Rauf und wieder (etwas) runter: Die aktuelle Entwicklung bei den Rohölpreisen. Ganz viel Hoffnung (und begründete Zweifel)

Wir haben uns bei der Beschäftigung mit dem aktuellen Fallbeispiel Iran-Krieg und seine Auswirkungen intensiv mit den Rohölpreisen beschäftigt. Und das ist ja auch wirklich krass, was sich da in nur wenigen Wochen getan hat. Diese Abbildung kennen Sie aus der ihnen vorliegenden Foliensammlung:

Und dann die überraschende (scheinbare) Kehrtwende vor dem Hintergrund der wüsten (völkerrechtswidrigen) Drohungen aus den USA, man wolle die iranische Zivilisation „auslöschen“ und die Infrastruktur des Landes zerstören – und kurz vor dem Ablauf eines bereits verlängerten Ultimatums: In der Nacht zum 8. April 2026 verkündete US-Präsident Donald Trump eine zweiwöchige Feuerpause und dass man mit dem Iran in Pakistan verhandeln werde.

Und die Preise haben sofort reagiert: Innerhalb weniger Stunden bracht der Rohölpreis gemessen an der Sorte Brent Europe um über 13 Prozent ein:

Die „euphorische“ Reaktion auf den Märkten lässt sich auch ein Stück weit erklären, wenn man bedenkt, dass Trump die vollständige Öffnung der Straße von Hormus als eine zentrale Komponente der zweiwöchigen Waffenruhe versprochen hat.

Aber bis heute (09.04.2026) ist genau davon noch nichts zu erkennen. So meldet das Handelsblatt:

»Trotz der Waffenruhe-Vereinbarung mit den USA droht der Iran weiterhin der Schifffahrt in der für den weltweiten Öl- und Gasmarkt wichtigen Straße von Hormus. Wegen Minengefahr müssten Schiffe sich mit den Revolutionsgarden abstimmen und ausgewiesene Ausweichrouten benutzen, hieß es in einer vom Staatssender IRIB verbreiteten Mitteilung der Hafenbehörde. Am Mittwochabend hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, der Iran habe den Schiffsverkehr durch die Meerenge aus Protest über Israels Angriffe im Libanon wieder eingestellt. Nur zwei Öltanker hätten sie seit Beginn der Waffenruhe passiert.«