Von der „alten“ Welt der Digitalökonomie in eine „neue“ (andere?) Welt der KI-Ökonomie?

In meinem VWL-Skript finden Sie auf wenigen Seiten (Sell 2024: 103-109) eine komprimierte Zusammenfassung vom „natürlichen Monopol“ (mit dem „monopolistischen Flaschenhals“ vor allem bei der leitungsgebundenen Infrastruktur) über die Grundlagen der Digitalökonomie (dort vor allem das Metcalfe’s Law und die daraus abgeleiteten Begriffe wie Lock-in-Effekt und vor allem das „The winner takes all“-Prinzip) bis hin zu den „Plattformunternehmen“. Und in der Plattformökonomie herrscht das Bestreben, das letztendliche Ziel einer Monopolisierung der Märkte zu erreichen.

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Was hat den Inflationsschub seit Mitte 2021 verursacht? Über allgemeine und besondere Inflationsursachen – und die Anschlussfrage: Was kann Geldpolitik (nicht)?

Sie haben bei der Beschäftigung mit dem Thema Inflation gelernt, dass es einen international verbreiteten Schwellenwert von 2 Prozent Preissteigerung gibt, an oder knapp unter dem man Preisstabilität unterstellt, wenn es nicht zu Abweichungen nach oben (aber auch nicht nach unten) kommt. Schaut man sich die am Verbraucherpreisindex (VPI) gemessene Entwicklung der Inflationsrate in Deutschland in den zurückliegenden Monaten und Jahren an, dann erkennt man den starken Anstieg der Preissteigerungsrate ab Mitte 2021.

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Das in den 1960er Jahren geborene „magische Viereck“ der wirtschaftspolitischen Ziele – und die Frage, ob es nicht (mindestens)ein Sechseck sein müsste

Wenn man sich mit den Zielen der Wirtschaftspolitik beschäftigt, dann kommt man nicht an dem
vorbei, was im im § 1 des 1967 ins Leben gerufene Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (StabG), das 1967 ins Leben gerufen wurde, normiert ist: »Bund und Länder haben bei ihren wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen die Erfordernisse des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu beachten. Die Maßnahmen sind so zu treffen, daß sie im Rahmen der marktwirtschaftlichen Ordnung gleichzeitig zur ➞ Stabilität des Preisniveaus, zu einem
hohen Beschäftigungsstand und ➞ außenwirtschaftlichem Gleichgewicht bei ➞ stetigem und angemessenem Wirtschaftswachstum beitragen.« Am 8. Juni 1967 wurde das „Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der
Wirtschaft“ erlassen (Stabilitätsgesetz).

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Die Zahlungsbilanz. Noch so ein großes volkswirtschaftliches Zahlenwerk

Sie haben die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR)1 mit dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Mittelpunkt bereits ausführlich kennengelernt. Das ist ja nun eine wirklich bedeutsame Kennzahl, die Sie brauchen, wenn es um so gewichtige Themen geht wie Wirtschaftswachstum und konjunkturelle Entwicklung.

Nun gibt es ein zweites großes und überaus wichtiges Zahlenwerk: die Zahlungsbilanz mit der Leistungsbilanz auf der einen und der Kapitalbilanz auf der anderen Seite.

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Made in Germany? Es war einmal ein Exportweltmeister. Aufstieg und Fall eines Geschäftsmodells

Viele Dinge, die heute um uns herum passieren und die aufgeregt diskutiert werden, lassen sich nur verstehen, wenn man den Blick zurück richtet und sich anschaut, wie sich das entwickelt hat. Das gilt auch und gerade für komplexe Volkswirtschaften.

Made in Germany: Das Geschäftsmodell der Bundesrepublik steht nach jahrzehntelangem Erfolg am Scheideweg. Wie es dazu kam, wer Deutschland am meisten zusetzt – damit beschäftigen sich Gröbner et al. (2025)1 in einem Beitrag, aus dem hier zitiert werden soll.

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Die Messung der konjunkturellen Entwicklung. Was für ein (scheinbares) Durcheinander: Veränderung des BIP gegenüber dem Vorquartal und/oder gegenüber dem Vorjahresquartal?

Das war sicher für den einen oder anderen, wahrscheinlich für alle eine verwirrende Angelegenheit, als ich Ihnen die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur konjunkturellen Lage der deutschen Volkswirtschaft präsentiert habe. In meinem Blog-Beitrag dazu (vgl. Vor der Prognose ist die Lage. Ein Blick auf die aktuelle konjunkturelle Lage in Deutschland) habe ich in den Abbildungen die Veränderung des BIP gegenüber dem Vorjahresquartal in Prozent dargestellt. Die finden Sie auch in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes. Aber dort kommt die erst an zweiter Stelle, vorher werden die Veränderungen des BIP gegenüber dem Vorquartal in Prozent angeführt.

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Vor der Prognose ist die Lage. Ein Blick auf die aktuelle konjunkturelle Lage in Deutschland

Wir haben schon intensiv über wichtige konjunkturelle Frühindikatoren gesprochen, mit deren Hilfe dann diese Konjunkturprognosen erstellt werden. Aber die beziehen sich auf die kommenden Monate und Jahre und sie müssen ausgehen von der tatsächlichen Lage (und Entwicklung in der Vergangenheit). Das Statistische Bundesamt veröffentlicht regelmäßig solche Beurteilungen der aktuellen Lage und da taucht es dann wieder auf, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und einzelne Komponenten des BIP wie der private Konsum oder die Investitionen oder der Beitrag des Außenhandels.

Die neueste Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes datiert auf den 25. November 2025 und ist so überschrieben: Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2025. Wirtschaftsleistung unverändert im Vergleich zum Vorquartal. Das schauen wir uns mal etwas genauer an.

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Warum das Statistische Bundesamt das Wirtschaftswachstum, besser: die Schrumpfung des BIP für die Jahre 2023 und 2024 nachträglich nach unten korrigieren musste

Im Februar 2025 hat das Statistische Bundesamt die Publikation „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen. Wichtige Zusammenhänge im Überblick 2024“ veröffentlicht. Ich habe Ihnen das im Materialordner eingestellt. Und wenn Sie da rein geschaut haben, dann finden Sie auf der Seite 10 diese Abbildung mit den Zahlen zum langfristigen Wirtschaftswachstum in Deutschland.

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Der Blick (nicht nur) zurück: Uber, die Taxis und die Welt der „Sharing Economy“

Wir hatten bei der Beschäftigung mit den Themenfeldern Marktformen und Plattformunternehmen zwei Unternehmen behandelt, die Ihnen allen bekannt sein dürften. Zum einen der Aufstieg des Unternehmens Flixbus zu einem Monopolisten auf dem noch relativ jungen Markt für Fernbusreisen1, zum anderen hatte ich Uber2 angesprochen als Beispiel für ein Plattformunternehmen im Bereich der Personenbeförderung, nicht auf Fernbusreisen, sondern in unmittelbarer Konkurrenz zu dem, was die Taxis (eigentlich) machen (sollen und nur dürfen). Wie gesagt: eigentlich.

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Was haben die Bibel und auch der Koran mit der Volkswirtschaftslehre zu tun?

Ich hatte in der Vorlesung kurz darauf hingewiesen, dass man die Bibel bzw. Teile davon durchaus als ein volkswirtschaftliches Lehrbuch lesen und interpretieren kann. Natürlich in der diesem Sammelband entsprechenden ganz eigenen Sprache, aber es kommt ja auf die Inhalte an.

Beispielsweise findet man im Alten Testament durchaus eine Vorstellung von dem, was wir als Konjunkturzyklus besprochen haben, also vereinfacht gesagt das Auf und Ab der wirtschaftlichen Entwicklung. In der Bibel wird von den „sieben fetten und den sieben mageren Jahren“ gesprochen. Das müssen wir uns einmal genauer anschauen. Zugleich ist das wirklich ein ökonomisches Lehrstück, was ich Ihnen hier berichten kann.

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