutzhanf boomen.

Frontal 21: Billig-Brot statt Bäckerhandwerk (23.09.2021)
In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Bäckereien in Deutschland um rund 75 Prozent zurückgegangen. Brot ist zur Discounter-Ware geworden. Supermärkte setzen auf Backstationen und Großbäckereien, die das Sortiment durch abgepackte Ware ergänzen. Doch die Massenproduktion hat Schattenseiten: Viele der noch existierenden Handwerksbäcker leiden unter hohem Wettbewerbsdruck und müssen an allen Ecken und Enden sparen. Neue kreative Backideen entstehen meist nur noch in kleinen Backmanufakturen, allerdings kosten die Brote dort deutlich mehr.

mehr/wert: Homeoffice – Arbeiten wir bald alle zuhause? (23.09.2021)
Corona hat Homeoffice beschleunigt. Vor der Pandemie hat nur jeder zehnte von zu Hause gearbeitet – jetzt sind es mehr als doppelt so viele. Experten meinen, da gebe es noch viel Luft nach oben – aber es gibt auch Nachteile.

mehr/wert: Wandel im Zeitraffer – Digitalisierung in der Luftfahrt (23.09.2021)
Die Digitalisierung soll vor allem eines: das Leben und die Arbeit leichter machen. Gelingt das? Wir haben uns in einer Branche umgesehen, die zuletzt ganz besonders gelitten hat – die Luftfahrt.

mehr/wert: Industrie digital (23.09.2021)
Die kommende Bundesregierung muss viele Weichen stellen, auch für die Zukunft unserer Wirtschaft – denn wir alle müssen schließlich von etwas leben. Doch diese Arbeitswelt verändert sich radikal – und nicht jeder hält da Schritt.

Plusminus: Wie steigende Preise dauerhaft in den Geldbörsen zuschlagen (22.09.2021)
Die Preise steigen im Vergleich zum Vorjahr kräftig. Im Wahlkampf spielt der Kaufkraftverlust nur eine untergeordnete Rolle. Plusminus beleuchtet die Folgen: Steigen bald auch die Löhne und Gehälter? Gibt es jahrelang hohe Inflationsraten?

SWR: Dreckiges Leder – Wie unsere Schuhe gemacht werden (15.09.2021)
Lederschuhe sind für viele immer noch unverzichtbar für den gepflegten Auftritt. Doch der Klassiker unter den Tretern hat seinen Preis. Und den bezahlt nicht nur der Kunde beim Kauf im Schuhgeschäft; sondern oft auch die Menschen, die in der Lederindustrie Südasiens arbeiten. Sie zahlen mit ihrer Gesundheit.

Monitor: Wahlkampfthema Klimapolitik: Das Versprechen vom grünen Wachstum (09.09.2021)
Jahrzehntelang war das Streben nach Wirtschaftswachstum die Hauptursache für Umweltzerstörung und Klimawandel. Trotzdem halten die Parteien im Wahlkampf am Wachstumsversprechen fest und wollen mit „grünem Wachstum“ den Klimawandel bekämpfen. Kritiker halten das für eine Scheinlösung: Insbesondere die Industriestaaten müssten weniger Wachstum anstreben, um Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß soweit abzusenken, dass die Pariser Klimaziele eingehalten werden können.

Monitor: Klimasünder Landwirtschaft: Das Ende des Wachstums? (09.09.2021)
Der Weltklimarat hat zuletzt erneut die Bedeutung der Landwirtschaft für den Klimawandel deutlich gemacht: Insbesondere die Klimagase aus Viehhaltung und Düngung müssten deutlich reduziert werden. Mit fast 370 Milliarden Euro unterstützt die EU bis 2027 den Agrarsektor und spricht dabei von einer neuen, angeblich grünen Agrarpolitik. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner spricht von einem Systemwechsel. Doch Experten warnen: Die zentralen Probleme würden durch die Reform kaum angepackt.

Plusminus: Womit Tesla das meiste Geld verdient (08.09.2021)
Bei Tesla denken viele an E-Autos. Doch das große Geschäft macht das Unternehmen derzeit mit dem Verkauf von CO2-Zertifikaten. Hier drohen Umsatzeinbrüche. Denn die E-Auto-Konkurrenz holt auf. Wird Tesla gar überholt?

SWR: Boom und Crash – Wie Spekulation ins Chaos führt (26.08.2022)
Der Dokumentarfilm zeigt, wie Preiserhöhungen von lebensnotwendigen Güter wie Brot, Wasser und Öl Wellen erzeugen, die durch die globale Wirtschaft branden und eine Woge unvorhersehbarer Ereignisse anstoßen: Wirtschaftscrashs, Revolten und sogar Kriege.

Frontal 21: Amazon ausgeliefert. Profite auf Kosten der Kurierfahrer (24.08.2021)
Amazon ist einer der Profiteure der Coronapandemie: Das Liefergeschäft boomt. Um noch mehr und noch schneller die Ware an den Kunden zu liefern, hat der Digitalkonzern einen eigenen Transportdienst aufgebaut. Die Fahrer sind nicht direkt bei Amazon angestellt, sondern arbeiten bei Subunternehmen. Die Beschäftigten dort berichten von schlechten Arbeitsbedingungen und prekären Beschäftigungsverhältnissen.

Plusminus: Wer zahlt die Corona-Schulden? (24.08.2021)
Die neue Bundesregierung wird wegen Corona mit 470 Milliarden Euro neuen Schulden starten. Die Spielräume für teure Wahlversprechen werden kleiner. Gleichzeitig stehen hohe Investitionen an.

Plusminus: Materialmangel und Lieferketten (18.08.2021)
Dass es kurz nach den Corona-Lockdowns Materialmangel geben würde, war klar. Denn viele Produktionsanlagen mussten erst wieder hochgefahren werden. Doch jetzt zeigt sich: Das Problem entwickelt sich in vielen Branchen zu einem Dauerthema.

mex: Hacker im Angriffsmodus – warum Kundendaten ein wertvolles Ziel sind (18.08.2021)
Wenn Ganoven in früheren Zeiten auf Lösegeld aus waren, dann wurde beispielsweise Supermärkten schon mal mit verunreinigten Produkten gedroht. Verbrecher heutzutage sind durchdigitalisiert. Unternehmen, darunter auch Supermärkte, werden Opfer von Hackerattacken. Besonders die Firmen, die eine Menge Daten verwalten, Daten ihrer Kunden und Kundinnen. Was haben die Hacker von den Daten, wie gut werden diese geschützt und stört es uns Verbraucher und Verbraucherinnen überhaupt, wenn unsere Daten im Netz landen?

Frontal 21: Verlierer der Pandemie – Selbstständige in Existenznot (17.08.2021)
Viele der rund 3,5 Millionen Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen hat die Coronakrise an den Rand ihrer Existenz gebracht. Die von der Bundesregierung angekündigte schnelle und unbürokratische Soforthilfe entpuppte sich als untauglich. Denn die Soforthilfe war nicht für die Lebenshaltungskosten gedacht war. So mussten Tausende Betroffene etwa Grundsicherung anmelden oder auf ihre Altersvorsorge zurückgreifen.

Panorama: Klimaabgabe: Warum sollen nur die Mieter zahlen? (12.08.2021)
Laut Politik soll Klimaschutz „sozial verträglich“ sein, auch beim Wohnen. Doch CO2-Abgabe zahlen bisher nur die Mieter.

ZDF: Kassensturz – Wer zahlt die Corona-Kosten? (11.08.2021)
Von einer „Bazooka“ hatte Bundesfinanzminister Olaf Scholz gesprochen. Und tatsächlich sind die Dimensionen gewaltig: 500 Milliarden Euro dürfte die Pandemie den Staat insgesamt kosten. Mit gigantischen Hilfspaketen versucht die Bundesregierung, die Folgen der Coronakrise abzufedern. Aus ihrer Sicht hat es sich gelohnt: Zwei Millionen Arbeitsplätze und 400.000 Unternehmen seien so gerettet worden. Aber wer bezahlt die Corona-Schulden?

makro: Social Business – Schöne neue Wirtschaftswelt? (10.08.2021)
Gemeinsinn vor Profit: Kleine Unternehmen versuchen, soziale und wirtschaftliche Ziele zu verbinden. Ist das der Kapitalismus der Zukunft?

Kontraste: Eine Analyse der Wahlprogramme: Steuern rauf oder runter für Topverdiener? (05.08.2021)
Alle Parteien versprechen für die Zeit nach den Bundestagswahlen eine Steuerentlastung. Vor allem die mittleren und kleinen Einkommen sollen nicht mehr so tief in die Tasche greifen müssen. Wesentliche Unterschiede zeigen die Parteiprogramme jedoch bei den hohen Einkommen über 150.000 Euro. Während Grüne, Linke und die SPD diese steuerlich mehr belasten wollen, versprechen Union und FDP die höchsten prozentualen Entlastungen ausgerechnet für die Topverdiener. Wie sie die Milliardenausfälle im Staatshaushalt finanzieren wollen, ist unklar. Denn Steuererhöhungen soll es nicht geben.

Plusminus: Kälber zum Schleuderpreis – Landwirte unter Druck (04.08.2021)
Besonders für männliche Kälber gibt es in Deutschland kaum einen Markt. Deutsche Rindermastbetriebe können mit Fleischimporten aus Südamerika nicht mithalten. Corona und damit fehlende Nachfrage hat die Preise zusätzlich einbrechen lassen.

Frontal 21: Üble Nachrede auf Google. Mies bewertet, Existenz vernichtet (03.08.2021)
Egal, was sie im Internet suchen – wenn sie Informationen über Ärzte, Restaurants, Hotels oder Reisen haben möchten, nutzen viele Menschen Google. Die Suchmaschine hat scheinbar immer passende Antworten. Bei Google Maps etwa erscheinen zusätzlich zur geografischen Verortung auch die Bewertungen und die Anzahl der Sterne, die andere Nutzer für eine Dienstleistung vergeben haben. Das kann hilfreich sein, hat aber auch Schattenseiten. Nutzer können mit schlechten Bewertungen jedes x-beliebige Unternehmen schlecht machen, ohne dass Google deren Echtheit überprüft. Das kann fatale Konsequenzen haben: Solche Rezensionen schrecken Kunden ab und sorgen dafür, dass Unternehmen bei der Google-Suche weniger gefunden werden. Geschädigte Firmen, die dagegen etwas unternehmen wollen, fühlen sich mit dem Problem alleingelassen. Denn der Digitalkonzern, der seine Europazentrale in Irland hat, ignoriert deutsches Recht weitgehend. Die Politik hat es bisher nicht geschafft, die Position der Betroffenen gegenüber Google zu stärken. Auch ein gerade verabschiedetes Gesetz im Kampf gegen Fake-Bewertungen wird daran nichts ändern, kritisieren Digital-Experten.

Monitor: Nach der Flut: Wer zahlt für den Schaden? (29.07.2021)
Viele Menschen stehen nach dem Hochwasser vor den Trümmern ihrer Existenz. Doch nur weniger als die Hälfte der Häuser in Deutschland sind gegen Naturkatastrophen wie Hochwasser und Überschwemmungen versichert. Verbraucherschützer fordern deshalb seit Jahren eine allgemeine, solidarische Versicherungspflicht, die für alle bezahlbar wäre. Doch die Versicherungswirtschaft will sie verhindern und auch die Politik lehnt sie ab – bislang offenbar mit Erfolg.

Plusminus: Das leise Sterben der Geschäfte (30.06.2021)
Viele Ladenbesitzer und Gastronomen melden keine Insolvenz an, sondern sperren ihr Geschäft einfach zu. Tausende Arbeitsplätze fallen weg, in den Innenstädten stehen viele Geschäfte leer. Jetzt schlagen Experten Alarm.

mex: Kassensturz Corona – wo wir wirtschaftlich gerade stehen (30.06.2021)
Die Einen waren monatelang in Kurzarbeit, manch ein Unternehmen konnte viel weniger produzieren und verkaufen, auch Existenznöte gab und gibt es. Und jetzt? Die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie ist zurück, Aufbruchsstimmung herrscht in der deutschen Wirtschaft. Was bedeutet das für uns und wie geht es jetzt weiter?

makro: Run auf Rohstoffe (08.06.2021)
Die Konjunktur zieht viel schneller wieder an, als es viele zu Beginn der Corona-Pandemie erwartet hatten. Doch die Förderung von Rohstoffen kommt nicht hinterher. Immer öfter kommt es zu Lieferengpässen. Auf dem Bau fehlt Holz. Der Verpackungsindustrie mangelt es an Ethen für die Kunststoffherstellung. Und bei den Autoherstellern stocken die Zulieferungen von Katalysatoren, Kabeln und Stahl. Die Gründe für diese Engpässe sind vielfältig. Ihre Auswirkungen auf zahlreiche Branchen massiv. Es drohen Versorgungslücken, Terminverschiebungen, Kurzarbeit bis hin zu Arbeitsplatzabbau.

Frontal 21: Weniger Geld und steigende Preise. Die Angst vor der Inflation (01.06.2021)
Ob Bauholz, Kunststoffe oder Benzin – die Preise ziehen an. Die Folgen für die Wirtschaft sind unmittelbar zu spüren. So müssen etwa Handwerksbetriebe jetzt zusehen, wie sie die Kosten in den Griff bekommen. Denn viele Verträge über Bauvorhaben wurden schon vor Monaten unter völlig anderen wirtschaftlichen Bedingungen abgeschlossen. Die Preise steigen in einer Phase, in der die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie noch gar nicht abzusehen sind. Das bereitet nicht nur der Wirtschaft Sorgen: Vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen leiden unter der Inflation, da sie in der Regel anteilig höhere Ausgaben für den Konsum haben, wie zum Beispiel für Lebensmittel.

ARD: China: Überwachungsstaat oder Zukunftslabor? (31.05.2021)
China baut ein digitales Überwachungssystem auf, das Kritiker als „das ehrgeizigste orwellsche Vorhaben der Menschheitsgeschichte“ bezeichnen. Dabei entsteht eine „schöne neue Welt“, in der sich die Bürger Annehmlichkeiten, Vergnügungen, Konsum und damit fast unmerklich auch der totalen Kontrolle hingeben. Denn beim Staat laufen gigantische Datenmengen zusammen. Im sogenannten „Gehirn“ von Shanghai etwa haben die Behörden alles im Blick. Auf riesigen Bildschirmen können sie sich auf jede der rund eine Million Kameras schalten. Wem fallen am Steuer die Augen zu? Wer schmeißt seinen Müll neben den Eimer? Oder hält sich nicht an Corona-Auflagen? „Den Menschen hier soll es gut gehen und sie sollen merken, dass die Stadt sehr sicher ist,“ meint Sheng Dandan, die das „Gehirn“ mitkonzipiert hat. Wo wir Risiken fürchten, sehen laut Umfragen die meisten Chinesen Vorteile: Wenn Algorithmen jeden Bürger an seinem Gesicht, seiner Sprache und sogar an seinem Gang lokalisieren können, haben Raser und Rüpel, Betrüger und Verbrecher keine Chance. Und hat China nicht sogar das Coronavirus besiegt – auch dank effizienter Apps? Außerdem ist es ja auch so schön bequem, wenn man alles mit dem Smartphone erledigen kann. Wer mitmacht und sich an alle Regeln hält, bekommt online zudem einen Discount – dank des Sozialbewertungssystems. Die Bequemlichkeit schafft Akzeptanz. Das macht BIG DATA so attraktiv, nicht nur in China. Manches wird auch bei uns heiß begehrt sein, das zeigt nicht nur die Debatte um die Corona-App. Wenn Kriminalität sinkt oder der Verkehr fließt, liegen Gut und Böse oft gefährlich nahe beieinander. Der Nutzen ist hoch, doch woher kommen die dafür benötigten Daten? Wem gehören sie? Wer darf sie nutzen? Antworten suchen die Autoren und Autorinnen auch in Deutschland. Denn China wird sein Wissen exportieren. Deutsche Sicherheitsbehörden liebäugeln längst mit zentraler Überwachung zur Pandemie-, aber auch Verbrechensbekämpfung, wollen Terroristen mit hochmoderner Gesichtserkennung und künstlicher Intelligenz jagen. Mit Hilfe von IT-Security Experten und Expertinnen untersucht die Dokumentation chinesische Technologie, die hierzulande eingesetzt wird. Zeigt zum Beispiel, welche Daten beim umstrittenen sozialen Netzwerk TikTok gesammelt werden und was ein chinesisches Handy macht, wenn Nutzer unaufmerksam sind. Wie soll die westliche Welt mit Chinas Technologie umgehen? Kooperieren – gegen die eigenen Wertvorstellungen? Oder abstinent bleiben – und in Kauf nehmen, dass andere die Standards definieren?

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Rettet die Bankautomaten! (27.05.2021)
Still und leise verschwindet Bankfiliale um Bankfiliale im Land: mal eine Filiale der Sparkassen, mal eine Niederlassung der Volks- und Raiffeisenbanken. In ländlichen Regionen werden inzwischen sogar die Bargeld-Automaten abgebaut oder nicht mehr ersetzt. In Abenheim bei Worms wollen das die Bürger nicht mehr hinnehmen, sie kämpfen um ihren Bankautomaten.

SWR: Angriff aus dem Netz – Wie Cyberkriminelle unsere Wirtschaft erpressen (26.05.2021)
Mit der steigenden Digitalisierung ist der Albtraum Cyberangriff mittlerweile zum Massenphänomen geworden. Bei uns sorgte der „Cyberbunker“ von Traben-Trarbach weltweit für Schlagzeilen. Behörden, Soloselbstständige, Konzerne oder kritische Infrastrukturen wie Energieversorger – niemand scheint mehr sicher zu sein vor Hackern. Diese wollen vor allem eins: Lösegeld.

mex: Teuer Bauen – warum Rohstoff-Preise durch die Decke gehen (26.05.2021)
Es ist ein Marktgesetz: gibt es weniger von einer Ware, so steigt der Preis für die verbliebene. Genau das passiert gerade im Baugewerbe. Rohstoffe wie Holz. Dämmmaterial oder Beton sind kaum zu bekommen, sogar in den Baumärkten gibt es leere Regale. Das Ganze hat einen globalen Hintergrund, die USA und China kaufen wie verrückt.

Panoroma 3: Illegaler Drogenhandel: Oldenburger Fahnder stoppen größten Internethandel (25.05.2021) 
Auf dem „DarkMarket“ wurden übers Internet illegale Güter verkauft – vor allem Drogen. Die Polizei hat nun die aufwendigen Ermittlungen gegen die Betreiber abgeschlossen. Exklusive Einblicke in eine Spurensuche.

mex: Lotto-Millionen – wohin das Geld der vielen Tipper fließt (12.05.2021)
Wer hat sie nicht – die eigenen Glückszahlen, 6 aus 49, sie könnten ja Millionen bedeuten. Tun sie meistens nicht. Dennoch, es gibt zur Zeit so viele Lotto-Spieler wie selten zuvor – und aus Hessen kommen außergewöhnlich viele Millionen-Gewinner. mex, das Wirtschaftsmagazin im hr-fernsehen, zeigt wohin vor allem die eingesetzten Gelder fließen und wer vom Lotto-Boom profitiert.

Kontraste: Digitale Währungen – Klimakiller Bitcoin (06.05.2021)
Um den Bitcoin ist ein digitaler Goldrausch entstanden. Neben Anlegern hoffen auch all jene auf schnellen Reichtum, die Rechenleistung für die Transaktionen mit der Kryptowährung zur Verfügung stellen und damit an einer Art Lottospiel teilnehmen. Wer den Jackpot knackt, den erwarten zurzeit bis zu 300.000 Euro. Der digitale Goldrausch hat eine verheerende Wirkung, denn durch die Rechenleistung steigt der Stromverbrauch – schon bald soll durch Bitcoin-Berechnungen so viel Strom verbraucht werden, wie ganz Italien benötigt. Und: das Bitcoin-Mining findet oftmals in Ländern wie der Mongolei statt, wo der Strom aus besonders dreckigen Kohlekraftwerken stammt.

WDR: Der Kaufhauskönig – Wie ein Multimilliardär Karstadt und Kaufhof versilbert (05.05.2021)
Der deutsche Kaufhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof befindet sich nicht erst seit der Corona-Pandemie in einer wirtschaftlichen Schieflage. Eine endgültige Pleite konnte 2020 nur durch massiven Stellenabbau, Filialschließungen und einem Verzicht der Gläubiger auf mehr als 2 Milliarden Euro abgewendet werden. Nun hat die Bundesregierung dem Konzern Corona-Staatshilfen in Höhe von 460 Millionen Euro genehmigt, um den Weiterbestand des Traditionsunternehmens mit seinen 28.000 Beschäftigten zu sichern. Die Mitarbeiter:innen haben ihrerseits über Jahre hinweg immer wieder auf erhebliche Teile ihres Lohns, Urlaubs- und Weihnachtsgelds verzichtet – in der Hoffnung, so zum Überleben des Konzerns und ihrer Arbeitsplätze beizutragen. Eigentümer der Warenhauskette ist die österreichische SIGNA-Gruppe, die mehrheitlich René Benko gehört, einem öffentlichkeitsscheuen Selfmade-Milliardär, der in bescheidenen Verhältnissen in Innsbruck aufwuchs und ohne Abitur die Schule verließ. Sein Vermögen hat der heute 43-Jährige mit der geschickten Vermarktung von Immobilien gemacht. Sein besonderes Augenmerk galt von Anfang an Immobilien in bester Innenstadtlage, weil sie „entsprechend knapp sind und daher die Preise eigentlich nur nach Oben gehen können“, so Benko. Inzwischen gehört er zu den reichsten Bürgern in Österreich und investiert im großen Stil auch in Deutschland. Bei Galeria Karstadt Kaufhof gelang es Benko, trotz der prekären Lage des Unternehmens Millionengewinne zu erwirtschaften – auf dem Rücken der Belegschaft, sagen Handelsexperten. Wie konnte sein Plan gelingen, erst Karstadt für einen Euro und dann später auch noch Kaufhof zu übernehmen und daraus dreistellige Millionengewinne zu generieren? Wie sehr ist Benko überhaupt an dem Betrieb der Warenhäuser und dem Erhalt der Arbeitsplätze interessiert? Oder ging es ihm in erster Linie darum, die wertvollen Immobilien auf Kosten der Beschäftigten zu versilbern, wie Immobilien – und Handelsexperten meinen?

Plusminus: Große deutsche Bankenpleiten (05.05.2021)
Die Pleite der Kölner Herstatt-Bank in den 1970er Jahren hat die Bankenregulierung in Deutschland geprägt. Nicht nur positiv: Der Fall könnte heute dazu führen, dass die Finanzaufsicht Bafin nicht für Fehler im Fall Wirecard haftet.

Plusminus: Immer öfter Negativzinsen (05.05.2021
Immer mehr Banken verlangen von ihren Kunden auf Giro- oder Tagesgeldkonten Negativzinsen. Lange Zeit betraf das vor allem sehr vermögende Menschen mit hohen Guthaben. Doch das ändert sich gerade.

Frontal 21: Machtkampf um soziale Netzwerke. Wie Digitalkonzerne in Europa Einfluss nehmen (04.05.2021)
Facebook, Google und Co. sind aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Umso mehr lohnt es sich, einen genaueren Blick auf sie zu werfen und die zahlreichen Aspekte zu besprechen, die soziale Medien im Guten wie im Schlechten ausmachen. Warum hat die verantwortliche Politik – sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene – bis heute keine einheitlichen Regelungen und Gesetze zum Umgang mit sensiblen Nutzerdaten erlassen? Wie funktionieren die Mechanismen hinter Social Media, und wie betreiben Google, Facebook und Co. politische Lobbyarbeit in Europa, um ihre Interessen durchzusetzen?

SRF: Warum ist die Schweiz so reich? (02.05.2021)
Die Schweiz ist das reichste Land der Welt – oder rangiert je nach Berechnungsart zumindest unter den Top 10. Sowohl beim Durchschnittseinkommen als auch beim Durchschnittsvermögen. Weshalb ist ausgerechnet das rohstoffarme Alpenland so wohlhabend wie kaum ein anderes Land dieser Welt? Der Dokumentarfilm geht der Frage analytisch nach und beleuchtet über 500 Jahre Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Fragt man auf den Strassen des nördlichen Nachbarn nach, warum die Schweiz so reich ist, sind die Antworten schnell zur Hand: «Nazigold und Bankgeheimnis haben die Eidgenossen reich gemacht.» Nicht ohne Neid nimmt man in Deutschland wahr, dass das Durchschnittseinkommen in der Schweiz um ein Vielfaches höher ist als dasjenige in Deutschland. Durchschnittlich verdienen Deutsche Angestellte 3535 Euro brutto im Monat, bei den Schweizern sind es 6655 Euro. Ein frappanter Unterschied. Aber es lohnt sich – wie so oft – genauer hinzuschauen. Der Film spannt einen Bogen vom 15. Jahrhundert und dem Söldnertum, über den Anfang des 19. Jahrhunderts, als in der Schweiz Menschen an Hunger starben und Hunderttausende gezwungen waren, auszuwandern, bis in die Jetztzeit, in der auch die Alpenrepublik versucht, mit der Digitalisierung Schritt zu halten. Ausgewiesene Expertinnen und Experten kommen zu Wort und ordnen die historischen Abschnitte ein. Der Dokumentarfilm räumt mit Klischees auf und zeigt, welche Stereotypen viel mit der Wahrheit zu tun haben.

Plusminus: Kalter Krieg im Containerhafen (28.04.2021)
Wie abhängig wird der Westen von China werden und welche Strategie haben deutsche Unternehmen, um in Schlüsseltechnologien das Heft in der Hand zu behalten? Oder ist es längst zu spät? 

Plusminus: Alternative zu Bitcoin & Co: Der digitale Euro (21.04.2021)
Die Europäische Zentralbank plant, einen digitalen Euro einzuführen – allerdings erst in fünf Jahren. Der digitale Euro hätte Vorteile gegenüber Krypto-Geld wie etwa dem Bitcoin.

makro: Arbeit verliert – Vermögen gewinnt (20.04.2021)
Etwa jeder Zweite in Deutschland hat nicht genug, um etwas zur Seite zu legen. Vermögensaufbau? Vorsorge? Fehlanzeige! Kann Wohlstand heute nicht mehr erarbeitet werden?

Plusminus: Greensill-Pleite: Kommunen haben Steuergelder verzockt (14.04.2021)
Bei ihrem Versuch, Negativzinsen für ihre Geldanlagen zu vermeiden, sind über 50 Gemeinden und das Land Thüringen auf die Bremer Greensill Bank hereingefallen. Nun ist die Bank insolvent. Im Internet wurde vor der Greensill Bank gewarnt.

Plusminus: Plug-In Hybride: Tricksereien für die Elektro-Autoquote (14.04.2021)
Plug-in-Hybrid-Autos erleben derzeit vor allem als Dienstwagen einen Boom. Das liegt weniger am Umweltbewusstsein ihrer Fahrer. Sie gelten als Steuersparmodelle. Elektrisch fahren sie nur selten.

makro: Digitaler Euro (13.04.2021)
Seit der Corona-Pandemie sind Bargeldalternativen gefragt. Nun steht mit dem „digitalen Euro“ eine Alternative in den Startlöchern. Aber kann die Europäische Zentralbank Bitcoin und Co. Paroli bieten? „Wir werden einen digitalen Euro haben.“, sagte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, Anfang des Jahres. In etwa 5 Jahren soll der E-Euro eingeführt werden. Parallel zum Bargeld. Doch schon jetzt ist die Konkurrenz groß: Weltweit testen Staaten digitale Währungen und auch große Tech-Konzerne positionieren sich auf dem Geldmarkt. China testet bereits den E-Yuan. Und Facebook will mit dem Diem-Dollar eine eigene virtuelle Welt-Währung herausbringen.

BR: Hart gelandet! Airbus in der Krise (07.04.2021)
Airbus: Der Konzern sieht sich als „High Performer“ der Weltwirtschaft, will an der Spitze der Luft-, Raumfahrt- und Rüstungsindustrie stehen. Das ist der Anspruch. Die Wirklichkeit sieht anders aus. So anders, dass sich die Frage stellt, ob Airbus überhaupt noch zeitgemäß ist. Ist Airbus nicht eher ein überholtes Relikt des 20. Jahrhunderts?

SWR: Billiges Fleisch – wer bezahlt für die kleinen Preise? (06.04.2021)
Die Deutschen genießen billiges Fleisch – selten haben sie weniger Geld für Lebensmittel ausgegeben . Um zu verstehen, unter welchen Bedingungen Rindfleisch in Südamerika produziert wird, fährt das „betrifft“-Team nach Brasilien. Das Land, in dem mehr Rinder als Menschen leben, ist einer der größten Fleisch-Produzenten auf dem internationalen Markt. Grundlage für den Erfolg ist billiges Weideland. Aber während für die Bäuerinnen und Bauern in der EU strenge Umweltstandards gelten, wird in Brasilien nach wie vor billiges Fleisch auf Kosten von Menschen, Tieren und der Umwelt erzeugt – Regenwald wird abgebrannt und wertvolle Feuchtgebiete zerstört.

Frontal 21: Gemüse für Deutschland. Das Elend spanischer Erntehelfer (30.03.2021)
In deutschen Supermärkten werden Obst und Gemüse, etwa aus Südspanien, das ganze Jahr über zu Spottpreisen angeboten. Doch dafür arbeiten in den Agrarbetrieben vor Ort viele Erntehelfer unter sklavenähnlichen Bedingungen. Häufig sind es Menschen mit Migrations- oder Flüchtlingshintergrund, die dort auch unter katastrophalen Umständen leben. Wer trägt die Verantwortung? Mit dem kürzlich von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Lieferkettengesetz sollen künftig auch deutsche Supermärkte stärker in die Pflicht genommen werden.

WDR: Notlandung – Was wird aus der Luftfahrt? (24.03.2021)
Fast ein Jahr schon im Corona-Krisenmodus: Die Luftfahrtbranche liegt am Boden, allein die deutsche Lufthansa schreibt täglich Millionenverluste. Als im vergangenen Sommer die Pleite drohte, startete der Staat eine beispiellose Rettungsaktion: Er stellte neun Milliarden Euro zur Verfügung, schnürte ein riesiges Hilfspaket und stieg bei der Lufthansa als Anteilseigner ein. Doch was hat das gebracht? Kann das Unternehmen damit überleben? Und: Was bekommt die Allgemeinheit für das viele Steuergeld? Die einen erhoffen sich den Erhalt zehntausender Arbeitsplätze, die anderen wünschen sich einen klimafreundlicheren Flugverkehr in der Zukunft. Einig sind sich die meisten, dass die Bundesregierung versäumt hat, der Lufthansa klare Auflagen dafür zu machen. Die Lufthansa-Aufsichtsrätin und stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle nennt das Rettungspaket alternativlos; nur dadurch könnten Entlassungen vermieden und Einkommen gesichert werden. Gleichzeitig kritisiert sie, die Bundesregierung hätte dies zur Bedingung machen müssen. Benjamin Stephan, Verkehrsexperte bei „Greenpeace“, vermisst im Zusammenhang der staatlichen Unterstützung vor allem Auflagen für eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen. Schließlich sei der hemmungslose Flugverkehr einer der wichtigsten Treiber des Klimawandels. Er fordert, wie auch die Bundestagsfraktion der Grünen, eine nachhaltige Verkehrswende am Himmel. Dass eine staatliche Rettungsaktion in der Luftfahrt auch anders aussehen kann, zeigt der Blick nach Frankreich. Auch bei Air France herrscht Dauerflaute. Hier ist der Staat mit rund 7 Milliarden Euro Hilfsgeldern eingesprungen, doch dafür stellt er harte Bedingungen. Die CO2-Emissionen im Binnenluftverkehr sollen in nur vier Jahren um 50 Prozent gesenkt werden, deshalb soll ein großer Teil der Inlandsflüge eingestellt und auf die Schiene verlagert werden. Aber auch das geht einigen nicht weit genug. Die ehemalige Umweltministerin Delphine Batho fordert eine Reduktion des weltweiten Flugverkehrs generell und schlägt drastische Einschränkungen für Air France vor. Viele Vertreter der Luftfahrtbranche halten das für völlig übertrieben, nicht nur in Frankreich. In Deutschland träumt Lufthansa-Chef Carsten Spohr bereits wieder von moderatem Wachstum. Doch es geht längst um mehr als um das wirtschaftliche Überleben von Fluggesellschaften. Wie soll der Flugverkehr nach Corona aussehen? Es geht um einen neuen Alltag für die Luftfahrt, aber auch um die Chance, sich jetzt mit noch mehr Nachdruck für Nachhaltigkeit und Innovation einzusetzen.

makro: Wert von Lebensmitteln (23.03.2021) 
Was ist uns unser Essen wert? Nicht viel, scheint es. Wir Deutschen geben im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn immer noch extrem wenig für Lebensmittel aus. Hauptsache „billig“ suggeriert uns die Werbung. Milch, Hackfleisch, Gemüse – alles für ein paar Cent oder Euro. Die großen Lebensmittelkonzerne und Handelsketten machen es möglich. In Berlin testet ein Discounter zurzeit, ob es auch anders geht. Parallel zum Verkaufspreis stehen hier auf den Preisschildern auch die sogenannten wahren Preise. Also das, was ein Produkt eigentlich kosten müsste, wenn man die Kosten bei der Herstellung umfänglicher einpreist. Berechnet haben das Wissenschaftler der Uni Augsburg. So sollen die Kunden dafür sensibilisiert werden, dass die Umwelt- und Produktionskosten für ein Pfund Hack eben nicht 1,99 Euro sein können. makro zeigt, wie sich die Preise der Lebensmittel zusammensetzen. Wo Kosten zum Beispiel für die Umwelt nicht mitgerechnet werden. Und wie alle Aspekte in Zukunft so miteinbezogen werden können, dass der Verbraucher es auch noch bezahlen kann.

ZDF: Taxi gegen Uber & Co – Der Kampf um Deutschlands Straßen (10.03.2021)
Taxis und andere Mobilitätsanbieter streiten seit Jahren um Kosten, Kilometer und Kunden. Kann das neue Gesetz für die Branche nun fairen Wettbewerb garantieren? Erstmalig soll es einen Rechtsrahmen auch für ‚die Neuen‘ am Mobilitätsmarkt geben: für Uber und Co. Deutschlands Taxifahrerinnen und Taxifahrer aber sind stinksauer. Was bringt das Anfang März im Bundestag beschlossene neue Gesetz – nicht zuletzt den Verbraucher*innen? 
Vor wenigen Tagen erst hat der Bundestag das neue Personenbeförderungsgesetz beschlossen. Damit gibt es erstmals auch für Taxi-ähnliche digitale Mobilitätsanbieter einen gesetzlichen Rahmen. Taxibetriebe kritisieren, dass die bereits bestehenden Ungleichheiten damit nur noch stärker werden. Sie nämlich fahren zu einem festen Kilometer-Tarif, den Städte und Kommunen bestimmen. Sie müssen 24 Stunden, 7 Tage die Woche verfügbar sein und jede Fahrt annehmen, um flächendeckende Mobilität auch auf dem Land zu gewährleisten. Das soll sich auch mit dem neuen Gesetz gar nicht ändern. Das Bundesverkehrsministerium aber spricht nach jahrelangem Ringen von einem „guten Kompromiss“ und „mehr Mobilität“ für alle. ZDFzoom-Reporter, Thorsten Poppe, will herausfinden, was das neue Mobilitätsgesetz für die Fahrerinnen und Fahrer bedeutet, wie Expert*innen die digitalen Geschäftsmodelle bewerten und wer am Ende den Preis zahlt für den andauernden Kampf um Deutschlands Straßen. Wenn Ende des Monats das neue Gesetz auch im Bundesrat eine Mehrheit findet, bedeutet das: es gibt ganz offiziell unterschiedliche Bedingungen für dieselbe Dienstleistung.

Plusminus: Windräder: Rolle rückwärts in der Energiewende (24.02.2021)
Im Windschatten von Corona hat die Bundesregierung Ende 2020 eine Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes auf den Weg gebracht. Wichtige Fragen bleiben ungeklärt. Jetzt nehmen erste Windmüller ihre Anlagen vom Netz.

makro: Auto Macht Deutschland (23.02.2021)
Die deutsche Autoindustrie ist Arbeitgeber für Millionen und eine wichtige Stütze des Wohlstands – auch dank ihrer guten Beziehungen zur Politik. Dann kommt die Krise. Nach dem Dieselskandal und dem versäumten Rennen um neue Antriebstechnologien fordert nun die Covid-19-Pandemie die Industrie heraus. Hilfesuchend wenden sich die Autobauer an die politischen Entscheidungsträger. Wie weit geht man in Berlin, um die Interessen der Autokonzerne durchzusetzen? Es steht nicht weniger als der Wohlstand des Landes auf dem Spiel. Aber hängt das Erfolgsmodell Deutschland wirklich am Tropf der Autoindustrie? Und wie viel Schuld trägt die Industriepolitik an den Versäumnissen der Automobilkonzerne?

Frontal 21: Kaum Ökostrom im Öko-Ländle. Grünes Versagen in Baden-Württemberg (23.02.2021)
Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann regiert in Baden-Württemberg seit zehn Jahren und wollte die Erneuerbaren Energien kräftig ausbauen. Die Bilanz kurz vor der Landtagswahl im März 2021 überrascht.

Panorama 3: Verzweifelte Landwirte: Was tun gegen den niedrigen Milchpreis? (23.02.2021)
Der seit Jahren niedrige Milchpreis setzt Landwirte wirtschaftlich massiv unter Druck. Frustriert und wütend protestieren sie seit Monaten auf der Straße oder vor Lagerhallen von Einzelhandelsunternehmen. Ihre Forderungen: ein höherer Preis für ihre Milch und schnelle finanzielle Hilfen für die Höfe.

Plusminus: Wer bezahlt die neuen Staatsschulden? (21.02.2021)
Die Corona-Pandemie wird viel Geld kosten und auch in Deutschland die Staatsschulden nach oben treiben. Wer wird diese Schulden am Ende abtragen müssen? Kommt eine Vermögensabgabe, ein Corona-Soli oder ein Sparprogramm?

Report München: Vorstellungsgespräch mit dem Computer – Künstliche Intelligenz bei der Jobbewerbung(16.02.2021)
Wer sich in den USA auf einen Job bewirbt, führt inzwischen häufig das erste Bewerbungsgespräch mit einer Künstlichen Intelligenz, abgekürzt KI. Auch in Deutschland testen erste Unternehmen diese neue, umstrittene Technologie.

Plusminus: Modebranche in der Krise – Niedergang kaum zu stoppen (27.01.2021)
Die Verlängerung des Lockdowns trifft vor allem Modeläden hart. Viele Händler überleben seit Monaten nur noch dank Bankkrediten. Doch auch neue Milliarden-Hilfen werden das Ladensterben womöglich nicht aufhalten können, befürchten Experten.

Plusminus: Fake-Bewertungen – Konkurrenzkampf mit allen Mitteln (27.01.2021)
Beim Online-Einkauf verlassen sich viele Kunden auf Bewertungen, doch die sind oft gefälscht. Seit Jahren versuchen die Plattformen, den Machenschaften einen Riegel vorzuschieben, denn positive Bewertungen und gutes Ranking sind wertvoll. | mehr

makro: Impfstoff für alle! (19.01.2021)
Im Kampf gegen Corona ruht die Hoffnung auf einer Impfung. Für die Hersteller ein Geschäft, für die Staaten ein Tauziehen um Liefermengen und für alle eine globale Mammutaufgabe. Bisher sind allerdings 95 Prozent der ausgelieferten Impfstoffe in nur zehn Industrieländern verabreicht worden. Da stellt sich ganz schnell die Frage, ob es wirklich Impfstoff für alle, rund um den Globus geben wird? Damit auch die ärmeren Länder baldmöglichst Zugang zu Impfstoffen gegen Covid-19 erhalten, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO die Initiative COVAX ins Leben gerufen. Reiche Industriestaaten sollen Impfstoff für die ärmeren Staaten solidarisch mitfinanzieren. Doch makro-Gast Wolfgang Greiner, Gesundheitsökonom, kritisiert, dass nicht mal die Hälfte der zugesagten Gelder bisher zusammengekommen seien. Und die aktuell vorrätigen Impfstoffe gingen zunächst mal in die reicheren Länder. Doch um die Pandemie wirksam zu bekämpfen, müsste eigentlich weltweit zugleich geimpft werden.