Fallbeispiel: „Schweinezyklus“ bei Kartoffeln?

Eine der wichtigen Begriffe im Themenfeld Preisbildung ist der „Schweinezyklus“. Der wird Ihnen immer wieder in ganz anderen als schweinischen Zusammenhängen begegnen, bei Akademikern, dem Sportstättenbau1 – oder aber bei Kartoffeln, um sich dem Borstenvieh wieder etwas anzunähern.

Im Oktober 2025 konnte man der Wirtschaftspresse das hier entnehmen: Viele Kartoffelbauern haben für 2025 auf eine schlechte Ernte spekuliert. Das Gegenteil ist der Fall: Nun sitzen sie auf unverkäuflichen Kartoffelbergen.

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Rückschau Teil 1: Was Sie (bislang) gelernt haben sollten. Einige thematische Hinweise zu den behandelten Inhalten aus der Welt der ökonomischen Grundbegriffe und der Mikroökonomik

Am Anfang der VWL-Vorlesungen hatte ich Ihnen einige zusammenfassende Hinweise auf ökonomische Grundbegriffe und Grundmodelle als Hintergrund für die Volkswirtschaftslehre gegeben. In meinem Skript zur VWL (Sell 2024) habe diese Hinweise zu illustrieren versucht mit der Geschichte von einem Gebrauchtwagenkauf und ihrer ökonomischen Interpretation. Sie finden in der Darstellung zahlreiche ökonomische Grundbegriffe, die später dann an anderer Stelle wieder aufgetaucht sind, denken Sie beispielsweise an die Informationsunsicherheiten, an die Sinnhaftigkeit einer – eigentlich – Verkomplizierung des Tauschgeschäfts durch die Zwischenschaltung eines Gebrauchtwagenhändlers, den Transaktionskosten, der Wettbewerb auf einem Markt – alles eingeführt an einem Beispiel (vgl. Sell 2024: 21-25). Sie haben erfahren, dass in den Wirtschaftswissenschaften, vor allem in der VWL, gerne mit vereinfachenden Annahmen und Modellen gearbeitet wird.

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Aus der Welt der unvollkommenen Märkte: Prognosemärkte – ein schwindelerregender Betrug?

Sie haben bereits die Problematik kennengelernt, dass selbst auf Märkten, die dem Idealmodell eines „vollkommenen Marktes“ grundsätzlich nahe kommen (könnten), sofort Mechanismen entwickelt werden, mit deren Hilfe ein Teil der Marktakteure versucht, die Voraussetzungen für einen vollkommenen Markt wieder zu ihren Gunsten zu zerstören. Denken Sie dabei beispielsweise an die Hochfrequenzhändler an den Börsen.

Oder an den (aus guten Gründen verbotenen und strafbewehrten) Insiderhandel an der Börse, bei dem eine Informationsasymmetrie zuungunsten der nicht informierten Marktteilnehmer ausgenutzt und damit eine massive Marktverzerrung herbeigeführt werden würde.

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Märkte und Marktformen. Am Beispiel eines ganz besonderen Marktes: Der Drogenmarkt

Märkte und Marktformen spielen eine zentrale Rolle im ökonomischen Denken. Sie haben in der bisherigen Vorlesung eine Menge gehört über in jedem Lehrbuch der Ökonomen auftauchende (in der Realität aber nie vorkommende) vollkommene und unvollkommene Märkte, auf denen wir uns in der wirklichen Wirklichkeit bewegen.

Ich habe versucht, Ihnen an einem sehr interessanten Beispiel aufzuzeigen, wie Märkte funktionieren und wie dort die Preisbildung funktioniert. Nicht an einem „normalen“ Markt oder an so einem theoretischen Marktmodell, wie man es den meisten Lehrbüchern entnehmen kann, sondern am Beispiel der Drogenmärkte, konkret: am Beispiel des Marktes für Kokain.

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Fallbeispiel: Wie der Ölpreis und die Fördermenge (nicht) zusammenhängen. Im vergangenen Jahr …

In den Übungsaufgaben zur VWL Teil 1 habe ich Ihnen eine Aufgabe gestellt, bei der es um die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Fördervolumen (also dem Angebot) beim Rohöl und der Ölpreisentwicklung ging. Man kann zeigen, dass es durchaus einen (zeitversetzten) Zusammenhang zwischen den Angebotsveränderungen und denen des Ölpreises gibt. Auf der anderen Seite werden die Ölpreise auch noch von anderen Faktoren beeinflusst.

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Das aktuelle Fallbeispiel Iran-Krieg und die vielfachen Auswirkungen diesseits und jenseits der Ölpreise. Das Beispiel Helium sowie eine Ergänzung zu den „Seltenen-Erden-Krisen“ – und China

Ich hatte Ihnen in der letzten Veranstaltung einige Ausführungen gemacht zu den aktuellen Ereignissen rund um den Krieg gegen den Iran. Wir haben dabei über die Entwicklung der Rohölpreise und die der Spritpreise bis hin zu weiteren, nicht unmittelbar auf der Hand liegenden Auswirkungen gesprochen. Stichwort: Wolfram. Da wirkt der Iran-Krieg und seine Konsequenzen als Beschleuniger des bereits seit längerem wirkenden Preisanstiegs für diesen kritischen Rohstoff, der gerade in der deutschen Industrie unverzichtbar ist. Und in diesem Zusammenhang tauchte auch China (wieder) auf, den die zu beobachtende Preisexplosion bei diesem Metall geht zurück auf chinesischen Exportrestriktionen seit Februar 2025 – und China steht für 79 Prozent der weltweiten Wolfram-Produktion.

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Politische Ökonomie der Preisbildung beim Rohöl: Rückblick auf die beiden sogenannten „Ölkrisen“ der 1970er Jahre

Ich hatte versucht, Ihnen in der Einführungsveranstaltung am Beispiel der Entwicklung der Rohölpreise aufzuzeigen, dass man neben der für Ökonomen so zentralen Betrachtung von Angebot und Nachfrage, aus deren (Nicht-)Zusammenspiel sich dann bestimmte Preise ergeben, die wiederum den Ausgleich der beiden Seiten herstellen sollen, immer auch sehen muss, dass auf der volkswirtschaftlichen Ebene zahlreiche politische und oftmals nur historisch zu verstehende Einflussfaktoren wirken. Wir haben das exemplarisch am Beispiel dessen diskutiert, was 2014 hinter dem damaligen Absturz des Rohölpreises stand.

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Was ist die Volkswirtschaftslehre für eine Wissenschaft? Und warum kann man das beispielsweise am Ölpreis verdeutlichen?

Wir haben uns in der Einführungsveranstaltung mit einigen ausgewählten Aspekten beschäftigt, um was es in der Volkswirtschaftslehre geht und welchen Charakter die VWL als Wissenschaft hat.

Auch wenn viele Volkswirte – u.a. über eine ausgeprägte Mathematisierung – den Eindruck erwecken möchten, dass es sich um so etwas wie eine Naturwissenschaft handelt, haben wir doch am Anfang der Veranstaltung gesehen, dass es sich um eine Sozialwissenschaft handelt. Eine von unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die alle ihre unterschiedlichen Perspektiven haben auf das, was in unseren Gesellschaften passiert. Neben der Wirtschaftswissenschaft, die dann oftmals unterteilt wird in VWL und BWL, gibt es die Soziologie, die Politikwissenschaft, die Geschichtswissenschaft, auch die Rechtswissenschaft gehört zum sozialwissenschaftlichen Fächerkanon.

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Der Blog zur VWL-Vorlesung von Prof. Dr. Stefan Sell im Sommersemester 2026

Hier finden Sie den Blog zur Vorlesung Volkswirtschaftslehre (Bachelor) im Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz von Prof. Dr. Stefan Sell.

Die Vorlesung im Sommersemester beginnt am ➞ Dienstag, dem 31. März 2026.

Dann werden Sie hier veranstaltungsbegleitend meine Beiträge finden.

Die Teilnehmer an der VWL-Vorlesung mögen sich bitte im

Olat-Kurs zu dieser Veranstaltung (B 43) für das Sommersemester 2026

als Teilnehmer eintragen.

Mitteilungen und Materialien für die Teilnehmer an der VWL-Vorlesung werden über die Olat-Seite laufen.