Digitalisierung als Megatrend und die möglichen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Der Blick in die Zukunft kann zugleich mit einem Blick zurück besser verstanden werden

Wir sind am Ende. Also fast. So viele Themen wurden in der VWL-Veranstaltung behandelt und wir haben uns dem klassischen Ansatz folgend von den ökonomischen Grundbegriffen über die Mikroökonomik in die Makroökonomik durchgearbeitet und immer wieder wurden auch einzelne Bereiche der Wirtschaftspolitik aufgerufen.

Dass die Volkswirtschaftslehre und die von ihr zu bearbeitenden Themen von zentraler Bedeutung als Rahmenbedingungen betriebswirtschaftlichen Handelns ist, sollte im Verlauf der Veranstaltung deutlich geworden sein. Denken Sie beispielsweise nur an die am Ende der Vorlesung intensiv behandelte Geldpolitik vor dem Hintergrund der Inflationsentwicklung. Das beeinflusst nicht nur uns alle als private Haushalte, die auf zahlreichen Märkten als Nachfrager auftreten (oder eben nicht), sondern viele unternehmerische Entscheidungen werden von dem, was in der Geldpolitik passiert, ermöglicht oder begrenzt, zuweilen auch verhindert, wenn wir nur an die mit der Zinsentwicklung zusammenhängenden Kosten der Fremdkapitalbeschaffung denken.

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Die Rechenlogik der modernen Zahlungsbilanzstatistik am Beispiel der türkischen Zahlungsbilanz

Die Vorzeichenlogik in der Zahlungsbilanz (insbesondere nach dem neueren BPM6-Standard des IWF)1 ist auf den ersten Blick verwirrend.

Schauen wir in die Ihnen in tiefer Gliederung vorliegende türkische Zahlungsbilanz und dort in die Kapitalbilanz (Financial account) für das Jahr 2025.

Insgesamt weist die Kapitalbilanz einen negativen Saldo in der Größenordnung von -49,739 Mrd. US-Dollar auf. Das bedeutet, dass die Türkei auf einen erheblichen Kapitalimport angewiesen ist.

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Die Fed hat es nicht getan. Die Leitzinsen wurden nicht erhöht, aber auch nicht gesenkt. Einige Anmerkungen zur aktuellen Zinspolitik in den USA

Wir haben uns genauer angeschaut, was gerade im Euro-Raum geldpolitisch seitens der EZB passiert ist. Nach einer Phase der Leitzinssenkungen und stabiler Leitzinssätze ist im Juni 2026 scheinbar die Zinswende eingeläutet worden.1 Eine Wende nach oben, die drei Leitzinssätze der EZB wurden um jeweils 0,25 Prozentpunkte angehoben.

Wie bereits erläutert stellt die EZB auf die über der Zielinflationsrate liegende tatsächliche Preissteigerungsrate im Euro-Raum ab und sie geht von „Aufwärtsrisiken“ bei der Inflation in den kommenden Monaten aus, so dass sie meint, auf dieser Grundlage zu dem bekannten geldpolitischen Instrumentarium greifen zu müssen. Die kritischen Positionen dazu von einigen Ökonomen habe ich Ihnen erläutert bzw. zur Verfügung gestellt.

Und was passiert in den USA? Steht die Federal Reserve (Fed), also die US-amerikanische Notenbank, nicht vor der gleichen Notwendigkeit einer zinspolitischen Reaktion auf eine über der Zielinflationsrate liegende tatsächliche Inflationsrate? 

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