Die Rechenlogik der modernen Zahlungsbilanzstatistik am Beispiel der türkischen Zahlungsbilanz

Die Vorzeichenlogik in der Zahlungsbilanz (insbesondere nach dem neueren BPM6-Standard des IWF)1 ist auf den ersten Blick verwirrend.

Schauen wir in die Ihnen in tiefer Gliederung vorliegende türkische Zahlungsbilanz und dort in die Kapitalbilanz (Financial account) für das Jahr 2025.

Insgesamt weist die Kapitalbilanz einen negativen Saldo in der Größenordnung von -49,739 Mrd. US-Dollar auf. Das bedeutet, dass die Türkei auf einen erheblichen Kapitalimport angewiesen ist.

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Die Fed hat es nicht getan. Die Leitzinsen wurden nicht erhöht, aber auch nicht gesenkt. Einige Anmerkungen zur aktuellen Zinspolitik in den USA

Wir haben uns genauer angeschaut, was gerade im Euro-Raum geldpolitisch seitens der EZB passiert ist. Nach einer Phase der Leitzinssenkungen und stabiler Leitzinssätze ist im Juni 2026 scheinbar die Zinswende eingeläutet worden.1 Eine Wende nach oben, die drei Leitzinssätze der EZB wurden um jeweils 0,25 Prozentpunkte angehoben.

Wie bereits erläutert stellt die EZB auf die über der Zielinflationsrate liegende tatsächliche Preissteigerungsrate im Euro-Raum ab und sie geht von „Aufwärtsrisiken“ bei der Inflation in den kommenden Monaten aus, so dass sie meint, auf dieser Grundlage zu dem bekannten geldpolitischen Instrumentarium greifen zu müssen. Die kritischen Positionen dazu von einigen Ökonomen habe ich Ihnen erläutert bzw. zur Verfügung gestellt.

Und was passiert in den USA? Steht die Federal Reserve (Fed), also die US-amerikanische Notenbank, nicht vor der gleichen Notwendigkeit einer zinspolitischen Reaktion auf eine über der Zielinflationsrate liegende tatsächliche Inflationsrate? 

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Die EZB hat es getan. Sie hat die Leitzinsen angehoben. Neben viel Zustimmung erfährt die aktuelle Zinspolitik der Europäischen Zentralbank auch Kritik und Ablehnung

»Der EZB-Rat hat beschlossen, die drei Leitzinssätze der EZB um jeweils 25 Basispunkte anzuheben. Dementsprechend werden sich der Zinssatz für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität mit Wirkung vom 17. Juni 2026 auf 2,25 %, 2,40 % bzw. 2,65 % belaufen.«

Mit diesen trockenen Worten hat die EZB am 11. Juni 2026 ihre (vorläufige?) Zinswende eingeläutet. 2024 hatte es in mehreren Schritten Zinssenkungen gegeben und seit dem Sommer 2025 gab es keine Leitzinsbewegungen – nicht weiter nach unten, aber auch keine Anhebung. Jetzt also geht es wieder rauf.

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