Normale und andere „Banken“: Schattengewächse außer Kontrolle. Und das angeblich mächtigste Unternehmen der Welt

Sie haben bei der Behandlung des Themas Geldschöpfung gelernt, welche Bedeutung die normalen Geschäftsbanken hier haben. Und auch beim Thema Bargeld tauchen sie immer wieder auf, die normalen Banken. Und jedes Unternehmen ist auf Sparkasse & Co. angewiesen, um die vielen Zahlungsvorgänge abwickeln zu können.

Aber es gibt auch volkswirtschaftlich gesehen hoch relevante „Schattenbanken“. Sie haben richtig gelesen: Schattenbanken. Was muss man sich darunter vorstellen?

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Von der Königin der Kryptowährungen zur profanen Tulpenzwiebel oder: Bitcoin, am Ende doch nur eine spekulative Erscheinung?

Man kann es ja verstehen. Jahrelang haben sich die Sparwilligen mit Niedrigst-, Null- und Negativzinsen geplagt, was bedeutet, dass das Geld vor sich hinschmilzt, denn mit konventionellen Anlagen ließ sich nichts mehr einfahren. Die einen sind deshalb in den vergangenen Jahren auf den Bau gegangen und haben mit dazu beigetragen, die Immobilienpreise (nicht überall) nach oben zu hieven. Die anderen versuchen einen Tanz auf dem Börsenparkett und bislang sind sie mit steigenden Kursen bedient worden. Bislang. Und dann gibt es da noch eine überschaubare Gruppe an Hoffnungsvollen, die dem konventionellen Geld entsagen und auf einer höheren(?) Ebene hantieren. Mit Bitcoins. Die Abbildung mit der Kursentwicklung der Bitcoins gemessen am US-Dollar verdeutlicht, dass die Kryptowährung jahrelang vor sich hindümpelte. Nach einem kurzen Ausbruchsversuch nach oben Ende 2013 passierte wieder eine ganze Zeit lang nichts. Aber im Jahr 2017 hat der Kurs des Bitcoin eine atemberaubende Reise in den Himmel der Anlegerfreuden hingelegt, deren Verlauf den einen oder anderen zur Diagnose einer spekulativen Entwicklung bringen muss.

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Bargeld kann ganz schön explosiv sein

Wir haben uns beschäftigt mit dem Thema, ob wir uns auf dem Weg in eine bargeldlose Gesellschaft befinden. Dafür (und dagegen) gibt es einige Argumente und natürlich auch so einige Akteure, die ein großes Interesse daran haben, dass Bargeld an Bedeutung verliert oder sogar vollständig ersetzt wird durch elektronische Zahlungsvorgänge. Sie haben gelernt, dass das nicht nur Unternehmen sind, die direkt profitieren würden von einer immer stärkeren Nutzung von Kartenzahlungen oder dem Mobile Payment, sondern beispielsweise auch Zentralbanken könnten durchaus ein Interesse daran haben, weil bargeldlose Zahlungsvorgänge besser kontrollierbar und geldpolitische Maßnahmen wie die Umsetzung von Negativzinsen in der elektronischen Welt der Zahlungsvorgänge leichter bzw. überhaupt erst realisierbar wären.

Aber auch die Banken, von denen wir ja das Bargeld bekommen, haben durchaus ein Interesse, dass die Nutzung von Bargeld weiter runtergefahren wird. Wieso das?

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Was es mit dieser „Geldschöpfung“ nicht nur buchungstechnisch auf sich hat

Schauen wir uns zu diesem Thema die Ausführungen in dem Buch „Geld und Geldpolitik“, das von der Deutschen Bundesbank herausgegeben wird (aktuelle Auflage: Winter 2022), an. Dort auf den Seiten 79 ff.

Grundsätzlich müssen wir verstehen: Geldschöpfung kann durch Geschäftsbanken und durch Zentralbanken erfolgen. Auf beiden Seiten gibt es jeweils zwei Wege der Geldschöpfung.

Ganz allgemein zur Geldschöpfung finden Sie dort diese Erläuterung: »Heutzutage ist viel mehr Buchgeld als Bargeld im Umlauf. Häufig besteht die Vorstellung, dass Buchgeld nur dadurch entsteht, dass Bargeld auf ein Konto eingezahlt wird. Dabei wird aber übersehen, dass Bargeld vorher von einem Konto abgehoben wurde. Das Buchgeld war also vorher schon da. Die Frage ist deshalb, wer das Buchgeld schafft: Es sind die Banken, etwa wenn sie Kredite vergeben. Kurz gesagt: Die Buchgeldschöpfung ist ein Buchungsvorgang.«

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Sind wir auf dem Weg in eine bargeldlose Gesellschaft?

Man kann und muss beim Thema Geld die Frage stellen, ob es in Zukunft überhaupt noch Bargeld geben wird. Ein spannendes und wie man sehen wird höchst umstrittenes Thema.
Fangen wir mit Ihnen selbst an. Wie zahlen Sie denn im Alltag? Benutzen Sie (noch) Bargeld oder eine Kreditkarte oder Ihr Smartphone? Schauen wir auf eine Statistik:

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Wie das Geld aus dem Nichts auf die Welt kommt und was schon Goethe darüber wusste. Außerdem ein materialreicher Blick auf die Geldpolitik

Wir haben einen Ausflug gemacht in das wichtige Themenfeld Geldschöpfung. Wie kommt das Geld in die Welt? Vor allem – kann es wirklich sein, dass man Geld „aus dem Nichts“ schöpfen kann? Ja, offensichtlich geht das. Die besondere Rolle der Geschäftsbanken in diesem Prozess habe ich Ihnen erläutert.

Und bereits Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) hat den Mechanismus verstanden und im zweiten Teil seiner Faust-Tragödie beschrieben. Das klingt krass und deshalb schauen wir uns das einmal kurz genauer an.

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Ist ein Ende der weltweiten Dollar-Vorherrschaft in Sicht? Manche Staaten würde das wohl gerne wollen, aber …

Wir hatten in der Übungsveranstaltung eine Aufgabe, bei der es vergleichend um die Leistungsbilanzdefizite der Türkei und der USA ging – und um die Frage, warum die seit vielen Jahren kontinuierlich anhaltend hohen Leistungsbilandefizite der USA (noch) nicht zur einer schweren Währungs- und Wirtschaftskrise geführt haben.

Wie immer bei solchen komplexen Themen gibt es mehrere Gründe – aber einer wurde bei der Besprechung der Aufgabe hervorgehoben: der Status des US-Dollar als „Weltleitwährung“.1 Der führt u.a. dazu, dass die USA gleichsam wie ein „Staubsauger“ Kapital aus dem Ausland aufnehmen können. Und Sie wissen ja mittlerweile, welche Folgen ein Defizit auf der linken Seite der Zahlungsbilanz auf der rechten Seite, also der Kapitalbilanz haben muss. Defizitländer sind auf einen entsprechenden Kapitalimport angewiesen.

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Außenhandel: Die „Terms of Trade“

Die „Terms of Trade“ sind eine wichtige Kennzahl der Außenhandelsstatistik. Hier wird die Entwicklung der Exportpreise und der Importpreise in Relation gesetzt (➞ Verhältnis des Preisindex für Einfuhrgüter zum Preisindex für Ausfuhrgüter), entweder für alle (wie in der Abbildung) oder für einzelne Warengruppen. Die Terms of Trade geben das reale Austauschverhältnis der Güter im Außenhandel wieder. Steigen z. B. die Ausfuhrpreise bei konstanten oder sinkenden Einfuhrpreisen oder sinken die Einfuhrpreise bei konstanten Ausfuhrpreisen, verbessern sich die Terms of Trade, weil für die gleiche Exportmenge mehr Importgüter eingeführt werden können. Durch die Berechnung der Terms of Trade in der Außenhandelsstatistik versucht man Handelsgewinne oder -verluste zu quantifizieren und damit die Performance des Außenhandels sichtbar zu machen. Mit der Ermittlung der Terms of Trade bekommt man einen detaillierten Überblick über das Verhältnis der Preise für die Waren, die ein Land verlassen und jener Produkte, die in das Land eingeführt werden.

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Der deutsche Außenhandel: Komparative Vor- und Nachteile

Die deutsche Wirtschaft ist in hohem Maße exportorientiert und damit auch exportabhängig. Annähernd jeder vierte Arbeitsplatz hängt vom Export ab. Gleichzeitig ist Deutschland als rohstoffarmes Land ebenso auf Importe angewiesen, insbesondere im Energiebereich.
Wer sind die wichtigsten Handelspartner Deutschlands? Und bei welchen Gütergruppen sind wir (aus deutscher Sicht) besonders gut, bei welchen hingegen sind wir von Importen aus anderen Ländern abhängig? Da hilft ein Blick in die Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes.

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